Personen

Marcus Held

Institut für Weltgesellschaft
- Graduiertenkolleg -
Fakultät für Soziologie
Universität Bielefeld
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld
Deutschland

Kontakt:
Bitte hier klicken!

Marcus Held

 


Interessenschwerpunkte

Religionssoziologie, historische Kulturwissenschaft, Visual Culture, Medienarchäologie


Dissertationsprojekt

 

Visuell-narrative Identität(en) - Studien zum Wandel räumlicher Repräsentationen im lateinischen Christentum und arabischen Islam

Visuell-narrative Identität(en) - Studien zum Wandel räumlicher Repräsentationen im lateinischen Christentum und arabischen Islam

Das Projekt geht es um die Blick- und Visualitätskulturen von lateinischem Christentum und arabischem Islam anhand von Karten. Genauer noch geht es um die Blick- und Visualitätskulturen im Umgang mit dem Eigenen und dem Fremden. Es soll gezeigt werden, wie in Karten sich soziale Praxen niederschlagen und zugleich durch Bildpraxen ein Angebot an die sozialen Praxen gemacht wird. Dazu werden die Strukturen und Praxen der Herstellung und Repräsentation visueller Rationalität und visueller Kommunikation im Umgang mit dem Eigenen und dem Fremden zu untersuchen sein.

Spezifische Strukturen und Praxen der Wissensdynamiken als visuell-narrative Identität(en) sollen im Umgang mit dem Eigenen und dem Fremden herausgearbeitet werden. Die dahinter liegenden Globalisierungsdynamiken und Modi des Ausbreitungsverhaltens sind zentraler Interessengegenstand.

Die Strukturen und Praxen der visuell-narrativen Identitäten von Christentum und Islam werden nebeneinander in den Blick genommen, da sie sich so in ihrer Eigenart markanter abzeichnen, als wenn sie je einzeln in den Blick genommen und aus sich selbst heraus erklärt werden würden.

Ein Beitrag zur Theorie der Weltgesellschaft leistet das Projekt zum einen in historischer Perspektive. Es wird erforscht, wie christliche und islamische Karten als Ausdrucksformen der Globalisierungsprojekte der jeweiligen Zeit vorantreiben. Zum anderen werden in einer soziologischen Perspektive Strukturen und Praxen der visuellen Herstellung und Repräsentation von Globalität erforscht. Es soll anhand von historischem Material ein Beitrag zur Bedeutung der Visualität als Globalitätsdynamik geleistet werden. Ein drittes Moment ist in der Erforschung der Bedeutung von visuell-narrativer Identität(en) als Struktur und Praxis der Herstellung und Repräsentation von Globalität zu sehen. Es soll dabei ausgehend vom historischen Material nach Möglichkeiten und Grenzen einer visuellen Soziologie geforscht werden.


Ausbildung und berufliche Tätigkeit

seit 7/2009
Wiss. Mitarbeiter am Institut für Ev. Theologie und Religionspädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

10/2007 - 7/2009
DFG-Stipendiat am Graduiertenkolleg „Weltgesellschaft – Herstellung und Repräsentation von Globalität“ an der Universität Bielefeld

Studium der Theologie, Philosophie und Soziologie
1. Theol. Examen bzw. Diplom

Personalmanager bei der dacomm GmbH (Berlin) mit Schwerpunkt Profiling und systemisches Coaching


Beteiligung an Tagungen und Veranstaltungen

April 2008

Karten als Brücken des Wissens am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien, Bochum

Oktober 2006

Bild und Bilder wider die Finsternis – Andreas Osianders Beitrag gegen die Blutbeschuldigung der Juden beim Doktorandenkolloquium zur jüdischen Geschichte des Leo-Baeck-Instituts, Halberstadt

 


Publikationen

Dt. Bearbeitung des Textes von S. Abaschin „Die Sartenproblematik“ in der Schriftenreihe ANOR des Instituts für Orientalistik der Universität Halle/Wittenberg und des Zentralasienseminars der Humboldt Universität zu Berlin, Berlin 2007.

B. Sidikov/ M. Held: Berg Karabach - Krieg der Vorstellungswelten?, in: WeltTrends 64 (2009), 51-60.

B. Kleine-Benne / M. Held: LIMITS. Nach einer Installation von Systemtheorie im Raum (in Vorbereitung).

B. Sidikov / M. Held: „Moskau ist weit und blind?“ - Die „verdeckte“ Nationsbildung (1956-1986) im Kaukasus und in Mittelasien im Spiegel der Diskursgeschichte zur zaristischen Herrschaft (in Vorbereitung).

M. Held: Das Gemeinsame im Getrennten - Systemtheorie und postkoloniale Theorien im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion (in Vorbereitung).