Fakultät für
Soziologie

News

24.03.2017

 

Einladung zu den Ersti Tagen

 

Liebe Erstis des MA Politische Kommunikation, 


wir freuen uns sehr, dass ihr euch für den Studiengang "Politische Kommunikation" hier an der Uni Bielefeld entschieden habt und wollen euch an dieser Stelle schon mal herzlich willkommen heißen! Wenn alles geklappt hat, dann sollte euch heute eine erste Infomail erreicht haben. Sollte dies nicht der Fall sein, so wollen wir euch auf diesem Wege gerne zu unseren Ersti-Tagen am 11. und 12. April 2017 einladen! Die Ersti Tage veranstalten wir gemeinsam mit der Fachschaft Soziologie.

 

Hier ein kurzer Überblick über das geplante Programm:

Dienstag, 11. April 2017

Wann?Was?Wo?
11:00 Uhr Sektfrühstück und Kennenlernen

Treffpunkt: Haupteingang X-Gebäude (ENUS) bzw. X-C3-107

12:30 Uhr Einführung ins EkVV X-C3-107
14:00 Uhr Vorstellung des International Office X-C3-107
15:30 Uhr Uni-Führung X-C3-107
19:00 Uhr Spieleabend X-C2-110

Mittwoch, 12 April 2017

Wann?Was?Wo?
12:00 Uhr Gemeinsames Mensa-Essen Treffpunkt: Haupteingang X-Gebäude (ENUS)
13:00 Uhr Vorstellung der Studienordnungen X-C3-107, X-C2-228
14:30 Uhr Bielefelder Besonderheiten & Places To Be X-C3-107
16:00 Uhr Stadtführung durch Bielefeld  
21:00 Uhr Kneipenabend Treffpunkt: Jahnplatz

 

Bitte beachtet, dass es zu Änderungen im Ablaufplan kommen kann!! Sollte es dazu kommen, werden wir natürlich versuchen euch frühstmöglich darüber zu informieren.

 

Bei Fragen und Anregungen stehen wir euch natürlich gerne zur Seite:

→  fspolkom@uni-bielefeld.de     

                                                                             

Bitte schaut auch mal auf unserer Facebookseite vorbei um auf dem Laufenden zu bleiben

→  https://de-de.facebook.com/FSPolKomBI/

 

Wir freuen uns auf euch!

 

Im Namen der Fachschaft Polkom,

Markus

(mr)

18.01.2017

 

Bielefelder Studierende aktiv beim Blick über den Tellerrand auf der Suche nach Wegen in die Praxis

Bei der fünften Auflage unserer Veranstaltungsreihe „PssT - Praxis statt Theorie“ war wiederholt volles Haus. Zum Gesprächsaustausch mit Georg Krämer, der als Bildungsreferent und –promotor für entwicklungspolitische Fragestellungen und Globales beim Bielefelder Welthaus e.V. tätig ist kamen Studierende aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Studiengängen.

„Für einen Termin an einem Mittwochabend waren doch erstaunlich viele da“, so die einheitliche Meinung der zufriedenen Mitglieder der Fachschaft „Politische Kommunikation“ im Anschluss an die Veranstaltung an diesem Abend des 18. Januar des noch jungen Jahres 2017.

Neben dem zahlreichen Erscheinen ihrer KommilitonInnen waren es aber vor allen Dingen die inhaltlich sehr dichten und nachvollziehbaren Erfahrungsberichte des Referenten Georg Krämer, die den Erfolg der Veranstaltung ausmachten.

Zunächst beschrieb Georg Krämer seinen persönlichen Werdegang an der Universität Bielefeld und seine an der Universität erworbenen Abschlüsse. Neben einem Abschluss als diplomierter Pädagoge, verfügt er über einen weiteren Diplom-Abschluss im Fach Soziologie.

