Fakultät für Soziologie
 
Hintergrundbild
Hintergrundbild
  Flagge English
  

Angebot des Arbeitsbereichs im BA und MA

Bachelor

Die Seminare des BA-Fachmoduls Transnationalisierung und Entwicklung befassen sich mit der Frage, über welche Prozesse die Herausbildung staatenübergreifender Interaktions- und Strukturzusammenhänge verläuft und wie diese ihrerseits auf regionale und lokale Strukturen zurückwirken. Ausgehend von sozialen Räumen, in denen Grenzziehungsprozesse zwischen Gruppen entlang vielfältiger Heterogenitäten wie Klasse, Geschlecht, Ethnizität, Alter und Religion stattfinden, geht es um die Entstehung und Veränderung von grenzübergreifenden sozialen Konfigurationen wie Familien, Netzwerke, Organisationen und die damit verbundenen Fragen von politischer Macht, kultureller Vielfalt und sozialer Ungleichheit. Es werden Sachbereiche mit transnationaler Reichweite thematisiert wie Migration, Sozialpolitik, Entwicklungskooperation, Klimawandel und damit auch komplexe Probleme von Mitgliedschaft (citizenship) angesprochen.

Weitere Informationen zum Modul finden Sie hier.

 

Master

Das Modul Soziologie der globalen Welt zielt auf die Vermittlung eines soziologischen Verständnisses von Vergesellschaftungs- und Vergemeinschaftungsprozessen jenseits des so genannten ‚methodologischen Nationalismus’. Um diese Prozesse auf ihre sozialen, kulturellen, territorialen und politischen Grenzziehungen hin zu befragen, bietet das Modul zwei Ansätze an: In der Perspektive der Transnationalisierung stehen Querverbindungen von Institutionen und Akteuren zwischen, unterhalb und oberhalb von Nationalstaaten im Mittelpunkt. In den Blick genommen werden die Folgen der Entgrenzung sozialer Lebenswelten und gesellschaftlicher Institutionen und ihre Bedeutung für das Entstehen neuer Formationen (z.B. Diaspora, globale Regime, grenzübergreifende Netzwerke und soziale Bewegungen), aber auch für die Veränderung bestehender Strukturen und Institutionen (z.B. Regionalismus, Staatlichkeit, citizenship und governance). Aus der Perspektive der Weltgesellschaftstheorie wird nach Mustern der Strukturbildung sowie nach Konfliktpotenzialen gefragt, die sich aus Differenzierungsprozessen sowie aus den Unvereinbarkeiten der verschiedenen politischen, rechtlichen, ökonomischen und weiteren Strukturen globaler Funktionszusammenhänge ergeben. Ferner werden die historischen Hintergründe der Herausbildung und Durchsetzung spezifischer Ordnungsformen – vor allem in Form des modernen Nationalstaats – thematisiert.

Im Modulhandbuch zum Masterstudiengang finden Sie weitere Informationen bezüglich der Lehrinhalte.



 

  • 50 Seitenaufrufe seit dem 25.9.2009