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Nachhaltigkeitsmaßnahme Intelligente Technik sozial und humanverträglich gestalten

Akzeptanz gewährleisten

Innovationen werden häufig nur von ihrer technischen und/oder wirtschaftlichen Seite betrachtet. Die Perspektive des Anwenders und mögliche andere gesellschaftliche Standpunkte (etwa die "Gemeinwohlperspektive") werden dann vernachlässigt. Fragen der Sicherheit, der Beherrschbarkeit, der Akzeptanz und des individuellen Nutzens der Technologie bleiben außen vor. Dadurch besteht die Gefahr, dass die neuen Produkte und Produktionssysteme zu Widerständen (Sozialverträglichkeit) und Berührungsängsten bei den Anwendern (Humanverträglichkeit) führen. Dies zeigt sich beispielsweise bei Fahrerassistenzsystemen und elektronisch gesteuerten Bremsen, denen Nutzer nicht uneingeschränkt vertrauen, oder wenn sich Proteste gegen neue Technologien formieren, in denen etwa zunehmende Automation als Arbeitsplatzvernichter erscheint. Unternehmen setzen zwar durchaus Verfahren ein, die dazu dienen, Imageprobleme oder unmittelbar ersichtliche Konflikte zu bewältigen, aber keine Verfahren, die darauf abzielen, mit Unternehmensexternen zu einer Abwägung der im Unternehmen entwickelten technischen Neuerungen zu kommen. Wenn es um konkrete Innovationen geht, ist es gleichwohl sinnvoll, dass Unternehmen die Federführung übernehmen, da auf diese Weise gewährleistet ist, dass die gewonnenen Einsichten bei der Gestaltung der Innovationen direkt berücksichtigt werden können.

Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung von Handlungsempfehlungen und Beratungsangeboten für eine human- und sozialverträgliche Technikgestaltung im Allgemeinen und den Einbezug nicht-technischer bzw. nicht-wirtschaftlicher, sehr wohl aber unternehmensrelevanter Perspektiven im Besonderen.

// Projektpartner

In Zusammenarbeit mit den Clusterunternehmen werden Workshopkonzepte und konkrete Verfahren zu Technikfolgenabschätzung (TA) und User Centered Design (UCD) entwickelt und umgesetzt, die den Unternehmen helfen, damit auch die Akzeptanz neuartiger Technologien zu steigern. Auf dieser Grundlage wird ein Leitfaden für eine human- und sozialverträgliche Technikgestaltung erarbeitet. Darüber hinaus wird eine Servicestelle eingerichtet, die Unternehmen zu Fragen der Technikfolgenabschätzung und Nutzerorientierung berät.

Durch das Projekt erhalten die Clusterunternehmen praxisorientierte Handlungsempfehlungen, um Intelligente Technische Systeme human- und sozialverträglich zu gestalten. Dadurch wird sichergestellt, dass die Produkte im Einklang mit gesellschaftlichen Erwartungen und den Bedarfen der Anwender stehen. So wird die Wettbewerbsfähigkeit der Clusterunternehmen verbessert. Die Servicestelle bietet ein umfassendes Beratungsangebot an, das weiteren Unternehmen zur Verfügung stehen wird. Die Resultate werden in Studien- und Weiterbildungsangebote integriert und mithilfe von Engineering- und Consultingunternehmen über den Cluster hinaus bekannt gemacht.