Nach seinem Abschluss zog es ihn schon früh in die außerschulische Bildungsarbeit mit dem Schwerpunkt Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Als Referent landete er dann beim Welthaus e.V., zu dessen Aufbau er ab 1986 seinen Beitrag leisten konnte. Was ein(e) BildungsreferentIn für Aufgaben besitzt, ist vielen Menschen klar. Doch was macht eigentlich ein Bildungspromotor des Landes Nordrhein-Westfalen? Georg Krämer implementiert durch seine eigenen Projektkonzeptionen und seinen aktiven Austausch mit mehreren Schulen in NRW entwicklungspolitische Fragestellungen, die für ihn und sein Netzwerk im bundesdeutschen Schulalltag noch allzu oft stiefmütterlich oder gar nicht behandelt werden.

Krämer betonte im weiteren Verlauf des Abends mehrmals die dem Studienabschluss übergeordnete Relevanz von persönlichen Interessen, ehrenamtlichen, nebenberuflichen oder anderen Engagements während der Schul- und Studienzeit, die insbesondere für das Schärfen des eigenen Profils von großer Bedeutung sind. Des Weiteren solle man sich vor Pauschalaussagen hüten, dass gerade Sozial- und Geisteswissenschaftlicher in der Entwicklungszusammenarbeit, der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, ob inner- oder außerschulisch, bei der Stellenbesetzung in Nicht-Regierungsorganisationen (NROs) oder anderen Arbeitgebern des öffentlichen Diensts oder gar des Landes oder Bundes bevorzugt behandelt würden. Man müsse vielmehr schaffen, sich durch die positiven Ecken und Kanten des eigenen Lebenslaufs, die durch die angesprochenen Engagements geschaffen werden, einen Vorteil gegenüber MitbewerberInnen auf die Wunschstelle zu verschaffen.

Spätestens an dieser Stelle muss man die Bezugsgröße des vorherig Geschilderten konkretisieren. Denn wendet man sich von den Möglichkeiten ab, Bildungsreferent in diesem Bereich zu werden und der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu, blickt man auf ein in Teilen anderes Profil. Um im Rahmen der klassischen Entwicklungszusammenarbeit die eigenen Einstiegsperspektiven zu verbessern, ist bspw. ein mehrmonatiger Aufenthalt im Rahmen eines Projekts im Rahmen der EZ durchaus ratsam. Während Georg Krämer durch seine Tätigkeit als Bildungspromotor für das Land Nordrhein-Westfalen und seine Tätigkeit als Bildungsreferent im Welthaus e.V. innerhalb der Landesgrenzen NRWs tätig ist, sind seine KollegInnen in der Entwicklungszusammenarbeit länger im Ausland unterwegs. Im Hinblick auf Auslandsaufenthalte legte Herr Krämer den Studierenden nah, die sie sich insbesondere für eine Tätigkeit in der EZ interessieren, sich bspw. über den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu informieren, um den eigenen Horizont zu erweitern und mögliche Interessenschwerpunkte auszumachen.

Neben den Auslandsaufenthalten sind natürlich Praktika oder Trainees hilfreich beim Sammeln von ersten Erfahrungen inder Berufspraxis. Das gilt nicht nur für eine Tätigkeit als MitarbeiterIn in der EZ, sondern auch für angehende BildungsreferentInnen wie Georg Krämer selbst. Bei der obligatorischen Frage nach potentiellen Verdienstmöglichkeiten, konnte der Referent nur müde lächeln. „Diese Spanne ist riesig“, so Krämer. Von einem sehr überschaubaren bei einer kleinen NRO bis hin zu einem recht üppigen Gehalt als FachreferentIn bei der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) sind die Möglichkeiten breit gefächert.

Ansonsten blieben an diesem Mittwochabend wenig Fragen offen oder gar unbeantwortet. Nach einem angenehmen Gesprächsaustausch im Plenum, nutzten einige KommilitonInnen ihre Chance Herrn Krämer noch persönlich zu interviewen.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Interessierten und in erster Linie bei Herrn Krämer für diesen gelungenen Abend und freuen uns bereits jetzt auf die sechste Auflage der Veranstaltungsreihe „PssT – Praxis statt Theorie“.

