Das Profil "Entwicklungsförderung - Kindheit - Jungend" (EKJ) soll der gestiegenen Bedeutung, die Bewegung, Spiel und Sport in der betreffenden Altersspanne zukommt, Rechnung tragen, und zwar sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich. Der Studiengang qualifiziert deshalb neben dem Berufsfeld "Schule" (und zwar Grund-, Haupt- und Realschule gemäß der LPO NRW vom 27. 3. 2003) auch für andere pädagogische Berufsfelder, die sich inhaltlich mit Fördermaßnahmen, Sozialisation, Erziehung und Bildung im Bereich "Bewegung, Spiel und Sport im Kindes- und Jugendalter" beschäftigen. Bewegung, Spiel und Sport können nicht nur den negativen Begleiterscheinungen des Bewegungsmangels entgegensteuern, sondern auch bestimmte personale Entwicklungsprozesse positiv beeinflussen. Da die Altersspanne der 6- bis 16-jährigen durch große Verschiedenheit (z.B. hinsichtlich des Leistungsstandes und des Entwicklungstempos) und Vielfältigkeit (z.B. in Bezug auf den sozialen, ethnischen und kulturellen Hintergrund oder in Bezug auf ihre geschlechtstypische Prägung) gekennzeichnet ist, ist der Studiengang auf diese Heterogenitätsphänomene besonders ausgerichtet.
Die Ziele des Profils EKJ liegen darin, einerseits fundierte Kenntnisse und die Fähigkeit zur kritischen Reflexion in den Grundlagenfächern der Sportwissenschaft aber auch für bestimmte Felder der Sportpraxis zu vermitteln, und zwar dies alles unter der Perspektive der entsprechenden Berufsfelder. Andererseits soll das Studium zu reflektierter, praktisch-pädagogischer und programmatischer Arbeit speziell mit Kindern und Jugendlichen befähigen. Dabei sollen in besonderem Maße Kenntnisse im Bereich der motorischen und der sozialen Förderung im Kindes- und Jugendalter vor dem Hintergrund unterschiedlicher Adressatengruppen vermittelt werden, ebenso wie Fähigkeiten zur pädagogischen Gestaltung von Spiel- und Sportsituationen in heterogenen Gruppen.
Das Studium orientiert sich auch an der Berufspraxis. In 14 Wochen studienbegleitender Praktika wird unter Anleitung in verschiedene Berufsfelder eingeführt, auf Wunsch von Beginn an in das Berufsfeld "Schule". In der Verbindung von theoretischen und praktischen Veranstaltungen wird eine Verknüpfung von wissenschaftlichem Studium und studienbegleitender Forschung einerseits und beruflicher Tätigkeit andererseits ermöglicht. Spezielle Kenntnisse für pädagogische Berufsfelder werden in interdisziplinär angelegten Modulen erworben.
Die wichtigsten Berufsfelder sind die Grund-, Haupt- und Realschule (GHR). Weitere Berufsfelder zeichnen sich im Elementarbereich (Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten), im Bereich der Bewegungs- und Körpertherapien (bei Trägern des Gesundheitssystems, der Jugendhilfe und in freien therapeutischen Praxen) sowie in der Freizeit- und Tourismusindustrie ab (z. B. kommerzielle Anbieter von Abenteuersport, sportbezogene Kinder- und Jugendreisen).