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Soziale ProblemeZeitschrift für soziale Probleme und soziale Kontrolle
Vom „Broken-Windows-Ansatz“ von Dieter Hermann und Christian Laue 14. Jahrgang 2003, Heft 2, S. 107-136 ZusammenfassungIn einer theoriegeschichtlichen und systematischen Analyse des Broken-Windows-Ansatzes erweist sich dieser in erster Linie als ökologische Kriminalitätstheorie. Diese wurde in einer empirischen Analyse, die auf Strukturdaten und Befragungsdaten von zwei Universitätsstädten basiert, untersucht. Die Zusammenhänge zwischen ökologischen Strukturen auf der Stadtteilsebene und Kriminalitätsbelastung bzw. Kriminalitätsfurcht entsprechen zwar weitgehend dem Broken-Windows-Ansatz, legen aber eine Modifikation nahe. Eine Ergänzung dieses Ansatzes kann durch die Verknüpfung mit Viktimisierungstheorien, den Lebensstilansätzen von Hindelang sowie von Hermann und Dölling erreicht werden. Dies führt zu einer Erhöhung des Erklärungspotentials. Demnach sind Kriminalitätsbelastungen in einem Stadtteil nicht nur von den Strukturbedingungen in diesem Stadtteil abhängig, sondern auch von den Lebensstilen der Bewohner. Abstract From „Broken-Windows-Approach” to a
Lifestyle-Oriented From a theoretical and a systematic point of view, the broken windows approach proves to be a mainly ecological theory of crime. This paper investigates the theory through an empirical analysis of structural and survey data from two university cities. The correlations between ecological structures in different neighbourhoods and the level of crime and the fear of crime broadly support the broken windows theory. A modification of the theory was introduced by integrating theories of victimization namely the lifestyle studies by Hindelang as well as Hermann and Dölling’s theory. This produced a better fit of the data. The level of crime in a neighbourhood does not only depend on its structural characteristics, but in addition on the lifestyles of its inhabitants. |
Kontakt: soziale.probleme@uni-bielefeld.de
Letzte Änderungen: 14. April 2003 |