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Informationen zu ADHS

1. Was versteht man unter ADHS?

Die meisten Kinder haben manchmal Probleme, sich zu konzentrieren und besonders jüngeren fällt es oft schwer, lange still zu sitzen oder ruhig zu bleiben. ADHS-Kinder unterscheiden sich von anderen dadurch, dass sie viel häufiger und in viel stärkerem Maße auffälliges Verhalten zeigen. Ihre typischen Probleme liegen in Beeinträchtigungen von Konzentration und Aufmerksamkeit, hyperaktivem Verhalten und mangelnder Impulskontrolle.

  • Symptome
    Aufmerksamkeitprobleme
    Ein ADHS-Kind ist in bestimmten (oft schulischen) Situationen anscheinend unfähig, sich zu konzentrieren und eine begonnene Aufgabe zu Ende zu führen. Besondere Probleme bereiten Aufgaben, die das Kind nicht freiwillig macht und die einiges Nachdenken erfordern. Folglich wechselt das Kind häufig von einer Tätigkeit zur nächsten, verliert jeweils schnell wieder das Interesse und lässt sich von verschiedensten Dingen ablenken. Deutlich zeigen sich die Aufmerksamkeitsprobleme in vielen Flüchtigkeitsfehlern und dem Nicht-Mitbekommen von Erklärungen in der Schule.
    Impulsivität
    Betroffene Kinder folgen oft dem ersten Impuls und beginnen Tätigkeiten, ehe sie zu Ende überlegt haben. Selten handeln sie planvoll und halten z.B. beim Angehen einer schwierigen Aufgabe einen bestimmten Lösungsweg ein. Es fällt ihnen sehr schwer Bedürfnisse aufzuschieben, so platzen sie in der Klasse oft mit etwas heraus, unfähig zu warten, bis eine Frage zu Ende gestellt ist oder gar bis sie an der Reihe sind.
    Hyperaktivität
    Oft wirken ADHS Kinder wie aufgezogen, rutschen auf ihrem Stuhl herum, stehen einfach in der Klasse auf und laufen herum. Unfähig eine Zeit lang still zu sitzen, provozieren sie ihre Eltern oder Lehrer nicht wenig, besonders in Situationen, in denen extreme Ruhe verlangt wird. Insgesamt haben sie ein sehr ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis.
  • Begriff
    In neuerer Zeit werden diese Auffälligkeiten ADHS oder Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung genannt (engl. ADD Attention-Deficit-Disorder), im deutschen Sprachraum spricht man auch von hyperkinetischen Störungen.
    Einige Kinder sind überwiegend unaufmerksam ohne ausgeprägte Hyperaktivität und Impulsivität zu zeigen, sie werden manchmal als ADS-Kinder (ohne das H für Hyperaktivität) bezeichnet, oft wird aber kein genauer begrifflicher Unterschied gemacht. Es gibt ebenfalls Kinder mit hauptsächlich hyperaktiv-impulsivem Verhalten ohne Aufmerksamkeitsprobleme; auch sie werden zu den ADHS-Kindern gerechnet.
  • Wie unterscheiden sich ADHS-Kinder von anderen?
    Generell sind die Verhaltens-Probleme oft in vielen verschiedenen Situationen zu beobachten, aber durchaus nicht in allen. Kritisch sind Situationen, die lange Aufmerksamkeitsspannen erfordern (Schule, Hausaufgaben, längere Stillarbeiten, bei den Mahlzeiten). Dagegen zeigen sich oft keine Probleme, wenn ein ADHS-Kind sich in einer neuen Umgebung befindet, wenn es nur mit einer Person zu tun hat oder sich seiner Lieblingstätigkeit widmet (auch wenn die eigentlich viel Aufmerksamkeit erfordert, wie z.B. das Computerspielen).
    Andererseits sind natürlich viele der Symptome gerade bei Grundschulkindern sehr weit verbreitet, ohne dass sie die Diagnose ADHS bekommen würden. Nur wenn die Verhaltensauffälligkeiten viel stärker sind und häufiger auftreten, als man es nach dem Entwicklungsstand eines Kindes erwarten würde und sie schon über einen längeren Zeitraum (mindestens 6 Monate) bestehen, ist ein erster Verdacht auf ADHS begründet, der dann von einem Psychologen oder Arzt abgeklärt werden sollte.
  • Verbreitung
    In Deutschland sind zwischen 3 und 10 % aller Kinder betroffen, Jungen noch häufiger als Mädchen. Damit gehört ADHS zu den häufigsten Störungen im Kindes- und Jugendalter.
  • Häufige Begleiterscheinungen von ADHS
    Oft entstehen bei ADHS-Kindern weitere Probleme, besonders häufig sind schulische Leistungsschwächen und Entwicklungsverzögerungen, aggressives Verhalten und mangelndes Selbstvertrauen, das u.a. auf den häufigen Erfahrungen des Zurückgewiesenseins und den vielen Misserfolgen beruht.
    Insgesamt kommt es sowohl in der Schule als auch zu Hause oft zu Auseinandersetzungen, Eltern und Lehrer erleben das ADHS-Kind als sehr problematisch. Auch von Gleichaltrigen wird es oft abgelehnt.
  • Weitere Entwicklung von ADHS-Kindern
    Leider wächst sich die Störung in der Regel nicht aus: Viele ADHS-Kinder bleiben auch als Jugendliche und Erwachsene impulsiv und leiden unter Aufmerksamkeitsproblemen, lediglich die Hyperaktivität nimmt ab. Deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, möglichst frühzeitig Behandlungsmaßnahmen einzuleiten.
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2. Wie entsteht ADHS?

