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Theorie der Weltgesellschaft, Internationale Organisationen, Vergleichende Erziehungswissenschaft, Internationale Bildungszusammenarbeit, Frühkindliche Bildung, Friedens- und Konfliktforschung, Menschenrechte, Systemtransformation, Max Weber

Zur Semantik frühkindlicher Bildung in der Weltgesellschaft (Arbeitstitel)
Seit der UN-Weltbildungskonferenz 1990 in Jomtien, insbesondere aber mit der Aufnahme frühkindlicher Bildung als erstes für sechs Bildungszielen auf der UN-Weltbildungskonferenz in Dakar 2000 scheint frühkindliche Bildung zu einem globalen Leitbegriff zu werden, zu einer Semantik, die sich als anschlussfähig für Kommunikation in unterschiedlichen Zusammenhängen, insbesondere der globalen Politik, erweist. Die Entwicklung dieser globalen Semantik geht einher mit einer Zunahme der Aktivitäten weltgesellschaftlicher Akteure wie Internationaler (Regierungs- und Nichtregierungs-)Organisationen, professioneller und wissenschaftlicher Netzwerke und Gemeinschaften.
Als Ursprungskontext dieser Semantik lässt sich das Europa des 18. und 19. Jahrhunderts bestimmen; hier bezieht sich die Semantik auf die entstehenden nationalstaatlichen Kontexte. Als erste Stationen einer Globalisierung dieser Semantik lassen sich die Ausbreitung des Fröbel’schen Kindergartens zwischen 1860 und 1900 oder die vom International Bureau of Education (IBE) in Genf bereits 1939 durchgeführte erste Studie zu frühkindlicher Bildung, in der das IBE eine rasche Ausbreitung von Einrichtungen feststellte, bestimmen. Empfehlungen der Internationalen Bildungsministerkonferenz aus demselben Jahr sprechen sich für einen Ausbau kostenfreier vorschulischer Bildung für alle Kinder aus. Die ‚World Surveys’ der UNESCO umfassen in den Jahren 1961, 1974 (veröffentlicht 1976) und 1988 (1991) auch Daten zu frühkindlicher Bildung und Betreuung und zeigen die weltweite Expansion von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für kleine Kinder auf. Diese Bezugnahmen sind jedoch vereinzelte, sie können frühkindliche Bildung nicht als globales Thema etablieren. Erst nach 1990, nach der Verabschiedung der Kinderrechtekonvention und der Weltbildungserklärung von Jomtien scheint frühkindliche Bildung auf weltgesellschaftlicher Ebene verankert zu werden. Insbesondere jedoch mit der Konferenz von Dakar (2000) und der Auslegung der Kinderrechte in Bezug auf junge Kinder (General Comment 7 der Kinderrechtskommission 2005) entwickelt sich frühkindliche Bildung zu einer globalen Semantik.
In meiner Dissertation untersuche ich die Ausgestaltung dieser Semantik in Form normativer Ideen und rationaler Modelle und ihre (weltregionalen) Vorläufer. Insbesondere interessieren mich dabei Fragen nach der Globalisierung der Semantik und ihrem Zusammenhang mit globaler, weltregionaler und staatlicher Strukturbildung.

| Oktober 2009 |
International Indicators ant the global definition of childhood. Vortrag. "European Childhood - Childhoods in Europe", Internationale Konferenz und Jahrestreffen der Sektion "Soziologie der Kindheit" der DGS, Deutsches Jugendinstitut, München (Konferenzorganisation) |
| März 2009 |
The world cultural construction of 'early childhood' and 'the young child'. Vortrag. Comparative and International Education Society, 53rd Annual Conference, Charleston, USA |
| Februar 2009 |
The global semantics of early childhood. A study on the world cultural construction of 'early childhood' and 'the young child'. Präsentation. Bielefeld Graduate School for History and Sociology, Annual Seminar, Universität Bielefeld |
| Februar 2009 |
Realising Global Social Policy. Vortrag. Workshop Global Social Policy, Universität Bremen |
| November 2008 |
Die Macht der Indikatoren. Definition von Kindheit durch globale Vergleichsmaßstäbe. Vortrag. Vortragsreihe Kind und Gesellschaft, Universität Wuppertal |
| Oktober 2008 |
Ungleiche Kindheiten aus globaler Perspektive – Zur Rolle von Indikatoren als globale Vergleichsmaßstäbe bei der Wahrnehmung von Disparitäten und der Formulierung von Normen des gelingenden Aufwachsens. Vortrag. 34. Soziologiekongress der DGS „Unsichere Zeiten“, Sektion „Soziologie der Kindheit“, Jena |
| September 2008 |
Social policy change and adoption of policy models in South Asia
– The case of early childhood policies. Vortrag. ESPAnet Annual Conference, Helsinki |
| September 2008 |
Defining childhood globally – The influence of international indicators on the perception of disparities and the construction of normative ideas and cognitive models of childhood. Vortrag.ISA Forum of Sociology, RC Sociology of Childhood, Barcelona |
| Juli 2008 |
Semantik und Struktur frühkindlicher Bildung in der Weltgesellschaft. Vorstellung des Dissertationsprojektes. Forschungskolloquium Prof. Dr. Schriewer, Humboldt-Universität Berlin |
| Juli 2008 |
Their foundation, our future – Zur Semantik frühkindlicher Bildung in der Weltgesellschaft. Vorstellung des Dissertationsprojektes. Kolloquium des Graduiertenkollegs "Weltgesellschaft – Die Herstellung und Repräsentation von Globalität", Universität Bielefeld |
| Juni 2008 |
Kinderrechte als Inklusionssemantik. Zum Zusammenhang zwischen rationaler Konstruktion der Eigenheit von Kindheit und Inklusion des ‚Kindes’ als Kollektivsymbol durch die Kinderrechtesemantik. Vortrag. Tagung der Arbeitsgemeinschaft "Menschenrechte" des DFG-Graduiertenkollegs "Weltgesellschaft – Die Herstellung und Repräsentation von Globalität" und des Instituts für Weltgesellschaft, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld |
| Juni 2008 |
Die Entstehung und Globalisierung einer Semantik der frühkindlichen Bildung – Vorausweisendes Potential und interne Differenzierung von Semantik. Vortrag. Tagung des Graduiertenkollegs des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT), des Graduiertenkollegs des Instituts für Weltgesellschaft (IW) und der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS): Semantik als Grundbegriff der Soziologie?, Universität Bielefeld |
| Juni 2008 |
Was heißt und zu welchem Ende studiert man Semantik? Präsentation. Doktorandenseminar Prof. Dr. Heintz, Universität Bielefeld |
| Mai 2008 |
Educational Filming. Vortrag. Early Learning and Development Standards Orientation Workshop. UNICEF Regional Office for South Asia, Bangkok, Thailand (Konferenzorganisation) |
| April 2008 |
Regional Forum for Making the Case for Early Childhood in South Asia. UNICEF/UNESCO/Save the Children, Bangkok, Thailand (Konferenzorganisation) |
| März 2008 |
Peace Building Educational Measures in Armed Conflicts – Presentation of a Research Study and the Link to Early Child Development. Vortrag, UNICEF Education Officers Meeting, Bhopal, Indien |

| Seit November 2007 |
Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Herstellung und Repräsentation von Globalität“ der Universität Bielefeld
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| September 2007 |
Abschluss des Studiums der Erziehungswissenschaft, Politischen Wissenschaft und Germanistik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Magisterarbeit zu „Frühkindlicher Bildung in der Weltgesellschaft“
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| 2005 – 2007 |
Studium der Erziehungswissenschaft (HF), Politischen Wissenschaft (NF) und Germanistik (NF) an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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| 2005 |
Studium der Erziehungswissenschaft (HF), Politischen Wissenschaft (NF) und Germanistik (NF) an der Humboldt- Universität zu Berlin
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| 2004 |
Studium von Political Science & Sociology an der National University of Ireland, Galway
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| 2002 – 2004 |
Studium der Erziehungswissenschaft (HF), Politischen Wissenschaft (NF) und Germanistik (NF) sowie Umweltwissenschaften (als Ergänzungsstudiengang) an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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| 2001 – 2002 |
Studium der Grundschulpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Abschluss: Zwischenprüfung
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| 2000 |
Allgemeine Hochschulreife; Scheffelpreisträgerin
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| 03/ 2006 – 08/ 2007 |
Wissenschaftliche Hilfskraft des Forschungsprojektes „Friedensbauende Bildungsmaßnahmen bei bewaffneten Konflikten“ am Institut für Bildungswissenschaft der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (gefördert von der Deutschen Stiftung Friedensforschung, DSF)
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| 05/ 2006 – 07/ 2006 |
Forschungsassistenz am Internationalen Bildungsbüro (IBE) der UNESCO in Genf (UNESCO FELLOWSHIP: Resident Fellow’s Grant)
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| 10/ 2005 – 02/ 2006 |
Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg (Tutorin für qualitative Forschungsmethoden)
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| 10/ 2003 – 02/ 2004 |
Wissenschaftliche Hilfskraft am Erziehungswissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg (Tutorin für qualitative Forschungsmethoden)
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| 06/ 2008 |
Erzieherinnenfortbildung zu Portfolioarbeit im Elementarbereich, CEB Merzig, Saarland
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| 02/ 2008 – 04/ 2008 |
Forschungsaufenthalt bei UNICEF’s Regionalbüro für Südasien in Kathmandu, Nepal zu frühkindlicher Bildung
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| 10/ 2006 – 12/ 2007 |
Mitglied einer Kommission des saarländischen Kultusministeriums zur Erarbeitung eines prototypischen Portfolios für den Elementarbereich unter Leitung von Dr. Donata Elschenbroich (DJI München) und Christa Preissing (FU Berlin)
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| 1/ 2005 – 3/ 2005 |
Praktikum bei der Landeszentrale für politische Bildung, Außenstelle Freiburg
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| 9/ 2002 |
Praktikum an der Halkova-Schule in Olomouc, Tschechische Republik
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| 5/ 2002 – 6/ 2002 |
Praktikum am Stadttheater Heidelberg
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| 1/ 2001 – 4/ 2001 |
Volunteer der NGO nfesc, Nepal: Evaluation der Situation einer Schule in Nawalpur und Ausarbeitung eines Projektes zur Schulentwicklung; Mitarbeit in der lokalen Krankenstation
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| 10/ 2000 |
Volunteer der NGO HANDS, Nepal: Workcamp in Sindhuli, Nepal auf einer ökologischen Farm; Eingliederung der Untouchables in die Dorfgemeinschaft, Community Development
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| Seit 11/ 2007 |
Promotionsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
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| 2006 |
UNESCO Fellowship
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| 2005 |
Civil Academy von BP und BBE (Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement)
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| 2004 |
Jugenddialog der ZEIT und des Freundeskreises Schloss Elmau e.V.
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| 2000 |
Scheffelpreis
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Donata Elschenbroich, Brigitte Gerhold, Marianne Krug, Christa Preissing, Miriam Tag (2008): Das Saarländische Portfolio. Ein Entwicklungstagebuch für das Kind und seine Bildungsbegleiter. Verlag Das Netz.
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