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<!DOCTYPE rdf:RDF PUBLIC "-//DUBLIN CORE//DCMES DTD 2002/07/31//EN" "http://dublincore.org/documents/2002/07/31/dcmes-xml/dcmes-xml-dtd.dtd">
<rdf:RDF xmlns:vCard="http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><rdf:Description rdf:about="http://www.uni-bielefeld.de/theologie/forschung/religionsforschung/forschung/streib/index.html"><dc:source>http://www.uni-bielefeld.de/theologie/forschung/religionsforschung/forschung/streib/index.html?__xsl=/templates/null.xsl</dc:source><dc:title>Biographische Religionsforschung</dc:title><dc:creator>2319</dc:creator><dc:description></dc:description><dc:subject>Streib, Cirrus, Dekonversion und Fundamentalistische Biographien, Religiöse Stile und Schemata / Faith Development, Inter- Religiöses Lernen und Entwicklung von Xenosophie, Religiöse Sozialisation von Türkisch- Islamischen Migranten, Religiöse Kinderbilder, Jugendliche und Religion, Mediation / Konfliktmanagement, Spiritualität / Neue Formen von Religion

</dc:subject><dc:publisher>Universität Bielefeld</dc:publisher><dc:date>2012-12-17</dc:date><dc:language>de</dc:language><dc:format>text/html</dc:format>




//Dekonversion &amp; Fundamentalistische Biographien 


Das Hauptprojekt in diesem Forschungsbereich war die Bielefelder 
kulturübergreifende Dekonversions-Studie, in die Abkehr aus einer Vielfalt von 
religiösen Organisationen in den U.S.A. und Deutschland untersucht wurden: von 
etablierten, Mainstream-Religionsgemeinschaften bis hin zu kleineren 
neu-religiösen und fundamentalistischen Gruppen. Von 2002 bis 2005 nehmen 
insgesamt 1.197 Versuchspersonen an der Untersuchung teil. Im Zentrum der 
Studie standen ca. 100 Dekonversionsgeschichten (je 50% aus den U.S.A. und aus 
Deutschland), aus der sich eine Typologie ergibt. Dieses Projekt hat in 
transatlantischem Vergleich und weit größerem Detail das untersucht, was 1998 
als Studie von christlich-fundamentalistischen Biographien für die 
Enquete-Kommission "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" des 13. Dt. Bundestags 
begonnen hatte. 




//Religiöse Stile und Schemata / Faith Development 


Dieser Forschungsschwerpunkt geht auf die theoretische und methodologische 
Arbeit von H. Streib an der von James W. Fowler vorgelegten faith development 
theory zurück, die mit Streibs Dissertation und der Mitarbeit im Center for 
Faith and Moral Development an der Emory University, Atlanta begonnen hatte. 
Dieser Forschungsbereich hat drei Aspekte: Theorierevision, Dokumentation von 
faith development research weltweit und schließlich: Methodenevaluation und 
Instrumentenentwicklung. In abgeschlossenen, laufenden und künftigen 
empirischen Projekten der Forschungsstelle kamen und kommen das faith 
evelopment interview und die Religious Schema Scale (RSS) zur Anwendung. 




//Inter-religiöses Lernen: Entwicklung von Xenosophie 


Kulturelle und religiöse Differenz sind eine zunehmende Herausforderung in 
westlichen Gesellschaften. Inter-religiöses Lernen in der Schule ist ein 
relativ neuer Fokus der Religionspädagogik in Deutschland. Doch ist empirische 
Forschung in diesem Bereich immer noch ziemlich unterentwickelt. 
Eine Schlüsselfrage dabei betrifft die Begegnung mit dem Fremden und der 
fremden Religion: den Stil, dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene in solcher 
Begegnung folgen. Anstelle Fremdheit zu ignorieren oder zu minimieren, sollte 
Fremdheit gewürdigt und bearbeitet werden; denn nur so werden kreative 
Potenziale freigesetzt. Dies kann als 'Xenosophie' (die Weisheit in der 
Begegnung mit dem Fremden) bezeichnet werden. Unsere Forschung umfasst somit 
Konzeptualisierung, Instrumentenentwicklung und empirische Forschung, die der 
inter-religiösen Begegnung - nicht zuletzt mit dem Modell der Xenosophie im 
Blick - nachspürt. Als methodische Neuentwicklung haben wir 
(C. Klein; H. Streib) ein experimentelles Verfahren, den "Abrahamitic Religions 
Xenophobia Test (ARXT)" entwickelt und einem erfolgreichen Testlauf unterzogen. 




//Religiöse Sozialisation von türkisch-islamischen 
Immigranten 


Während islamisch-türkische Immigranten in Deutschland bereits in die dritte 
Generation gehen, liegt nur wenig Forschung vor über die (ständig sich ändernde) 
religiöse Praxis und Sozialisation in diesem Teil der Bevölkerung. Hier leisten 
besonder Dissertationsprojekte von DoktorandInnen aus der Türkei einen Beitrag: 
A. Aygün hat über religiöse Sozialisation und Glaubensentwicklung 
(faith development) im Kulturvergleich von Jugendlichen in der in Türkei und in 
Deutschland gearbeitet und seine Arbeit 2010 vorgelegt; S. Özisik untersucht 
mit faith development interviews die intergenerationale Verschiedenheit von 
Religiosität in drei Generationen innerhalb von Familien türkisch-islamischer 
Immigranten; Z. Agilkaya erforscht die Beziehung von Homosexualität von 
christlichen und islamischen Menschen in Detuschland und der Türkei im 
Vergleich. 




//Religiöse Kinderbilder 


Empirische Forschungsprojekte, die anhand von Kinderbildern die religiösen 
Vorstellungen und Darstellungen von Kindern analysieren, liegen nur vereinzelt 
vor und sind im Forschungsdesign unzureichend, weil sie die Subjektivität und 
Gestaltungskompetenz der Kinder kaum berücksichtigen und teilweise einem 
problematischen Entwicklungskonzept folgen, das eine anthropomorphische von 
einer symbolischen Gottesdarstellung scheiden möchte. Auf dem Hintergrund einer 
Pilotstudie (Religiöse Kinderbilder im Prozess des Entstehens) hat M. Wiedmaier 
in ihrem Dissertationsprojekt knapp 60 Kinder, die zu zweit oder Kleingruppen 
ein Gottesbild malen, videodokumentiert und ausgewertet; die Ergebnisse sind 
als Buch (Wiedmeier 2008) veröffentlicht. P. Meise setzt diese Forschung in 
einem längsschnittlichen Design fort. 




//Jugend und Religion 


Der Bereich ?Jugend und Religion? ist an unserer Bielefelder Forschungsstelle 
längst ein eigener Forschungsschwerpunkt geworden. An unserer Onlinebefragung 
"Jugendliche &amp; Religion" haben 2009 mehr als 400 Jugendliche teilgenommen. 
Ergebnisse sind in Streib/Gennerich: Jugend und Religion (Juventa 2011) 
präsentiert. Eine große Umfrage zu "Jugend &amp; Religion" ist in Vorbereitung. 
Zu diesem Schwerpunkt gehört auch C. Gennerichs Habilitation 
(Empirische Dogamtik des Jugendlaters, 2010), in der er eine profunde Analyse 
der "theologischen" Präferenzen von Jugendlichen im Modell des Werteraums 
vorlegt und die für die Religionspädagogik große Bedeutung hat.




//Konfliktmediation 


Konfliktschlichtung spielt im schulischen Alltag eine immer wichtigere Rolle. 
In der Forschung reagieren wir auf diese Problematik mit der Vorbereitung einer 
großen Studie, die den Mediationsbedarf und die Mediationsbereitschaft von 
SchülerInnen im Bezug auf Religiosität, Persönlichkeit, Einstellungen und 
Werten untersucht. In der Lehre der Abteilung Theologie reagieren wir auf den 
Bedarf durch regelmäßige Veranstaltungsangebote, die teilweise auch Workshops 
mit ausgebildeten MediatorInnen einschließen. Eine engagierte Gruppe von 
Studierenden hat ein Video produziert, das online angeschaut werden kann?




//Spiritualität und neue Formen von Religiosität 


Die religiösen Felder in Deutschland und den U.S.A. verändern und entwickeln 
sich ständig. Neue Formen von Religiosität zu dokumentieren ist darum eine 
kontinuierliche Aufgabe. "Spiritualität" wurde zunehmend populär als 
Selbstbezeichnung, die neue Formen von gelebter Religion oder neue 
Suchbewegungen außerhalb und teils in Gegensatz zur etablierten und 
organisierten Religionstraditionen anzeigt. Während in the U.S.A. die 
Präferenzen für einen "spirituelle" Selbstbezeichnung über ca. ein Jahrzehnt 
dokumentiert sind, waren wir 2005 unter den Ersten, die die  nicht unerhebliche 
Anzahl von Deutschen dokumentiert haben, die sich als "mehr spirituell als 
religiös" bezeichnen. Interessant ist auch, dass die Präferenzen für 
"Spiritualität" bei Dekonvertiten (in Deutschland und den U.S.A.) doppelt so 
hoch sind als bei Mitglieder in Religionsgemeinschaften. Das gegenwärtig 
laufende Drittmittelprojekt "Spirituality in Germany and the U.S.A." untersucht 
im Vergleich zwischen Deutschland und den U.S.A. die Semantik von Spiritualität 
und anderen religiösen und nicht-religiösen Selbstbezeichnungen im Verhältnis 
zu einer Vielzahl von psychometrischen Faktoren. Inter persönlichen Interviews 
spielen sowohl experimentelle Methoden, als auch das 
Faith-Development-Interview eine Rolle.



 































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