Wissenschaftler gehen von verschiedenen Faktoren aus, die an der Entstehung von ADHS mitbeteiligt sind. Von keinem wird angenommen, dass er die unmittelbare Ursache für die Störung ist. Man kann nur sagen, dass unter bestimmtem Umständen ADHS mit besonders großer Wahrscheinlichkeit auftritt (aber nicht immer).

Zunächst geht es darum, welche Faktoren es sind, die in vielen Fällen mit ADHS in Verbindung stehen. In einem zweiten Teil wird auf komplexere theoretische Modelle eingegangen. Sie verstehen ADHS als Ergebnis einer komplexen Dynamik und versuchen zu beschreiben, wie unterschiedliche Faktoren bei der Entstehung der Störung zusammenwirken.

2.1 Einzelne Faktoren, die das Auftreten von ADHS begünstigen

Insgesamt geht man heute davon aus, dass die Störung hauptsächlich biologisch veranlagt ist, aber Bedingungen in der Familie, im Kindergarten und in der Schule beeinflussen Ausprägung und Entwicklung der Störung.

Viele Kinder mit ADHS zeigen Auffälligkeiten in den Botenstoffen des Gehirns, die mit der Übertragung von Informationen zu tun haben, (Neurotransmittersystem), hier scheinen insbesondere die dopaminhaltigen Systeme eine wichtige Rolle zu spielen.

Es gibt auch Hinweise, dass bestimmte Teile des Gehirns beim Lösen komplexer Aufgaben nicht ausreichend durchblutet oder aktiviert sind.

Diese Auffälligkeiten scheinen oft genetisch bedingt also im Erbmaterial schon angelegt zu sein. Aber auch Infektionen während der Schwangerschaft und Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt werden mit ADHS in Verbindung gebracht.

Auffällig ist darüber hinaus, dass ein großer Anteil der Kinder mit ADHS Syndrom allergische Reaktionen zeigt: Heuschnupfen, Asthma und Nahrungsmittelallergien treten wesentlich häufiger als bei nicht betroffenen Kindern auf. Die vor wenigen Jahren sehr populäre Annahme, dass Hyperaktivität vor allem durch synthetische Nahrungsmittel ausgelöst wird, ließ sich allerdings nur bei einen sehr geringen Anteil der betroffenen Kinder bestätigen. So zeigten sich nur bei etwa 5% deutliche Verbesserungen als Reaktion auf eine entsprechende Diät.

Lange war die Hypothese populär, dass ADHS-Kinder unter einer Reizüberflutung leiden, weil sie irrelevante Störreize schlecht ausblenden können. Ihr Problemverhalten wäre damit durch eine Überaktivierung zu erklären. Verschiedene Studien erbrachten aber nur unzureichende Belege für diese Annahme, heute geht man eher von einem physiologischen Aktivierungsmangel aus, demzufolge ADHS-Kinder ein großes Bedürfnis nach Stimulierung haben und sich äußeren Reizen mehr zuwenden als unauffällige Kinder.

Auch die Umwelt der betroffenen Kinder spielt nach heutigen Erkenntnissen eine wichtige Rolle, wenn auch weniger in der primären Verursachung.. Beachtet ein Kind eine Anweisung seiner Eltern oder Lehrer nicht, werden sie in der Regel die Aufforderung zunächst mehrfach wiederholen und schimpfen, dem Kind wird also sehr viel, wenn auch negative Aufmerksamkeit gewidmet. Kommt es endlich der Aufforderung nach, beachten Eltern oder Lehrer sein Verhalten dagegen kaum, u.a. weil sie sich endlich anderen Dingen zuwenden müssen. Das Kind lernt, dass es mehr Zuwendung bekommt, wenn es ungehorsam ist. Oft schaukeln sich Auseinandersetzungen immer weiter hoch, Eltern werden ratlos und geben dem Kind entweder nach (was eine weitere Belohnung ist) oder verlieren die Beherrschung und begünstigen so als Rollenvorbilder unkontrolliertes Verhalten bei ihrem Kind, zu dem es ja aufgrund seiner Veranlagung eh schon neigt. Auf lange Sicht bestimmen Ermahnungen und Grenzsetzungen, die das Kind dann doch nicht beachtet, immer mehr den Familienalltag; positive Ereignisse treten immer weiter in den Hintergrund. In jedem Fall werden die Regelverstöße des Kindes eher noch stärker und noch häufiger. So tragen ungünstige Eltern Kind-Interaktionen oder Eltern-Lehrer-Interaktionen viel dazu bei, dass das Verhalten eines Kindes mit biologischer Veranlagung zu ADHS immer auffälliger wird.

