Transnationalisierung, Entwicklung und Migration



Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Mechanismen der Genese und Reproduktion sozialer Praxis und sozialer Strukturen transnationaler, d.h. grenzübergreifender Beziehungen. Wir unterscheiden dabei Transnationalisierung als grenzübergreifende soziale Prozesse, Transnationale Soziale Räume als grenzübergreifende Sozialformationen und Transnationalität als Heterogenität, die transnationale Beziehungen kennzeichnet. Wir beschäftigen uns insbesondere mit den Implikationen für soziale Ungleichheiten im Hinblick auf Lebenschancen und auf Mitgliedschaft am Beispiel von (Staats)Bürgerschaft.

Derzeit gliedert sich dieses Forschungsinteresse in drei Forschungsfelder: grenzüberschreitende Migration, Formen von Migration und Mobilität und die Transnationale Soziale Frage, also die Politik sozialer Ungleichheiten im Spannungsfeld globaler Norden und globaler Süden. Eine transnationale Perspektive bildet den Hintergrund für alle drei Bereiche: Wie bilden Kategorien von Personen, Organisationen und Staaten grenzüberschreitende soziale Formationen bzw. Räume - wie etwa Diaspora, transnationale Gemeinschaften, transnationale Familien, transnationale soziale Bewegungen, themenzentrierte Netzwerke und Organisationen? Welche Konsequenzen haben transnationale soziale Formationen für Lebenswelten, Lebenschancen, soziale Ungleichheiten und Mitgliedschaft? Die Arbeit des Center on Migration, Citizenship and Development (COMCAD) gründet auch auf der Kritik des methodologischen Nationalismus und versucht angemessene Methoden zu entwickeln und anzuwenden, die dieses Defizit überwinden. Ein wichtiger Teil von Forschung und Lehre sind Drittmittel- und DoktorandInnenprojekte, die sich in den angesprochenen Forschungsfeldern Transnationale Migration, Migration & Entwicklung, Umweltzerstörung und Klimawandel, Transnationale Sozialpolitik und Transnationale soziale Sicherung bewegen.

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