Psychotherapeutische Ambulanz der Universität Bielefeld
 
 
Hintergrundbild
Hintergrundbild
Uni von A-Z
Bielefeld University > Abteilung für Psychologie > Psychotherapeutische Ambulanz der Universität Bielefeld
  

Therapieverlauf

Vereinbaren eines Therapieinformationsgesprächs

Wenn Sie an einer Therapie in unserer Ambulanz interessiert sind, können Sie sich mit unserem Sekretariat in Verbindung setzen, um einen Termin für ein Therapieinformationsgespräch zu vereinbaren.
Das ca. halbstündige Therapieinformationsgespräch findet mit einer unserer approbierten Mitarbeiterinnen statt.

In diesem Gespräch erfragen wir Ihr Behandlungsanliegen und erläutern Ihnen die Rahmenbedingungen der Behandlung bei uns an der Ambulanz. Zudem geht es darum zu klären, ob eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll ist und ob diese in unserer Ambulanz durchführt werden kann.

Entscheiden wir im Therapieinformationsgespräch gemeinsam mit Ihnen, dass eine Therapie bei uns in der Ambulanz sinnvoll ist, können wir Sie auf unsere Warteliste aufnehmen. Derzeit liegt die Wartezeit auf einen Therapieplatz bei ca. 4-6 Monaten nach dem Therapieinformationsgespräch. Diese Zeitspanne kann abhängig von der aktuellen Situation jedoch stark variieren, daher macht es Sinn, dass Sie sich hierüber im Therapieinformationsgespräch bei uns informieren.

Wenn Sie zu dem Therapieinformationsgespräch kommen, bringen Sie bitte Ihre Versichertenkarte mit. Sie können sich entweder direkt an uns wenden oder durch Überweisung eines anderen Behandelnden zu uns kommen.

 

Diagnostik und Therapie

Sobald ein Therapieplatz zur Verfügung steht, wird sich Ihr Therapeut/Ihre Therapeutin bei Ihnen melden, um Termine zur Diagnostik und Therapieplanung (sog. „probatorische Sitzungen“) mit Ihnen zu vereinbaren. Insgesamt werden bis zu fünf probatorische Sitzungen und eine biographische Anamnese durchgeführt. Diese probatorischen Sitzungen bedürfen keiner gesonderten Zustimmung der Krankenkasse.
Inhalt dieser probatorischen Sitzungen ist eine ausführliche Diagnostik, um Sie und Ihre Problematik besser zu verstehen und den Behandlungsplan anpassen zu können. Die Diagnostik besteht im Wesentlichen aus einem strukturierten klinischen Interview („SKID“) , Fragebögen, Selbstbeobachtungsprotokollen, Bedingungs- und Verhaltensanalysen sowie der Betrachtung der Biographie und des Krankheitsverlaufs.
Auch wenn das Bearbeiten der zahlreichen Fragen für Sie evtl. etwas mühsam ist, bitten wir Sie hier um Ihre sorgfältige Mitarbeit. Die Untersuchungen dienen einerseits einem genaueren Kennenlernen Ihrer Probleme und andererseits der Beurteilung Ihrer Veränderungen im Therapieverlauf und des Erfolgs der Behandlung bei Therapieabschluss.

Aufbauend auf diesen Informationen wird anschließend gemeinsam mit Ihnen ein Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung Ihrer Problematik entwickelt. Hieraus wird dann ein individueller Behandlungsplan abgeleitet, in dem neben den Therapiezielen auch die jeweiligen Therapiebausteine (d.h. verschiedene kognitiv-verhaltenstherapeutische Methoden) festgelegt und Ihnen erläutert werden.
Um einen effektiven und auf Sie persönlich zugeschnittenen Behandlungsplan zu entwickeln, wird neben einer ausführlichen diagnostischen Untersuchung auch eine enge Zusammenarbeit mit anderen Behandelnden, z.B. Ihrem Hausarzt, angestrebt, wenn Sie dies wünschen.
Um auszuschließen, dass die Probleme auf eine rein organische Ursache zurückzuführen sind, ist eine ärztliche Untersuchung nötig, bevor die Therapie nach den probatorischen Sitzungen bei der Krankenkasse beantragt wird. Dafür erhalten Sie von uns eine Überweisung und einen Konsiliarbericht für Ihre/n Arzt/in.
Nach diesen diagnostischen („probatorischen“) Sitzungen und der biographischen Anamnese stellt Ihr Therapeut/Ihre Therapeutin einen Antrag auf Psychotherapie an Ihre Krankenkasse. Wird dieser genehmigt, kann die Therapie begonnen werden.

 

Dauer

Die Dauer einzeltherapeutischer Behandlungen hängt von der Komplexität der Problematik und Ihren eigenen Zielen ab, meist werden 25 bis 45 Sitzungen je 50 Minuten durchgeführt. Die Therapiesitzungen finden in der Regel einmal wöchentlich statt, in Ausnahmen und nach Bewilligung der Krankenkasse auch mehrmals wöchentlich.

 

Kosten

Anders als die Therapie bei körperlichen Erkrankungen, für deren Kosten Ihre Krankenkasse immer aufkommt, ist Psychotherapie eine "Antragsleistung", das heißt, zu Beginn der Therapie müssen Sie die Übernahme der Behandlungskosten bei Ihrer Krankenkasse, Versicherung oder Beihilfe beantragen. Wie dies genau funktioniert wird Ihre Therapeut/Ihre Therapeutin im Verlauf der probatorischen Sitzungen mit Ihnen besprechen.

Die hierfür erforderlichen Formulare erhalten Sie als gesetzlich Krankenversicherter von uns, als privat Versicherter oder Beihilfeberechtigter von Ihrer Versicherung oder Beihilfestelle. Das Ausfüllen der Formulare erfolgt zum Teil durch Ihren Therapeuten/Ihre Therapeutin und zum Teil durch Sie selbst, wobei wir Ihnen gerne behilflich sind. Wenn Sie hierzu Fragen haben zögern Sie also nicht, und setzten Sie sich mit uns in Verbindung.

 

Behandlungsabschluss/Behandlungserfolg

Zum Abschluss der Therapie wird wie zu Beginn der aktuelle Stand durch verschiedene Fragebögen erhoben, um den Erfolg der Behandlung bewerten zu können. Einige Monate nach Beendigung der Therapie werden nochmals die längerfristigen Therapieergebnisse durch zwei verkürzte Fragebogen-Untersuchungen erfasst.

 

Sie können vereinbarte Termine einmal nicht einhalten...

Der Bedarf an Psychotherapie ist groß, die Zahl von Therapieplätzen jedoch leider begrenzt. Daher müssen Sie und wir darauf achten, dass die vereinbarten Therapietermine pünktlich eingehalten werden. Wenn Sie einen vereinbarten Termin für die Einzeltherapie einmal nicht wahrnehmen können, sagen Sie diesen Termin bitte möglichst früh, spätestens aber einen Werktag vorher ab. Rufen Sie dazu die Nummer 0521/106-2606 an. Auch eine Nachricht über den angeschlossenen Anrufbeantworter oder über Email an pab@uni-bielefeld.de ist möglich. Dies ist erforderlich, damit Ihr/e Therapeut/in die Sitzungen verlässlich planen und freiwerdende Termine rechtzeitig an andere Patienten vergeben kann. Dadurch helfen Sie anderen Patienten, uns und sich selbst, Nachteile zu vermeiden. Bitte beachten Sie die gesonderten Informationen zum Absagen bzw. Nicht-Einhalten von vereinbarten Therapieterminen, die Sie bei Therapiebeginn erhalten.

 

zum Seitenanfang