2.2 Modelle, die das Zusammenwirken verschiedener Faktoren zu erklären versuchen

Integrative Modelle versuchen zu erklären, wie verschiedene Faktoren (z.B. biologische und soziale) bei der Entstehung von ADHS zusammenwirken. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich zwar und stellen u.a. unterschiedliche kognitive und biologische Defizite in den Vordergrund, stimmen aber auch in vielem überein. Wichtig ist, dass es sich um theoretische Annahmen handelt, die zwar plausibel aber nur zum Teil empirisch belegt sind. Das folgende Schema gibt vereinfacht den heutigen Konsens unter verschiedenen Wissenschaftlern wieder:

ADHS-Schema

Es folgen ein paar kurze Erläuterungen zu dem Schema:

  1. Ausgegangen wird von angeborenen biologischen Auffälligkeiten (u.a. bei den oben erwähnten Botenstoffen).
  2. Über die Auswirkungen dieser Veranlagungen sind sich verschiedene Forscher nicht einig:
    • Douglas (1980) meint, dass das betroffene Kind seine Aktivierung oder seine Wachheit nur in geringem Maße selbst beeinflussen kann, es hat also kaum die Fähigkeit, seine Wachheit an bestimmte Anforderungen anzupassen und kann somit insgesamt sein Verhalten nur schwer selbst regulieren. Als Folge
      • ist es kaum in der Lage seine Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten und
      • versucht es seine häufige Unteraktivierung auszugleichen, indem es sich vielen interessanten äußeren Dingen zuwendet (was sehr gut geht, indem es durch einen Raum rennt).
      • kann es kaum, bestimmte Impulse und Reaktionen unterdrücken.
      • fällt es dem ADHS-Kind auch schwer, sein Verhalten vorher zu planen oder kurz zu überlegen, welche Konsequenzen es haben könnte.
      • hat es Probleme, seine Stimmungen oder seine Motivation selbst zu beeinflussen
    • Nach Barkley (1997) ist es ADHS-Kindern nur eingeschränkt möglich, ausdauernd auf ein bestimmtes Ziel hin zu arbeiten, sofern sie nicht von außen häufige Anreize zum Weitermachen bekommen und ihnen jemand hilft, die Aufgabe zu strukturieren. Anders als bei Douglas entstehen Probleme also nur in bestimmten Situationen.
  3. Folge ist, dass das Kind die für ADHS Kinder typischen Verhaltensweisen entwickelt: Impulsivität, Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit. Bestimmte Dinge fallen einem solchen Kind sehr schwer:
    • Fast nie plant es einzelne Schritte vor dem Beginn einer Aufgabe.
    • Bei einer einmal begonnenen Sache verliert es schnell das Ziel aus den Augen, statt sein Vorgehen bewusst zu steuern und zu überwachen.
    • Außerdem ist ein ADHS-Kind kaum in der Lage, aus Erfahrung zu lernen, welche Merkmale einer Aufgabe wichtig sind und beachtet werden sollten und welche nicht.
  4. Diese Verhaltensweisen ziehen verschiedene negative Konsequenzen nach sich. Vor allen Dingen reagieren viele Personen in der Umwelt des Kindes mit Kritik, Zurechtweisungen und Strafen.
  5. Es fühlt sich oft von Erwachsenen und von Gleichaltrigen abgelehnt und kann deshalb nur ein unzureichendes Selbstwertgefühl entwickeln, was sich u.a. in großen Stimmungsschwankungen und häufigen Wutausbrüchen äußert.
  6. Auf verschiedene Art und Weisen versucht das Kind sein Selbstwertgefühl zu kompensieren:
    • es spielt den Klassenclown oder
    • flüchtet in totale Ablehnung von allem Schulischen.
Letzteres führt auch dazu, dass schulische Anforderungen immer mehr gemieden werden und so oft eh schon bestehende Wissensdefizite noch gravierender werden.
Insgesamt gerät das Kind dadurch in einen Teufelskreislauf:
Sein impulsives, hyperaktives Verhalten zieht Konsequenzen nach sich, die wiederum zurückwirken und eine Zunahme der ADHS-Symptomatik bewirken: Beispielsweise nehmen die Wissensdefizite in der Schule zu und erschweren zusätzlich das konzentrierte Arbeiten an einer Aufgaben; oder das Gefühl, nicht gemocht zu werden und alles falsch zu machen, bewirkt eine verstärkte Erregung und motorische Unruhe in schulischen Situationen.
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3. Wie kann man ADHS diagnostizieren?

In verschiedenen Elternratgebern und im Internet finden sich oft Checklisten oder Beurteilungsbögen, mit deren Hilfe Eltern feststellen können, ob ihr Kind in verschiedenen Bereichen auffällig ist. Sie können aber nur erste Hinweise auf eine ADHS-Störung liefern. Eine Diagnose können nur Fachleute stellen, z.B. Kinderärzte, Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder Psychologen die als Kinder- und Jugendtherapeuten arbeiten.

Eine ADHS-Störung zu ermitteln ist nicht einfach: Bei vielen Auffälligkeiten ist der Übergang zu normalem altersgemäßen Verhalten fließend; außerdem gibt es einige andere Störungen, die mit ähnlichen Problemen verbunden sein können, z. B. Ängste oder emotionale Belastungen. Deshalb ist eine sehr umfassende Diagnostik wichtig: Es sollten verschiedene Befragungen und Tests durchgeführt werden, für die mindestens 3 Termine bei einem Arzt oder Psychologen benötigt werden, um eine sichere Diagnose stellen zu können und alle notwendigen Informationen für eine nachfolgende Therapie zu erhalten.

