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Ressourceneffiziente Selbstoptimierende Wäscherei

Die grüne Wascherei

Industrielle Wäschereien müssen aufgrund der Markt- und Wettbewerbssituation zukünftig schnell und kostengünstig arbeiten. Eine nachhaltige Einsparung von Ressourcen, wie Energie, Waschmittel, Wasser etc., ist essentiell. Derzeit werden Maschinen in einer Großwäscherei einzeln und voneinander unabhängig anhand von Erfahrungswerten der Anwender eingestellt. Eine systematische, mathematische fundierte Analyse der optimalen Maschineneinstellungen sowie eine ganzheitliche Betrachtung auf Ebene der gesamten Wäscherei erfolgen bisher nicht. Dadurch ergeben sich große Optimierungspotenziale. Zudem erfordert die Handhabung der Wäsche einen hohen Personalaufwand und Hygieneanforderungen spielen eine immer wichtigere Rolle. Die betrifft sowohl die Handhabung verschmutzter Wäsche durch das Wäschereipersonal als auch den Hygienenachweis der ausgelieferten reinen Wäsche, z.B. an Krankenhäuser.

Ziel des Forschungsprojekts itsowl-ReSerW ist die erhebliche Verbesserung der Ressourceneffizienz industrieller Wäscherein. Durch Methoden und Verfahren der Selbstoptimierung soll insbesondere der Bedarf an Energie deutlich reduziert werde. Die ökologische und der ökonomische Nutzen soll dadurch maßgeblich gesteigert werden.

Im Rahmen des Projekts werden dazu intelligente Regelungs-, Steuerungs- und Optimierungsstrategien entwickelt, die das Zusammenspiel der Maschinen und die Prozesse der gesamten Wäscherei optimieren. Neuartige Automatisierungslösungen, wie beispielsweise ein intelligenter Greifroboter, sortieren die Schmutzwäsche und reduzieren den Kontakt des Personals mit verschmutzter Wäsche.Dazu werden leistungsfähige Bildverarbeitungsalgorithmen entwickelt, die auf die speziellen Einsatzbedingungen in einer Wäscherei zugeschnitten sind. Ferner werden neuartige Modellierungs- und Simulationsmodelle erarbeitet, mit deren Hilfe sich bei der systemübergreifenden Prozessplanung, -steuerung und -überwachung suboptimale Zustände frühzeitig erkennen udn Optimierungen zielgerichtet umsetzen lassen. Die Ergebnisse werden in Pilotanwendungen validiert und in marktfähige Produkte bzw. Prozesssysteme überführt.

Durch die konsequente Einsparung von Ressourcen wie Wasser, Waschmittel etc. bis zur Hälfte des bisherigen Bedarfs, werden die Betriebskosten für Großwäscherein in erheblichem Umfang reduziert. Dadurch ergibt sich insbesondere in Ländern mit extremer Wasserarmut ein großes Potential für die Erschließung neuer Märkte. Neuartige Greifroboter und die damit einhergehende Entlastung des Personals, beispielsweise durch die Kontaktvermeidung mit verschmutzter Wäsche, werden zudem ein Alleinstellungsmerkmal sein und neue Hygienestandarts definieren.