


Ziel dieser Maßnahme ist es, Studierende vom ersten Semester an mit den für ihr Fachstudium nötigen Kenntnissen und Fertigkeiten auszustatten und dadurch deutlich mehr Studierende als bisher erfolgreich zum Abschluss zu führen. Die Verbindung mit den Maßnahmen zur verbesserten Beratung stellt sicher, dass Studierende, die nicht ausreichende oder passende Voraussetzungen mitbringen, um eine textintensive Disziplin oder ein stark mathematisiertes Fach zu studieren, beim Erwerb notwendiger Kenntnisse und Fähigkeiten unterstützt werden oder ihre Studienfachwahl überprüfen und einen entsprechenden Fachwechsel planen können.
Da die Vermittlung und Aneignung der für das jeweilige Fachstudium grundlegenden mathematischen und literalen Kenntnisse und Fähigkeiten in den BA-Studiengängen stattfindet, waren es die Fakultäten bzw. Fächer, die zunächst darüber entschieden haben, ob es primär mathematische und/oder literale Kenntnisse sind, die für den Erfolg im jeweiligen Studiengang entscheidend sind, und welche konkreten Entwicklungsmaßnahmen zu ergreifen sind, um die akademische Handlungsfähigkeit ihrer Studierenden zu stärken. Weil ihre konkrete Ausgestaltung immer jeweils fachspezifisch ist, soll der Erwerb literaler und mathematischer Kompetenzen ausdrücklich in der Fachlehre, also im Zusammenhang mit fachlichen Inhalten stattfinden. Deshalb ist diese Konzeptionsarbeit auch personell in den Fächern verankert. Im Bereich der literalen Kompetenzen kann auf konzeptionelle Vorarbeiten und die ausgewiesene Expertise des Schreiblabors und des Projekts PunktUm zurückgegriffen werden.
Der Strukturrahmen für die Entwicklung und Implementierung neuer Konzepte in den Fachstudiengängen ist offen und flexibel. Folgende Prozessphasen sollten durchlaufen werden:
Bestandsaufnahme
Welche mathematischen und literalen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden zur erfolgreichen Bewältigung des jeweiligen BA-Studiengangs gebraucht? Wie werden diese Fähigkeiten und Fertigkeiten bisher vermittelt? Wie erfolgreich sind die bisherigen Strategien?
Entscheidung für und Erprobung von Maßnahmen
Es liegt in der Autonomie der Fächer, für welche Art von Entwicklungsmaßnahmen sie sich entscheiden. Die Universitätsleitung überprüft, ob die geplanten Entwicklungsprojekte der Gesamtstrategie und den Zielen entsprechen, die für dieses Maßnahmenfeld gesetzt wurden.
Mögliche Varianten sind:
Die neu entwickelten Maßnahmen werden unter Berücksichtigung des Gesamtziels „Erhöhung des Studienerfolgs“ und in Abstimmung mit dem Studienerfolgs-Monitorings evaluiert.
Studierende werden in den Erhebungs- und Konzeptionsprozess und die kontinuierliche Weiterentwicklung einbezogen. Um den fachübergreifenden Austausch zu fördern, sollen die verantwortlichen Lehrenden in zwei moderierten Expertengruppen („Math-Kom“ und „Lit-Kom“) fachübergreifend zusammenarbeiten. Die fachliche Organisation erfolgt durch die Fakultät für Mathematik, bzw. die zentralen Arbeitsbereiche Lehren & Lernen und Schreiblabor.
Für den Bereich „mathematische und literale Kompetenzen“ wurden 1,5 Stellen für die Koordination der Arbeit in den Expertengruppe im Arbeitsbereich Lehren & Lernen und in der Fakultät für Mathematik, sowie je 8 Stellen zur Vermittlung literaler und mathematischer Kompetenzen in den Fakultäten und Abteilungen geschaffen.