In einer solchen Diagnostik lassen sich 3 Phasen unterscheiden : In der ersten Phase geht es um die ADHS-Symptome sowie um Hinweise auf weitere Störungen, in der zweiten wird eine Intelligenz- und Leistungsdiagnostik durchgeführt und in der dritten beschäftigt sich der Diagnostiker mit Beziehungen innerhalb der Familie des Kindes.

  • Ermittlung der ADHS-Symptome
    Während der ersten diagnostischen Phase sollten emotionale und Verhaltensauffälligkeiten des Kindes genau erfasst werden. Dabei versucht der Diagnostiker im Idealfall sich ein sehr breites Bild von den Problemen des Kindes zu machen: Ihn interessieren z B. Probleme in der Familie, in Schule oder Kindergarten und allgemeine Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Kindern. Er versucht auch festzustellen, ob vielleicht mehrere Störungen gleichzeitig vorliegen. Deshalb werden außer den Eltern auch Lehrer oder Erzieher befragt und, sofern es alt genug ist, das Kind selbst. Alle werden vom Diagnostiker interviewt (Lehrer oder Erzieher evtl. telefonisch) und sollen zusätzlich Fragebögen ausfüllen. Natürlich bildet sich der Diagnostiker auch ein eigenes Urteil, nachdem er das Kind kennengelernt und häufiger beobachtet hat. Bei der Befragung der Eltern ist wichtig, dass beide Elternteile Auskunft geben und das Kind dabei nicht anwesend ist, denn gerade, bei einer genauen Darstellung seiner Probleme fühlt es sich wie "auf der Anklagebank" - kein guter Anfang für eine Therapie. Wenn es oft Probleme bei der Erledigung der Hausaufgaben gibt, werden diese auch einmal in der Untersuchungssituation unter Beobachtung des Therapeuten durchgeführt. So kann festgestellt werden, ob sich das Kind unter optimalen Rahmenbedingungen besser konzentrieren kann. Es ist wichtig in dieser ersten diagnostischen Phase so ausführlich vorzugehen, zum einen, weil verschiedene Personen gleiches Verhalten oft sehr unterschiedlich beurteilen. Zum anderen können sich erste Hinweise darauf ergeben, dass einige Auffälligkeiten nur in bestimmten Situationen, beispielsweise in der Schule auftreten. Wenn dies der Fall ist, ist die Störung wahrscheinlich nicht so stark ausgeprägt.
  • Intelligenz- und Leistungsdiagnostik
    In der nächsten diagnostischen Phase sollte eine Intelligenz- und Leistungsdiagnostik durchgeführt werden. Hintergrund ist, dass intellektuelle Überforderungen in der Schule eine wichtige Ursache für eine ADHS-Störung sein können und auch umgekehrt die Störung oft Schulprobleme nach sich zieht. Zur Erfassung der schulischen Leistungen werden oft Lehrerfragebogen eingesetzt. Zusätzliche Intelligenz- und Leistungstests liefern weitere Hinweise auf die allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit des Kindes. Während solcher Tests kann der Diagnostiker viel zusätzlich über das Kind erfahren: So achtet er beispielsweise darauf, ob das Kind besonders ablenkbar ist, eine hohe Frustrationstoleranz zeigt oder besonders ängstlich wirkt. Wichtig sind optimale Bedingungen bei der Durchführung von Tests. Wenn es dem Testleiter nicht gelingt, das Kind zu motivieren und ihm zu helfen, bei der Sache zu bleiben, spiegelt der Intelligenztest nicht die tatsächliche intellektuelle Leistungsfähigkeit des Kindes wieder.
  • Familiendiagnostik
    Ein dritter wichtiger Bereich ist die Familiendiagnostik. Familiäre Belastungen und Probleme in den Eltern-Kind-Beziehungen zu erfassen ist wichtig, weil hier bedeutende Ansatzpunkte für eine spätere Therapie liegen. Alle Familienmitglieder werden gebeten, einen Fragebogen auszufüllen und ihre subjektive Sicht zu bestimmten familiären Aspekten, z.B. zur Kommunikation innerhalb der Familie, darzustellen. Auch jüngere Kinder werden dabei miteinbezogen. Zusätzlich interviewt der Diagnostiker jedes Familienmitglied, dabei geht es auch um spezielle Belastungen, wie Krankheiten oder Behinderungen innerhalb der Familie. Abschließend versucht er sich ein Urteil über die familiäre Gesamtsituation zu verschaffen.
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4. Therapie

Wenn sich Eltern entscheiden, ihr Kind in therapeutische Behandlung zu geben, stehen sie oft ratlos vor einer undurchschaubaren Fülle von Therapieangeboten. Zunächst müssen sie allerdings eine grundsätzliche Entscheidung treffen: Sie können ihr Kind entweder medikamentös behandeln lassen, ein Schritt, vor dem viele Eltern gerade bei jüngeren Kindern zunächst zurückschrecken, oder psychotherapeutische Hilfe suchen, die es heute in verschiedensten Formen gibt. Im folgenden wird kurz auf beide Alternativen eingegangen, wobei es zunächst um die Behandlung von Kindern im Grundschulalter dann um die von Vorschulkindern geht.

