Personen

Berit Bethke

Institut für Weltgesellschaft
- Graduiertenkolleg -
Fakultät für Soziologie
Universität Bielefeld
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld
Deutschland

Kontakt:
berit.bethke@uni-bielefeld.de
Raum: U10-116
Tel.: +49-521-106-4692

Berit Bethke


Interessenschwerpunkte

Wissenssoziologie, Körpergeschichte, empirische Bildforschung, Visual Culture/Visual Studies


Dissertationsprojekt

Universelle Darstellungen in lokalen Schautafeln.
Eine historische Fallstudie zur Kommunikation qua visueller Medien in der Weltgesellschaft

In der Dissertation soll »Visuelle Kom­munikation« in einer weltgesellschaftlichen Perspek­tive als globales Phänomen in den Blick ge­nommen werden. Hierzu werden Bildmedien zur Gesund­heitserziehung im Hinblick auf interkulturelle Kommunikationsstrategien und -strukturen anal­ysiert. Die Dissertation kann als ein Versuch verstanden werden, »Interkul­turelle Komm­unika­tion« und »Visuelle Kommunikation« anhand eines empi­rischen Forschungsgegenstands zu untersuchen. Auf diese Weise wird die sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Visuellen in die Weltgesellschaftsforschung eingebracht.

Gegenstand der Studie sind Bildtafeln zur Gesundheitserziehung, die vom Deutschen Hygiene Museum Dresden (DHMD) zwischen 1954 und 1980 für je spezifische Ausstellungen in afrika­nischen, arabischen und asiatischen Entwicklungsländern konzipiert und angefertigt wurden. Mittels dieser großflächiger Tafeln wurden vom DHMD, in Kooperation mit lokalen Institu­tionen, »Wissensbilder« entworfen und vermittelt, die »Ansichten« vom menschlichen Körper sowie über Gesundheit und Krankheit präsentieren. Das Forsch­ungsinteresse richtet sich vor allem auf die formalen und inhaltlichen Gestaltungsmerkmale der Medien. Die zu analysierenden Formen und Strukturen der Bildtafeln werden dabei als Aspekte von Kommunikation betrachtet.

Darüber hinaus werden die Produktions- und Präsentationsbedingungen der Medien in die Analyse einbezogen. In Auseinandersetzung mit Weltgesellschaftstheorien wird danach gefragt, welchen Beitrag visuelle Medien bei der Herstellung und Repräsentation von globalen Seman­tiken leisten. Im Zentrum dieser Frage steht das Spannungsverhältnis zwischen universalen »Bildmustern«, die in fast allen Ausstellungen zu sehen sind, und lokalen Bezügen in den Bildtafeln.


Ausbildung und berufliche Tätigkeit

seit 10/2007
DFG-Stipendiatin am Graduiertenkolleg Weltgesellschaft – Herstellung und Repräsentation von Globalität, Universität Bielefeld
02/2007 – 09/2007
Assistentin für interne und externe Kommunikation, smartlux Lichtsteuerung GmbH, Leipzig
01/2007
Magisterarbeit im Fachbereich Kulturgeschichte: Sichtbare Spuren – Spuren der Sichtbarkeit. Betrachtungen zur hygienischen Volksbelehrung in der Weimarer Republik anhand von Lichtbildreihen des Deutschen Hygiene Museums Dresden.
09/2004 – 02/2005
SOCRATES Studienaustausch, University of Aberdeen, Scotland/GB
10/2001 – 09/2007
Magisterstudium Kulturwissenschaften und Theaterwissenschaft, Universität Leipzig
01/1997 – 10/2007
Tätigkeiten als Layouterin, Redakteurin und freie Theaterschaffende in Magdeburg, Baden-Baden, Karlsruhe, Düsseldorf, Leipzig, Berlin und New York
08/1996 – 10/1998
Ausbildung zur staatlich geprüften Kommunikationswirtin, Mitteldeutsche Akademie für Marketing und Kommunikation, Magdeburg

Beteiligung an Tagungen und Veranstaltungen

März 2009
BODIES ON DISPLAY. Die Aufbereitung von Körperwissen in internationalen Ausstellungen zur Gesundheitserziehung des Deutschen Hygiene Museums Dresden, Internationale Fachtagung „Körperwissen“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS).

Februar 2009  
Teilnahme am Annual Seminar End of Messages? - The State of the Dialogue between History and Sociology, Workshop: Communication and Media, Universität Bielefeld.

Oktober 2008
Globale Ansichten in lokalen Ausstellungen. Wie erreichen Bildmedien zur Gesundheitserziehung Anschlussfähigkeit in diversen kulturellen Räumen?, Das Konkrete als Zeichen – Globalisierte Bilder zwischen Kunst, Kommerz und Medien, 12. Internationaler Kongress der Deutschen Gesellschaft für Semiotik. Das Konkrete als Zeichen, Sektion Kulturwissenschaft, Universität Stuttgart.

September 2006 - Oktober 2007
Mitarbeit an der Ausstellung [mit]Arbeit. Lebensrhythmen im Wandel, Ausstellungs­projekt des Tanzarchivs Leipzig e.V. und des Instituts für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig


Publikationen

Berit Bethke (2008): Sichtbare Spuren/Spuren der Sichtbarkeit - Betrachtungen zur hygienischen Volksbelehrung in der Weimarer Republik anhand von Lichtbildreihen des Deutschen Hygiene Museums, Norderstedt: GRIN-Verlag, ISBN 3640223918


Lehrveranstaltungen

WS2008/2009 Wie kam die Soziologie zum Körper? Einführung in die Körpersoziologie, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld