Fakultät für Soziologie
 
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Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Mechanismen der Genese und Reproduktion sozialer Praxis und sozialer Strukturen grenzübergreifender Beziehungen. Wir beschäftigen uns insbesondere mit den Implikationen für Mitgliedschaft am Beispiel von (Staats)Bürgerschaft. Es gibt drei Forschungsfelder: grenzüberschreitende Migration, Entwicklungskooperation und die Transnationale Soziale Frage, also Mobilisierung im Hinblick auf soziale Ungleichheiten. Eine transnationale Perspektive bildet den Hintergrund für alle drei Bereiche: Wie bilden Kategorien von Personen, Organisationen und Staaten grenzüberschreitende soziale Formationen – so wie transnationale soziale Räume, Diaspora, transnationale Gemeinschaften, transnationale Familien, transnationale soziale Bewegungen, themenzentrierte Netzwerke von Organisationen? Welche Konsequenzen haben transnationale soziale Formationen für Lebenswelten, soziale Ungleichheiten und Mitgliedschaft? Die Arbeit des Center on Migration, Citizenship and Development (COMCAD) gründet auch auf der Kritik des methodologischen Nationalismus und versucht angemessene Methoden zu entwickeln und anzuwenden, die dieses Defizit überwinden.

Transnationale soziale Räume, gebildet durch Migranten, ihre Bezugspersonen und immobile Personen, werden derzeit systematisch durch eine mixed-methods Panelstudie (der Fall Deutschland- Türkei, SFB 882, Teilprojekt C1) untersucht. Ein weiteres Forschungsprojekt beschäftigt sich mit grenzüberschreitender (informeller) sozialer Sicherung durch Personen, Familien und Netzwerke in den transnationalen sozialen Räumen Deutschland- Türkei, Deutschland-Polen und Deutschland- Kasachstan und ergänzt dadurch marko-institutionelle Forschungsperspektiven (SFB 882, Teilprojekt C3). Im Forschungsbereich Entwicklung ist das Thema Klimawandel interessant, da es Fragen hinsichtlich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit diverser Organisationen und der Adaption von Rechts- und Mitgliedschaftsdiskursen in Bezug auf lokale Bedürfnisse zum Beispiel bei Umsiedlung aufwirft. Zu diesem Zweck organisiert die AG diverse, von der European Science Foundation (ESF) geförderte Forschungskonferenzen.

Ein wichtiger Teil der Lehre sind DoktonadInnenprojekte, die sich in den angesprochenen Forschungsfeldern bewegen. Derzeit gibt es 15 Projekte in den Bereichen Transnationale Migration, Entwicklungszusammenarbeit, Klimawandel, Transnationale Sozialpolitik und Transnationale soziale Sicherung. Zukünftige Forschung wird weiterhin auf dem Bereich Transnationalisierung aufbauen und spezifischer auf soziale Sicherung in und rund um die Europäische Union und deren Implikationen für Mitgliedschaft eingehen.

 

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