4.1. Behandlungen im Schulalter
  1. Psychotherapeutische Interventionen

    Verschiedene Behandlungsmethoden lassen sich danach einteilen, ob sie in erster Linie bei dem betroffenen Kind selbst ansetzen, bei seiner Familie oder in der Schule.

    Grundlage für alle Interventionen ist eine ausführliche Beratung von Eltern, Lehrern und dem Kind selbst (wenn es alt genug ist); alle Betroffenen werden über ADHS im allgemeinen sowie verschiedene Behandlungsmöglichkeiten informiert und bekommen erste Tipps, wie sich der Alltag mit dem ADHS-Kind besser bewältigen lässt.

    • Behandlungen, die beim Kind selbst ansetzen

      Hier gibt es Maßnahmen, die sogenannten Selbstinstruktionstrainings, in denen das Kind lernt, seine Aufmerksamkeit länger auf eine bestimmte Aufgabe zu richten und Probleme systematisch zu lösen, indem es sich selbst Anweisungen gibt. Andere Verfahren (Selbstmanagement-Verfahren) befähigen das Kind, besonders in der Schule oder zu Hause auf sein Problemverhalten zu achten, es durch angemessenere Verhaltensweisen zu ersetzen und sich selbst zu belohnen, sofern eine Verhaltensänderung gelingt.

    • Behandlungen, die bei der Familie ansetzen (Elterntrainings)

      Elterntrainings versuchen das tägliche miteinander Leben und Umgehen von Eltern und Kindern zu verändern. Zunächst werden die wichtigsten Probleme und die schwierigsten Situationen in der Familie herausgearbeitet. Gemeinsam mit Eltern und Kind werden dann Maßnahme zu ihrer Lösung erarbeitet. U.a. lernen Eltern, erwünschtes Verhalten ihrer Kinder zu belohnen und hingegen das Problemverhalten nicht weiter zu beachten.

    • Interventionen in der Schule

      Es werden Maßnahmen erarbeitet, die auf eine Verminderung der Verhaltensprobleme in der Schule abzielen. Ähnlich wie bei den Elterntrainings lernen auch Lehrer, das ADHS-Kind zu belohnen, sofern es erwünschtes Verhalten zeigt, z.B. ruhig sitzt oder ausdauernd an einer Aufgabe arbeitet. Problematisches Verhalten muss hingegen angemessen bestraft werden. Wichtig ist, schon Anstrengungen zur Bewältigung einer Aufgabe zu belohnen, unabhängig vom konkretem Ergebnis. Häufig ist Lob alleine nicht ausreichend, deshalb sollten Belohnungssysteme eingesetzt werden.

    • Kombinationsbehandlungen zeigen die besten Ergebnisse

      Für alle genannten Maßnahmen gilt eine zumindest begrenzte Wirksamkeit als belegt, besonders wenn mehrere Interventionen miteinander verbunden werden.

      Solche Kombinationsbehandlungen, die Kind- Familien- und schulbezogene Maßnahmen miteinander verbinden, werden in neueren Behandlungsrichtlinien generell gefordert, weil sich bei den meisten Kindern Beeinträchtigungen in verschiedensten Fähigkeiten und Lebensbereichen zeigen.

      Eltern und Therapeuten müssen darauf achten, dass eine Therapie genau die Probleme angeht, die bei einem speziellen Kind auftreten (Hyperaktivität zu Hause, in der Schule oder in der Familie), denn eine Übertragung bestimmter Lerneffekte von einem Lebensbereich auf einen anderen ist meistens nicht zu erwarten.

    • Weitere therapeutische Maßnahmen können ergänzend sinnvoll sein

      Außer den aufgezählten Therapieansätzen, die zu den verhaltenstherapeutischen gehören, gibt es noch viele weitere von sicherlich sehr unterschiedlicher Qualität. Abzuraten ist von einer Diät-Behandlung, die sich nur selten als wirksam erwies aber sehr aufwendig ist. Außerdem besteht das Risiko von Fehlernährungen. Hingegen hat sich gezeigt, dass Entspannungsverfahren (autogenes Training, progressive Muskelentspannung) sich zusätzlich positiv auswirken, als einzige Maßnahme aber nicht ausreichen. Gleiches gilt für Moto- und Ergotherapie.

      Behandlungen von Problemen, die über ADHS hinausgehen

      Zusätzliche Probleme, wie Lernschwierigkeiten oder emotionale Störungen, haben sich oft derart verselbstständigt, dass sie nicht verschwinden, wenn die ADHS-Symptomatik behandelt wird.Sie sollten deshalb gesondert therapeutisch angegangen werden: Sinnvoll sind z.B. gezielte Nachhilfen oder Trainings zur Verbesserung von sozialen Fähigkeiten.
  2. Behandlung mit Ritalin

    Ritalin gehört zu den Psychostimulanzien, ist das am häufigsten verwendete Medikament zur Behandlung von ADHS und gilt zur Zeit auch als das wirksamste.

