Fakultät für
Soziologie

ORDEX

Organisation, Dauer und Eigendynamik von Gewalt (ORDEX)

Die Forschungsgruppe ORDEX untersucht, wie soziale Situationen entstehen, in denen kontinuierlich oder immer wieder aufs Neue Gewalt stattfindet. Sie besteht seit Dezember 2015 und setzt sich aus Nachwuchswissenschaftler*innen verschiedener Universitäten zusammen. ORDEX steht für das Forschungsinteresse an der ORganisation, Dauer und Eigendynamik von Situationen, in denen Gewalt stattfindet. Das X markiert stellvertretend die diversen Fälle gewaltgezeichneter Situationen, auf die sich das Augenmerk richtet.

Die Forschungsgruppe arbeitet primär mit und an mikro- und organisationssoziologisch orientierten Perspektiven. Die Forschungsarbeit ist sowohl von situationistischen Studien und Theorien kollektiver Gewalt inspiriert als auch von Studien und Theorien, die transsituative Formen sozialer Ordnung für die Analyse fruchtbar machen. Methodologisch geht die Forschungsgruppe in erster Linie fall- und prozessorientiert vor und nutzt interpretative und rekonstruktive Methoden der Datengewinnung und Auswertung. Ein weiterer Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit liegt auf der Entwicklung der Methode zur sequenziellen Ereignisrekonstruktion (SeqER), mit der bereits u.a. die Anschläge durch Dschihadisten in Paris am 13. November 2015 und die Massenerschießungen durch deutsche Ordnungspolizisten in Józefów am 13. Juli 1942 rekonstruiert wurden. 

 

Kontakt

E-Mail: ordex@uni-bielefeld.de

 

Mitglieder

Braunsmann, Katharina, *1993, studiert Soziologie im Master an der Universität Bielefeld und ist dort als Wissenschaftliche Hilfskraft am Arbeitsbereich Soziologische Theorie der Fakultät für Soziologie tätig. Ihre Interessensschwerpunkte umfassen neben der Organisationssoziologie, der Geschlechtersoziologie und der visuellen Soziologie vor allem die Soziologie der Gewalt und die Mediensoziologie. katharina.braunsmann@uni-bielefeld.de

Dratwa, Bastien, *1992, studiert Internationale Kriminologie im Master an der Universität Hamburg und arbeitet als Studentische Hilfskraft an der Professur für Soziologie der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Seinen Bachelor für Soziologie hat er an der Universität Bielefeld erworben. Thematisch interessieren ihn vor allem Geschichte und Theorie der Kriminologie sowie die sozialwissenschaftliche Erforschung von Städten unter besonderer Berücksichtigung von qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung. bastien.dratwa@gmx.de

Fiegenbaum, Laura, *1994, studiert Soziologie im Master an der Universität Bielefeld und ist dort Peer-Tutorin im Projekt Peer Learning im Zentrum für Lehren und Lernen (ZLL). Ihre Interessenschwerpunkte sind Gewaltsoziologie, Organisationssoziologie, Netzwerktheorie und qualitative Forschungsmethoden. laura.fiegenbaum@uni-bielefeld.de  Publikationen:

  • Koepp, T. & Fiegenbaum, L. (2017): Theoretische und methodische Problemstellungen soziologischer Prozessforschung. Veranstaltungsbericht. In: Soziopolis. Gesellschaft beobachten (externer Link).
  • Fiegenbaum, L. (2016): Ordnung der sozialen Umordnung. Eine Zugfahrtgeschichte. In: sozusagen. Bielefelder Studierendenmagazin. Wintersemester 2015/16.

Hauffe, Tobias

Hoebel, Thomas, *1981, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Interdisziplinäre Arbeitswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover. Seine Interessenschwerpunkte umfassen die Organisationssoziologie, die Soziologie der Gewalt und die Methodologien qualitativer Sozialforschung. thomas.hoebel@wa.uni-hannover.de  Publikationen:

  • Aljets, E. & T. Hoebel, 2017: Prozessuales Erklären. Grundzüge einer primär temporalen Methodologie empirischer Sozialforschung. Zeitschrift für Soziologie 46: 4–21.
  • Hauffe, T. & T. Hoebel, 2017: Dynamiken soziologischer Gewaltforschung. Soziologische Revue 40: 369–384.
  • Hoebel, T., 2014: Organisierte Plötzlichkeit. Eine prozesssoziologische Erklärung antisymmetrischer Gewaltsituationen. Zeitschrift für Soziologie 43: 441–457. 