(td)

04.08.2016

 

PssT - Sprungbrett Politische Kommunikation? Perspektiven in der Medienarbeit

Auch in diesem Jahr haben wir uns um die Planung und Organisation der Veranstaltungsreihe "PssT - Praxis statt Theorie" gekümmert. Dabei geht es uns vor allem darum, interessierten Studierenden Karrieremöglichkeiten und Perspektiven für die Zeit nach ihrem Studium aufzuzeigen. Welche Optionen habe ich? Was sind die üblichen Wege dahin? Welche Qualifikationen sind gefordert? - all dies sind Fragen, welche die jeweiligen Veranstaltungen mit dem Fokus auf ein spezifisches Berufsfeld zu beantworten suchen.

Hatte sich die Veranstaltungsreihe schon immer Vielfältigkeit auf ihr Banner geschrieben und etwa Diskussionen zu Chancen in der politischen Bildungsarbeit ermöglicht, so standen in dieser Veranstaltung gezielt ehemalige Studierende des Studiengangs Politische Kommunikation im Zentrum, um über ihren individuellen Werdegang zu berichten. Da beide Referenten den Weg der Medienarbeit eingeschlagen haben, bot es sich idealerweise auch an, die Diskussionsrunde unter dem Motto "Sprungbrett Politische Kommunikation - Perspektiven in der Medienarbeit" zu fassen.

Am 19. April 2016 war es dann endlich so weit: Unter der Moderation von Alexandra Hoffmann referierten Sarah Lethmate und Jan Gruhn, quasi beides (Ex-)KommilitonInnen, ausgiebig und detailreich über ihren bisherigen Karriereweg, ihre Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt und der Relevanz des Studienganges für die Verwirklichung ihrer persönlichen Berufswünsche. Während Jan derzeit ein Volontariat bei dem in Bielefeld ansässigen Westfalen-Blatt absolviert, arbeitet Sarah zwar gerade - neben der freien Mitarbeit beim WDR - an ihrer Master-Thesis, konnte aber nichtsdestoweniger aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz spannende Informationen über die Medienbranche preisgeben.

Nach einer kurzen Vorstellung berichteten beide Referenten dann zunächst über die Relevanz des Studiengangs und den dort erworbenen Qualifikationen. Gerade für eine Karriere im journalistischen Bereich sei es wichtig, die vielfältigen Angebote des Studiums auch bewusst zu nutzen. So eröffnet gerade der interdisziplinäre Bereich mit seinen diversen Angeboten im Bereich der Medienwissenschaften gute Möglichkeiten, sich notwendige, für die Medienarbeit relevante hard-skills anzueignen und etwa zu lernen, wie man einen Film dreht oder ein (politisches) Interview führt. Aber auch der eigentliche Kern des Studiums sei nicht irrelevant, denn er eröffnet nicht nur eine differenzierte Beobachtung des politischen Systems, sondern er befähigt ebenso dazu, sich schnell in komplizierte und vielseitige Theorien und Methoden einzuarbeiten ? eine wichtige Kompetenz in einer schnellen Medienbranche.

Gleichzeitig betonten beide Referenten fernerhin die Wichtigkeit von berufsqualifizierenden Praktika. Ob es nun wichtiger sei, möglichst viele Praktika in möglichst verschiedenen Branchen zu absolvieren oder aber sich auf einen distinktiven Bereich zu konzentrieren, konnte nicht mehr eindeutig beantwortet werden. Wichtig aber sei es, überhaupt einmal in die anvisierte Branche hereinzuschnuppern und so individuell zu eruieren, ob die journalistische Arbeit einem liegt oder nicht. So berichtete etwa Sarah von ihrem Praktikum bei der BILD-Zeitung in Berlin, in welchem ihr viele interessante Aufgaben überlassen wurden, sie gleichzeitig aber auch Situationen ausgesetzt war, in denen sie sich beispielsweise ad hoc auf ein Interview vorbereiten musste. Auch hier zahlen sich die im Studium erworbenen soft-skills aus.