    • Wirkung und Nebenwirkungen

      Es zeigt bereits 20 Minuten nach der Einnahme Wirkungen, die etwa 3 bis 4 Stunden anhalten. Viele Kinder nehmen Ritalin deshalb morgens kurz vor Schulbeginn, um während der Schulzeit möglichst aufnahmebereit zu sein. Die Höhe der optimalen Dosis variiert stark von Kind zu Kind und muss deshalb jeweils individuell angepasst werden. In der Regel sind bei der Vergabe von Ritalin kaum Nebenwirkungen zu befürchten, in einigen Fällen kommt es u.a. zu Appetitverlust, Übelkeit und Schlafproblemen. Allerdings treten bei einigen Kindern am Nachmittag bei Nachlassen der Wirkung von Ritalin die Symptome besonders stark auf (Rebound-Effekt). Dem kann aber durch eine Änderung der Dosierung entgegengewirkt werde. Die Gefahr einer Abhängigkeit besteht nicht; auch ein Gewöhnungseffekt, der eine ständige Erhöhung der Dosis erforderlich machen würde, muss nach heutigen Erkenntnissen nicht befürchtet werden. Ca. 85% der mit Ritalin behandelten Kinder profitieren kurzfristig: Überaktivität und Impulsivität verringern sich deutlich, die Konzentrationsfähigkeit nimmt zu, während sich die Ablenkbarkeit vermindert, so dass vor allem Störungen im Unterricht deutlich seltener vorkommen. Oft normalisiert sich das Verhalten im Unterricht und zu Hause sogar ganz. Trotzdem gibt es keine Hinweise auf eine deutliche Verbesserung der Schulleistungen, was bei den großen Wissens-Defiziten, die oft bei ADHS-Kindern im Laufe der Jahre entstanden sind, nicht verwunderlich ist. Die Wirkung von Ritalin scheint auch nur so lange anzuhalten, wie das Medikament tatsächlich gegeben wird.

    • Kombination mit Psychotherapie ist besonders effektiv
      Generell ist eine zusätzliche Psychotherapie auch bei der Vergabe von Ritalin auf jeden Fall ratsam:
      Abgesehen davon, dass eine Kombinationsbehandlung in den meisten Fällen wirksamer ist, als Ritalin allein (wenn auch nur etwas), kommen kombiniert behandelte Kinder in der Regel mit einer geringeren Medikamentenmenge aus. Vor allen Dingen wurde die langfristige Wirkung der Behandlung mit ausschließlich Ritalin bisher nicht eindeutig nachgewiesen. Eine Kombination mit anderen psychotherapeutischen Maßnahmen vergrößert die langfristigen Chancen einer Verbesserung.

Abschließend noch einmal ein Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten im Schulalter:

Art der Intervention Wann ist die Maßnahme sinnvoll? Beschreibung der Intervention Wirksamkeit belegt?
Aufklärung und Beratung von Eltern und Lehrern Am Beginn jeder Intervention unbedingt notwendig; gilt als Grundlage aller weiterer Behandlungen Allgemeine Information über ADHS Eltern lernen allgemeine Strategien des Umgangs mit dem Kind Keine Untersuchungen
Pharmakotherapie mit Ritalin Wenn ADHS-Syndrom sehr stark ausgeprägt und akuter Handlungsbedarf besteht (z.B. wegen einer drohenden Sonderschuleinweisung)   JaWirkung ist besonders hoch bei Kombination mit verhaltens-therapeutischen Maßnahmen, Ritalin alleine hat geringe Langzeiteffekte
Interventionen in der Schule Aufmerksamkeitsprobleme treten ausschließlich in der Schule auf Lehrer lernen positives Verhalten durch Token-systeme zu belohnenUnd auffälliges Verhalten durch negative Konsequenzen zu reduzieren Ja, wirkt sich zum Teil auch auf die Schulleistungen aus
Elterntrainings und Interventionen in der Familie ADHS-Syndrom hauptsächlich in der Familie u.a. Veränderung des miteinander Umgehens von Eltern und KindernEltern lernen nur erwünschtes Verhalten zu verstärkenEinsatz von Belohnungssystemen Ja, besonders bei Kombination mit Selbstinstruktions-trainings
Selbstinstruktionstrainings Sollte nur ergänzend, also in Kombination mit anderen Verfahren (Elterntraining, Schulintervention eingesetztWerden) verbessern die Problemlösetrategien des Kindes und befähigen es, sein Verhalten besser zu steuern Verbesserungen in einigen Bereichen(Mathematikleistungen, visuomotorischer Können)in anderen nicht (Gedächtnis, Leseleistungen)
      kein Nachweis der Verallgemeinerung von Effekten auf Alltagsprobleme (wie Hausaufgaben)
Selbstmanagment-Verfahren Frühstens am Ende der Grundschulzeit Kind lernt, sein eigenes Problemverhalten wahrzunehmen, sich Ziele zu setzen, und sich selbst zu belohnen, wenn eine Verhaltensänderung gelingt Wenige Untersuchungen,verbessert die Wirkung anderer Interventionen
4.2. Behandlung im Vorschulalter
Ein Vorschulkind ist entwicklungsbedingt noch besonders von Menschen in seiner Umwelt abhängig. Deshalb sind familien- und kindergartenzentrierte Interventionsformen besonders wichtig, empfohlen wird außerdem die Förderung in speziellen Vorschuleinrichtungen. Außerdem kann dem ADHS-Vorschulkind mit einem Spieltraining geholfen werde, das auf die Steigerung des intensiven und ausdauernden Spiels bei Kindern zwischen 3 und 6 Jahren, zielt. Ritalin erwies sich bei Kindern dieses Alters als deutlich weniger effektiv als bei Schulkindern, und wird nur eingesetzt in Kombination mit den zuvor genannten Maßnahmen, wenn diese nicht wirksam sind.
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5. Abschließende Tipps zum Umgang mit einem ADHS Kind

