

Die im Jahre 1969 gegründete Fakultät für Soziologie ist in der deutschen Hochschullandschaft eine einzigartige Einrichtung. Die zentralen akademischen Strukturen wurden maßgeblich durch den Soziologen Helmut Schelsky geprägt. Norbert Elias, weltweit bekannter Soziologe, war Ehrendoktor und für einige Jahre Gastprofessor an der Fakultät. An keiner anderen Universität hat die Soziologie die institutionelle Autonomie einer Fakultät. Damit ist die Bielefelder Fakultät eine der größten wissenschaftlichen Institutionen für das Fach Soziologie in Europa. Gleichzeitig bindet sie andere sozialwissenschaftliche Fächer, wie Politikwissenschaft und Sozialanthropologie, in die Lehr- und Forschungszusammenhänge der Fakultät ein, die in Arbeitsbereichen organisiert sind.
Die Größe der Fakultät und ihre interdisziplinären Bezüge spiegeln sich in einem breiten Spektrum an Forschungsthemen wider. Neben theoretischer Grundlagenforschung, wie etwa der Weiterentwicklung soziologischer Systemtheorie im Anschluss an das Werk Niklas Luhmanns, gibt es eine Vielzahl von laufenden Forschungsprojekten, die aktuelle gesellschaftliche Themen zum Gegenstand haben und häufig in Kooperationsbeziehungen mit Einrichtungen im In- und Ausland eingebunden sind (siehe Forschung). An der Fakultät für Soziologie wird die Zeitschrift für Soziologie herausgegeben.
Gegenwärtig bietet die Fakultät sieben Studiengänge an: drei Bachelor-Studiengänge, zwei Master-Studiengänge und einen Promotionsstudiengang, sowie den auslaufenden Diplomstudiengang. An drei weiteren Master-Studiengängen mit interdisziplinärem Charakter ist sie maßgeblich beteiligt (siehe Studium/Lehre).