Ionescu, Dominic, *1983, arbeitet als hauptamtlicher Mitarbeiter im sozialpädagogisch arbeitenden Fan-Projekt Bielefeld e.V., einer gewaltpräventiven Einrichtung der Jugendhilfe, und als Wissenschaftliche Hilfskraft im Praktikumsbüro der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Er hat Soziologie an der Universität Bielefeld studiert. Aktuelle Forschungsinteressen liegen in der Organisationssoziologie, vor allem in entscheidungs- und wissenstheoretischen Perspektiven, der Gewaltsoziologie sowie der Fanforschung. dominic.ionescu@uni-bielefeld.de  Publikationen:

  • Ionescu, D. (2015): "Befehl ist Befehl". Drei Fälle systemfunktionaler Rollendistanz im Holocaust. S. 241260 in: A. Gruber & S. Kühl (Hrsg.), Soziologische Analysen des Holocaust. Wiesbaden: Springer VS.
  • Ionescu, D. (2015): Rezension: Shils, Edward A./Janowitz, Morris (1948): Cohesion and Disintegration in the Wehrmacht in World War II. S. 630633 in: S. Kühl (Hrsg.), Schlüsselwerke der Organisationsforschung. Wiesbaden: Springer VS.

Klisch, Fabian, *1989, studiert Soziologie im Master an der Universität Bielefeld mit den Schwerpunkten Organisation und Methoden. Interessensschwerpunkte: Organisations- und Arbeitssoziologie, Soziologie der Gewalt, forensische Psychiatrie. Arbeitet als Wissenschaftliche Hilfskraft bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in einem Projekt zu "Lernförderlichkeit im Dienstleistungssektor - Die Rolle von Führungskräften". fabian.klisch@uni-bielefeld.de

Koepp, Tabea, *1988, studiert Soziologie im Master an der Universität Bielefeld und arbeitet als Wissenschaftliche Hilfskraft bei der soziologisch arbeitenden Organisationsberatung Metaplan in Hamburg. Ihre Forschungsinteressen umfassen neben der Organisationstheorie insbesondere mikrosoziologische und prozesssoziologische Zugänge der Gewaltforschung. Weitere Interessen betreffen die Schnittstelle von Interaktionssoziologie und Organisationssoziologie sowie die Methoden qualitativer Sozialforschung. tabea.koepp@uni-bielefeld.de  Publikationen:

  • Koepp, T. & Fiegenbaum, L. (2017): Theoretische und methodische Problemstellungen soziologischer Prozessforschung. Veranstaltungsbericht. In: Soziopolis. Gesellschaft beobachten (externer Link).
  • Koepp, T. (2016): Flucht und Organisation. Ein Gespräch mit Veronika Tacke über Formalitätskrisen, Krisenstäbe und neue Chefs. In: Soziopolis. Gesellschaft beobachten (externer Link).
  • Koepp, T.  (2015): Rezension: Mechanic, David (1962): Sources of Power of Lower Participants in Complex Organizations. In: S. Kühl (Hg.): Schlüsselwerke der Organisationsforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 457460. 

Kordges, Konstantin, *1993, studiert Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Bielefeld. Seine Forschungsinteressen beinhalten neben soziologischer Theorie hauptsächlich mikrosoziologische Zugänge zur Gewaltforschung. konstantin.kordges@uni-bielefeld.de

Schattka, Chris, *1988, studiert Soziologie im Master an der Universität Bielefeld und arbeitet dort als Wissenschaftliche Hilfskraft im Praktikumsbüro. Seine Interessenschwerpunkte umfassen die Politische Soziologie, die Organisationssoziologie und die Soziologie der Gewalt. chris.schattka@uni-bielefeld.de  Publikationen:

  • Schattka, C., 2015: Die (In-)Transparenz der Piratenfraktion. Über die Folgen öffentlicher Fraktionssitzungen. 360° Das studentische Journal für Politik und Gesellschaft 10: 6169.
  • Schattka, C., 2016: "Wir sahen überall Feinde". Die paranoide Selbstzerstörung der Roten Khmer. Soziologiemagazin 9: 8195. 

Wagner, Kathrin, *1991, studiert Soziologie im Master an der Universität Bielefeld. Aktuell arbeitet sie als Wissenschaftliche Hilfskraft an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) im Forschungsgebiet III. 2 "Kriminalistik - Grundlagen der Kriminalstrategie". Von Dezember 2015 bis Juni 2017 war sie Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für interdisziplinäre Konflikt und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld im Projekt "Soziologische Analyse des bewegungsförmigen Rechtsextremismus". kathrin.wagner@uni-bielefeld.de