5.1 Tipps für Lehrer

Die folgenden Beispiele stammen aus einem Text von Cordula Neuhaus, der darüber hinaus noch viele weitere Ratschläge enthält:

Unterrichtstruktur
  • Ein ADHS-Kind braucht eine möglichst feste Unterrichts-Struktur, z.B. viele konkrete Anweisungen und eine Überprüfung ihrer Einhaltung und immer wieder Hilfestellungen.
  • Platzieren Sie das ADHS Kind in der Klasse so, dass Sie ständigen Kontakt zu ihm herstellen und seine Aufmerksamkeit wiederholt auf Wichtiges lenken können (möglichst nonverbal und ohne dass es zur Bloßstellung vor dem Rest der Klasse kommt)
  • Versuchen Sie dem Kind die Hausaufgaben am Anfang der Stunde, wenn es noch aufnahmebereit ist, zu sagen und tragen sie sie evtl. direkt ins Aufgabenheft ein.
  • Hilfreich ist es oft, Verträge für Kleinigkeiten abzuschließen (Immer, wenn Du am Anfang der Mathestunde Deine Mathesachen genauso schnell bereit legst wie die anderen, bekommst Du einen Punkt!) und ihre Einhaltung zu überwachen. Punkte können dann in Belohungen eingetauscht werden.
  • Nehmen Sie "Explosionen" des Kindes nicht persönlich, gehen sie zunächst zur Tagesordnung über und besprechen sie die Situation erst, wenn das Kind sich wieder beruhigt hat. Bei sehr großer Erregung (Wutausbrüchen) das Kind evtl. kurz aus der Klasse herausnehmen.
Positive Beziehung zwischen Kind und Lehrer
  • Ermahnen und moralisieren Sie möglichst wenig, auch Klagen bei den Eltern (denen die Probleme sowieso bekannt sind) helfen wenig, Bloßstellungen vor seinen Mitschülern steigern seine Erregung nur weiter.
  • Loben Sie das Kind, schon wenn es sich anstrengt, egal, wie das Handlungsergebnis aussieht
  • Viele Kinder haben besondere Kenntnisse und Interessen, und können durch deren häufige Hervorhebung motiviert werden.
  • Besonders wichtig ist, das "Problemkind" spüren zu lassen, dass Sie es trotz seiner Schwierigkeiten sehr mögen und ihm wirklich helfen wollen. ADHS Kinder sind dafür sehr sensibel und beginnen für ihren Lehrer zu arbeiten, was Ihnen auf Dauer den Unterrichtsalltag sehr erleichtern wird!
5.2. Tipps für Eltern

Folgende Tipps sind einem Therapieprogramm von Döpfner 1997, entnommen. Es enthält zahlreiche weitere konkrete Verhaltensvorschläge, die im Rahmen eines Elterntrainings unter Anleitung eines Therapeuten systematisch besprochen und durchgeführt werden können.

Verbesserung des Selbstwertgefühls:
  • Betrachten Sie Ihr Kind mehr von seiner positiven Seite! Achten Sie z.B. auf positive Kleinigkeiten im Alltag oder Eigenschaften, die Ihnen an Ihrem Kind besonders gefallen.
  • Zeigen Sie es dem Kind auch möglichst oft, wenn Sie etwas gut finden, sprechen Sie oft mit ihm über seine Stärken.
  • Loben Sie Ihr Kind schon, wenn es sich bemüht, egal wie das Ergebnis einer Anstrengung aussieht. So ist es eher motiviert auch schwierige Aufgaben anzugehen.
Durchsetzen von Aufforderungen:
  • Geben Sie Ihrem Kind nur solche Aufforderungen, die Sie auch bereit sind durchzusetzen! Nur so lernt es, Sie auch wirklich ernst zu nehmen.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind möglichst wenig abgelenkt ist, wenn Sie eine Aufforderung äußern. Ungünstig sind Situationen, in denen es sich intensiv einer Lieblingstätigkeit, die sich schwer unterbrechen lässt (z.B. eine spannende Fernsehsendung) widmet.
  • Wichtig ist, dass Sie konsequent reagieren, nachdem Sie Ihr Kind zu etwas aufgefordert haben:
    • Loben Sie Ihr Kind, wenn es die Aufforderung befolgt!
    • Wenn nicht, führen Sie negative Konsequenzen möglichst sofort durch. Sinnvoll ist, das Kind einen Schaden wieder gut machen zu lassen (z.B. verschütteten Tee aufwischen) oder es kurz aus der Situation herauszunehmen. Wichtig ist, dass ein Regelverstoß immer negative Konsequenzen nach sich zieht.
Hausaufgaben:
  • Ihr Kind sollte unbedingt ein Aufgabenheft führen, in das alle Hausaufgaben eingetragen werden.
  • Richten Sie einen festen Platz für Hausaufgaben ein.
  • Alle Ablenkungen sollten während der Hausaufgaben weitgehend ausgeschaltet werden: Es sollten keine Spiele in der Nähe liegen oder das Kind durch ein Fenster viele interessante Dinge draußen im Blick haben. Schirmen Sie am besten auch Geräusche soweit wie möglich ab.
  • Hausaufgaben sollten möglichst immer an der gleichen Stelle im Tagesablauf erledigt werden, also z.B. immer nach dem Mittagessen.
  • Hausaufgaben sind für ADHS-Kinder besonders anstrengend. Belohnen sie deshalb Ihr Kind, wenn es sie erledigt hat.
  • Wenn Sie seine Aufgaben kontrollieren und Fehler verbessern, loben Sie Ihr Kind auf jeden Fall für das, was es gut und richtig gemacht hat.
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Verwendete Literatur:

