Fakultät für
Soziologie

Abstracts schreiben

Wenn Sie häufig Texte aus Fachzeitschriften lesen, dann kennen Sie das: in der Regel beginnen die Artikel nicht direkt mit der Einleitung, sondern mit einem Abstract, der als kurze Zusammenfassung fungiert. Die Lesenden haben dadurch die Möglichkeit, schnell zu erfassen, welche Fragestellung die betreffenden Autorinnen und Autoren behandeln und zu welchem Ergebnis sie kommen. Interessierte können somit schnell prüfen, ob der Text für sie relevant ist.

Im Grunde erfüllt ein Abstract die gleiche Funktion wie eine Einleitung: Erwartungen klären, Bezugsproblem nennen, Ergebnis skizzieren, methodisches Vorgehen erläutern. Der zentrale Unterschied ist, dass Abstracts wesentlich kürzer gehalten sind als Einleitungen. So erwartet die Redaktion der Zeitschrift für Soziologie zum Beispiel eine Zusammenfassung von maximal 120 Wörtern (externer Link).

Es ist in der Regel nicht selbstverständlich,dass Lehrende von Ihnen einen Abstract  erwarten, den Sie ihrem eigentlichen Text voranstellen, wenn Sie eine Haus-, Bachelor- oder Masterarbeit abgeben. Wir empfehlen Ihnen, dennoch eine solche Zusammenfassung im Umfang von 100 bis 150 Wörtern zu schreiben. Sie dient vor allem zu Ihrer Selbstkontrolle. Sie können dadurch prüfen, ob Sie in der Lage sind, kurz und prägnant sagen zu können, was Sie in Ihrer Arbeit herausgefunden haben.

Ein handwerklicher Tipp: markieren Sie zunächst in Ihrem fertigen Text diejenigen fünf bis sechs Schlüsselsätze oder Schlüsselpassagen, in denen Sie Kernaussagen Ihrer Arbeit formuliert haben. Kopieren Sie diese Sätze oder Passagen in der Reihenfolge ihres Erscheinens in einen ersten Abstract-Entwurf, am Besten direkt hintereinander weg. Überarbeiten Sie nun diesen ersten Entwurf zu einem aussagekräftigen Kurztext, der Ihre Arbeit inhaltlich und methodisch charakterisiert.

 

Schnell weiter

Marcus Fiebig von der Schreibwerkstatt der Uni Lüneburg gibt weitere Tipps, wie Sie schrittweise einen aussagekräftigen Abstract formulieren: externer Link