Anschließend berichteten beide Referenten noch über ihren Berufsalltag. So sei es durchaus üblich, dass man auch mit bisher Unvertrautem konfrontiert wird und sich plötzlich in einer Situation wiederfindet, in der man spontan einen Interviewfilm drehen müsse. Auch deshalb wurde nochmals die Relevanz der Weiterbildungsmaßnahmen im Studium akzentuiert. Jan hob dabei zugleich hervor, dass der journalistische Alltag für einen Volontär zwar abwechslungsreich und interessant ist, aber eben: abwechslungsreich - was zugleich heißt, dass man insbesondere im frühen Stadium seiner Journalistenlaufbahn nicht exklusiv über (regional-)politische Geschehen berichtet, sondern eben auch über den lokalen Karnevalsumzug schreiben müsse.

Nach diesem informativen Vortrag beider Referenten hatte auch das Publikum die Chance, unbeantwortete Fragen zu stellen, um so Näheres zu erfahren und vielleicht sogar den einen oder anderen Insidertipp mitzunehmen. Insgesamt war dies ein mehr als interessanter Abend, der uns durch den Diskurs mit ehemaligen Studierenden diesmal die Möglichkeit gegeben hat, auf unser Studium zu reflektieren und mögliche Chancen hervorzuheben. Dafür bedankt sich die Fachschaft Politische Kommunikation auch hier nochmals herzlichst bei Jan und Sarah für ihren hervorragenden Vortrag.

Wir freuen uns auf eine baldige Fortsetzung der Veranstaltungsreihe und über eine Vielzahl an Gästen.

(fb)

 

04.07.2013

 

PssT - Volume 2

"Praxis statt Taxi" - mit dieser ironischen Interpretation des Kürzels "Psst!" eröffnete Jan die zweite Veranstaltung der Reihe "Praxis statt Theorie", die er zusammen mit Theresa moderierte. Die Fachschaft Politische Kommunikation als Organisator der Psst!-Reihe trägt auf diesem Weg dazu bei, Studierenden der Soziologie, der Politikwissenschaft, der Sozialwissenschaft oder Gender-Studies, Orientierung für ein Leben nach der Uni zu bieten. Das rege Interesse ist Beleg dafür, dass die Fachschaft mit der Veranstaltung, wie schon im Dezember 2013, den Nerv der Studierenden getroffen hat.

Trotz besten Sommerwetters kamen zahlreiche Interessierte, um den beiden Referenten Malte Zabel und Hakim el Ghazali und Ihren Ausführungen über Zukunftsperspektiven für Sozialwissenschaftler zu lauschen.

Malte Zabel studierte zuerst Politikwissenschaft an der Universität Bonn, spezialisierte sich dort dann im Masterprogramm auf die EU und schreibt gerade seine Dissertation zum Thema Euroskepsis. Nebenbei ist er freiberuflich bei der Schwarzkopfstiftung aktiv und kümmert sich dort um politische Bildung und an Schulen mit dem Schwerpunkt Europa und EU. Zuvor bereits war er bei der Bertelsmann-Stiftung beschäftigt. Auch ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter für eine Bundestagsabgeordnete aus Bielefeld. Politische Erfahrung erlangte er zudem durch Praktika im Landtag, Bundestag und dem Europaparlament einerseits, andererseits durch starkes Engagement auf kommunaler Ebene für die Bielefelder CDU.

Hakim el Ghazali studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung Politikwissenschaft und Geschichte an der HHU in Düsseldorf und schreibt dort gerade seine Masterarbeit zur EU-Osterweiterung und deren Einflüsse auf die dortige Minderheitenpolitik. Nebenher arbeitet Hakim bei der Heinrich-Böll-Stiftung und ist dort mit der Pressearbeit betraut. Auch Hakim legt großes Engagement auf kommunaler Ebene an den Tag, unter anderem als stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins in Wersten.