Döpfner, M.; Schürmann, S.;Frölich, J. 1997: THOP. Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten. Weinheim/Basel: Beltz,

Lauth, G.W.; Schlottke, P.F. Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern. Diagnostik und Therapie. Weinheim: Psychologie-Verlags-Union, 1995

Neuhaus, C.: Tipps für Pädagogen. Ein Kind mit Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom im Unterricht. Iserlohn: Medice

Buchempfehlungen für Eltern aus Döpfner 1997:

Wender, P.H.. Das hyperaktive Kind. Ravensburger Buchverlag Otto Maier, Ravensburg, 1991.

Eichelseder, W.: Unkonzentriert? Hilfen für hyperaktive Kinder und ihre Eltern. Beltz, Weinheim, 1995.

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Links zum Thema ADHS - Informationen für Betroffene, Eltern und Lehrer

(die ersten vier sind die wichtigsten)

http://www.adhs.ch
  • von Ärzten gestaltet, sehr breites Themenspektrum zu ADHS abgedeckt (u.a. ausführlicher Elternratgeber, ADHS im Erwachsenenaltern, Buchempfehlungen)
  • macht einen übersichtlichen und seriösen Eindruck;
  • Fragen werden online beantwortet, häufige Fragen und Antworten erscheinen auf der Seite
  • Ausführliche Linksammlung
http://www.hypies.de/
  • sehr kreativ gestaltet,
  • gilt als die klassische Szene-Seite auch bei anderen Linkverweisen
  • enthält u.a. viele unkonventionelle Informationen, z.B.Tipps für ADHSler, um durch den Alltag zu kommen (inneres Sprechen, Cola trinken, Lernstrategien) oder Darstellung von ADHS in der Presse
http://www.zappelphilipp.de/
  • sehr informativ: ausführliche Infos für Eltern, Lehrer, u.a. über Diagnose und Therapie
  • Chatrooms und Foren
http://www.ads-hyperaktivitaet.de/
  • Ausführliche Informationen zu den vielfältigsten ADHS-Themen
  • Infos für Lehrer, Eltern und Betroffene
  • Gesprächskreise und Elterngruppen
  • Links und Literatur
http://www.hyperaktiv.de/
  • Pressespiegel,
  • Tipps für Lehrer und Eltern,
  • wissenschaftliche Artikel,
  • Austausch mit anderen Internet-Besuchern möglich,
  • Angebot, newsletter zu abonnieren (d.h., man meldet sich an und bekommt alle 14 Tage aktuelle Infos
http://home.foni.net/~hthoene/schreibabies.htm
  • Information einer Mutter über Umgang mit Schreikind
http://www.schulpsychologie.de/start/eltern.htm
2 ganz interessante PDF-Dokumente:
  • Ein Informationsblatt zum Verständnis von und zum Umgang mit Schülerinnen und Schülern, die diese Probleme haben. (Stadt Velbert)
  • Vom Umgang mit überaktiven Kindern Informationsbroschüre für Eltern (Schulpsychologischer Dienst der Stadt Detmold)
http://www.schulpsychologie-detmold.de
  • anschaulicher Text über ADHS mit vielen Bildern
http://www.opti-mind.de
  • Seite des Instituts zur Vermittlung von neuropsychologischem Wissen über Lernen, Gedächtnis, Konzentration und zur Entwicklung von Lösungsstrategien bei Aufmerksamkeitsstörung, Gedächtnisstörung, Lern- und Verhaltensproblemen
  • Informationen zur Störung,
  • Sammlung von Zeitungsberichten
Adressen von Initiativen und Elternverbänden
 
http://www.osn.de/user/hunter/baddmitg.htm
Bundesverbandes der Elterninitiativen zur Förderung hyperaktiver Kinder e.V.
 
http://www.juvemus.de/
Vereinigung zur Förderung von Kindern und Erwachsenen mit Teilleistungsschwächen e.V.
Gesprächskreise, Symposium, Bücherlisten, Infoblatt zu abonnieren
 
http://www.s-line.de/homepages/ads/
Seite einer Elterninitiative, u.a. Online-Beantwortung von Fragen
 
http://www.adhs-deutschland.de
Zusammenschluss des AÜK  (= Bundesverband Arbeitskreis überaktives Kind) mit dem Bundesverband Aufmerksamkeitsstörung/ Hyperaktivität (BV-AH) e. V.
Infos über Telefonberatung, Selbsthilfegruppen, Zeitschrift, Filmreihe