Angststörungen
 
 
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Uni von A-Z
Bielefeld University > Abteilung für Psychologie > Psychotherapeutische Ambulanzen an der Universität Bielefeld (PAB) > Therapieangebot > Angststörungen
  

Soziale Phobie

Das Hauptmerkmal der sozialen Phobie besteht in einer ausgeprägten und anhaltenden Angst vor sozialen Situationen oder Leistungssituationen, in denen man mit unbekannten Personen konfrontiert ist oder von anderen Menschen beurteilt werden könnte. Dies sind häufig Situationen, in denen der oder die Betroffene im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Menschen mit einer sozialen Phobie befürchten in diesen Situationen, ein Verhalten zu zeigen, das peinlich oder demütigend sein könnte bzw. dazu führen könnte, von anderen Personen negativ bewertet zu werden. Diese Befürchtungen führen bei den Betroffenen zu Angst, Scham und Anspannung in sozialen Situationen. Die Probleme können auf einzelne Situationen bezogen sein oder sie können in einer Vielzahl von Situationen auftreten. Typische Situationen sind in der Öffentlichkeit zu sprechen, zu schreiben oder zu essen, mit unbekannten Personen Smalltalk zu halten, eine Rede zu halten, unbekannte Menschen anzusprechen oder Rendevouz-Situationen. In den gefürchteten Situationen treten üblicherweise eine Reihe von körperliche Reaktionen auf, wie z.B. Zittern, Erröten, Schwitzen oder Stottern, wobei die Betroffenen Angst haben, dass gerade diese Reaktionen von anderen wahrgenommen und negativ beurteilt werden. Die gefürchteten Situationen rufen fast immer unmittelbare Angstreaktionen hervor und werden entweder vermieden oder unter intensiver Angst ertragen.