Nachdem die Vita beider Referenten beleuchtet wurde, leitete das hervorragend vorbereitete Duo Theresa und Jan auf den ersten Block "Stiftungsarbeit" über. Sowohl Hakim als auch Malte erwiesen sich wahre Experten für politische Stiftungsarbeit und berichteten einhellig davon, welches Fachwissen und Professionalisierung dort anzutreffen sei. Grundsätzlich müsse man sich, sofern man sich für Stiftungsarbeit interessiert, die Frage stellen, ob man eher mit einer parteinahen oder überparteilichen Stiftung sympathisiert. Beides hat Vor- und Nachteile, die davon abhängen, wie stark man sich mit einem bestimmten Parteibuch identifiziert. Eines haben alle gemeinsam: der berühmte ?Stallgeruch? erleichtert den Einstieg ungemein. Die Referenten berichteten hinsichtlich einer Beschäftigung in Stiftungen von einem hart umkämpften Terrain, bei dem ein vorheriges Praktikum durchaus als Türöffner fungieren kann. Ein Großteil der offenen Stellen werde anscheinend intern besetzt - Hakim bezifferte die Quote von internen zu externen Ausschreibungen mit ca. 70:30 -, weshalb erste Einblicke und Networking Gold wert seien. Interessiert man sich für eine Tätigkeit in der politischen Bildung, dann kann, so der Tenor beider Referenten, eine Beschäftigung bei Stiftungen durchaus das Richtige sein. Dass die Anwesenden diesbezüglich Blut geleckt hatten, bewiesen die vielen Zwischenfragen aus dem Publikum.

Im zweiten Block ging es dann verstärkt um Kommunalpolitik und welchen Herausforderungen sie sich aktuell konfrontiert sieht. Beide Referenten berichteten von ihrer Arbeit, besonders aber von den heißen Wahlkampfphasen. Es wurde die generelle Rolle der Parteibasis und deren Einfluss auf die Entscheidungen der Spitze diskutiert, wobei hier durchaus die Differenz zwischen Landes- oder Bundespolitik und der kleinen Kommunalpolitik herausgestellt wurde. Es handle sich bei Kommunalpolitik um ein eigenes Feld, dass nur bedingt mit der großen Politik interagiert, jedoch häufig unter dieser leidet. Unzufriedenheit auf Bundes- oder Landesebene führt, so Hakim und Malte, leider zu Verdrossenheit auf kommunaler Ebene, was sich in sinkenden Mitgliederzahlen, besonders in den politischen Jugendverbänden, niederschlägt. Ein wichtiger Appell der Referenten war daher, Lokalpolitik differenziert zu betrachten und sich verstärkt zu engagieren.

Damit endete ein informativer und kurzweiliger Abend, der den Anwesenden echte Alternativen zum Taxifahren aufgezeigt hatte. Die Fachschaft Politische Kommunikation bedankt sich herzlich bei Malte Zabel sowie Hakim el Ghazali für ihr Kommen und freut sich bereits auf Psst!-Volume 3.

(mv)
01.01.2013

 

PssT - Praxis statt Theorie

 

Am Abend des 12.12.2013 fand in der Universität Bielefeld die erste Veranstaltung aus unserer Reihe "Psst ? Praxis statt Theorie" statt. Für Studierende der Sozial- und Politikwissenschaften gestaltet sich der Schritt vom Hörsaal in die Praxis teilweise mangels eines klaren Berufsbilds schwieriger. Manchmal sind einem dabei gar nicht alle Möglichkeiten bewusst.

Aus diesem Grund luden wir, die Fachschaft PolKom, zu einem Gesprächsabend mit Moritz Lippa (Geschäftsführer der Initiative für Beschäftigung OWL) und Maurice Müller (Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik), zwei ehemaligen Studenten der Politischen Kommunikation, ein, um mit ihnen über Zukunftsperspektiven für Sozialwissenschaftler und über die Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen zu diskutieren. Christian Hilgert, wissenschaftlicher Mitarbeiter, vertrat die Fakultät für Soziologie. Die Fachschaftsvorsitzende Caroline Rempe und Jan Gruhn moderierten die Gesprächsrunde.

Maurice Müller absolvierte zuerst einen Bachelor in Staatswissenschaften und studierte anschließend den Master in Politische Kommunikation an der Universität Bielefeld und Affaires européennes an der Sciences Po Paris. Mittlerweile arbeitet er im Bereich interne Kommunikation am Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Bremerhaven. Außerdem hat er im Jahr 2010 einen Blog zum Thema Politik und Kommunikation (http://www.kommunikation-und-politik.de/) ins Leben gerufen, wofür er regelmäßig Beiträge zum aktuellen Geschehen der politischen Kommunikation verfasst.

Moritz Lippa ist gebürtiger Ostwestfale. Im Anschluss an seinen Bachelor in Sozialwissenschaften mit Nebenfasch Wirtschaft blieb er auch zum Master an der Universität Bielefeld. Zur Initiative für Beschäftigung OWL e.V. kam er durch ein Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit der Initiative. Seit letztem Jahr ist er Geschäftsführer der Initiative, die sich die Förderung der Arbeitsmarktregion Ostwestfalen-Lippe in den Themenkreisen Hochschule- Wirtschaft, Personalentwicklung, Integration und Jugendliche zum Ziel gesetzt hat.

Im November erschien in der FAZ ein Artikel zu Mikro-Masterstudiengängen wie u.a. Politischer Kommunikation als "Winzige Mogelpackungen" 1, indem die Frage aufgeworfen wird, ob sich hinter den attraktiv klingenden Bezeichnungen nicht doch das gleiche verbirgt, wie hinter althergebrachten Studiengängen. Müller berichtet, dass er in Bewerbungsgesprächen häufig erst mal erklären müsste, was unter Politischer Kommunikation überhaupt zu verstehen sei. Neben den praktischen Erfahrungen könne man in Bewerbungsgesprächen das hohe theoretische Denkvermögen sowie die verschiedenen Beobachtungsmodi, die Sozialwissenschaftler aus der Theorie in die Praxis mitbringen, hervorheben.

Für einen verbesserten Übergang von der Theorie in die Praxis würde sich Lippa von der Uni bzw. der Fakultät wünschen, dass Unternehmen für Studierende sichtbarer gemacht werden, da diese sich ihrer Möglichkeiten häufig gar nicht bewusst seien. Weiterhin plädiert er für Hilfe bei der "Übersetzung" der erworbenen Kompetenzen auf die Praxis. An dieser Stelle warf Christian Hilgert ein, dass er sich hier auch von den Studierenden mehr Input wünsche, denn die Lehrenden verstünden sich doch meist an erster Stelle als Wissenschaftler.

Abschließend ging es um die Vereinbarkeit von persönlichen Wertvorstellungen mit dem Berufsleben. Maurice Müller, der vor seiner Beschäftigung in der internen Kommunikation in der externen Kommunikation des IWES arbeitete, berichtete, dass man gerade in der externen Kommunikation natürlich die Sicht des Unternehmens wiedergeben müsse. In seinem Fall stimme diese auch mit seinen persönlichen Vorstellungen überein. Lippa, der politisch engagiert ist, sicherte sich im Voraus bei seinem Arbeitgeber ab, ob sein Engagement mit der Arbeit bei der politisch neutralen Initiative für Beschäftigung OWL vereinbar sei. Ein reflektiertes Verhalten sei natürlich notwendig, so Lippa.

Insgesamt war es ein sehr informativer Abend, an dem aus unterschiedlichen Perspektiven über die Möglichkeiten und Herausforderungen des Berufseinstiegs für Studierende der Sozial- und Politikwissenschaften sowie über die Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen diskutiert wurde.

Die Fachschaft PolKom bedankt sich noch einmal bei den Gästen und Teilnehmern für das große Interesse an der Veranstaltung. Wir arbeiten an einer baldigen Fortsetzung.

(at)                                                                                           
15.10.2013

 

Bielefeld für Anfänger: O-Woche erleichtert den Start der "Erstis"

 

Gemeinsam mit den neuen Studierenden feierte die Fachschaft Politische Kommunikation die Premiere der Orientierungs-Woche. Zum ersten Mal seit Gründung des Studienganges bot die noch junge Fachschaft ein Programm zum Auftakt des Semesters an, das den Neuankömmlingen den Start erleichterte. Bereits in der Woche vor dem offiziellen Vorlesungsbeginn begrüßten die Mitglieder der Fachschaft die neuen Gesichter mit einem Sektempfang, der bereits zur Klärung erster Fragen diente. Deutlicher als in den vorangehenden Jahrgängen setzt sich die neue Generation aus einer großen Vielfalt der Fachrichtungen und bisherigen Studienorten zusammen, weshalb natürlich auch inhaltliche Fragen nicht zu kurz kamen. Über die formale Organisation des Masterprogramms informierte am Mittwochnachmittag Julia Kammann. Außerdem durfte der erste Rundgang durch die Bielefelder Uni nicht fehlen.

Am Donnerstag bot Sabrina Schluckebier einen Einblick in die Bibliothek und gab praktische Tipps. Dann stand das Leben abseits der Seminarräume und Hörsäle im Mittelpunkt. Zunächst durften die Erstis einen Blick hinter die Kulissen der Schüco Arena werfen, die Arminia-Mitarbeiter und Bielefeld-Alumni Tim Santen für uns öffnete. Anschließend ging es zur Stadtführung durch die Bielefelder Innenstadt und auf die Sparrenburg. Den Tagesabschluss genossen die Erstis und die Fachschaft gemeinsam im Kachelhaus. Am Freitagabend zog es dann einige neue und alte Köpfe zur gemeinsamen Feier ins Forum.

(jg)
29.07.2013

 

Raus aus dem Schatten- rauf auf die Bühne!

Die neue Fachschaft PolKom steht seit Juni in den Startlöchern. Die O-Woche ist das erste Ziel, doch weitere Ideen liegen schon in den Schubladen.

Interdisziplinär, kommunikativ, innovativ- wenige Studiengänge verkörpern die Leitideen der Universität Bielefeld so wie der Fachbereich Politische Kommunikation. Dennoch führte der Masterstudiengang bisher ein Schattendasein an der Fakultät der Soziologie. Seit einigen Monaten ändert sich dieser Zustand merklich. Denn neben den bekannten Fachschaften Soziologie, Sowi-Powi und Gender Studies fügt sich seit Mitte des Jahres die neue Fachschaft Politische Kommunikation in die Landschaft der organisierten Gruppen ein.

„Es geht zunächst darum, den neuen Studierenden eine Anlaufstelle zu bieten“, erklärte Caroline Rempe, gewählte Vorsitzende der Fachschaft. Langfristig sollen aber auch die interne und externe Präsenz des Studiengangs gestärkt werden. Das Masterprogramm ist, anders als zum Beispiel der Master Soziologie, in verschiedenen Fachbereichen angesiedelt. Neben den soziologischen Perspektiven bieten die Module die Möglichkeit Seminare und Vorlesungen aus politik-, medien-, rechts- und geschichtswissenschaftlichen Bereichen zu kombinieren. Sowohl für Bielefelder als auch Studierende anderer Universitäten liegt die Attraktivität dieses Masters in seiner Vielfältigkeit, natürlich neben der Möglichkeit der Spezialisierung. Das zweite Augenmerk liegt auf der Stärkung der Verbindung von Universität und Arbeitswelt. Ziel sei es auch, Referenten zu gewinnen und so Perspektiven zu schaffen. Durch Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und Themenabend sollen Studierende die Möglichkeit gewinnen, das eigene Profil zu schärfen.

Auch die Fakultät für Soziologie sieht die neue Fachschaft als positive Entwicklung. Nicht zuletzt der Studiengangsbeauftragte Professor Boris Holzer begrüßte das Engagement der Studierenden. Auch das Studierenden-Parlament zeigte sich erfreut über die neue Anlaufstelle für Studierende und bewilligte die Gründung formell. Das nächste Ziel ist die O-Woche im kommenden Oktober. Neben kleinen und großen Orientierungshilfen im Uni-Alltag soll es eine Stadtführung der besonderen Art geben. Natürlich wird das informelle Kennenlernen nicht zu kurz kommen, denn die gute Atmosphäre zwischen den Studierenden soll auch die Neulinge willkommen heißen und beste Startbedingungen in Bielefeld liefern.

(JG)