40 Jahre Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft

Die Gründung am 29. Januar 1966

Die offizielle Konstituierung der Universitätsgesellschaft am 29. Januar 1966. Prof. Dr. Helmut Schelsky stellt das von ihm erarbeitete Strukturkonzept für die „Universität im ostwestfälischen Raum“ vor. Der Einladung waren unter anderem gefolgt (von links): Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld Dr. Heinz zur Nieden, der Lippische Regierungspräsident a. D. Heinrich Drake, Regierungspräsident Ernst Graumann, der Bielefelder Oberbürgermeister Herbert Hinnendahl, der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen Ernst Wilm, der Bielefelder SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ulrich Lohmar, der Bonner Universitätskanzler Eberhard Freiherr von Medem, der Herforder Oberbürgermeister Dr. Kurt Schober sowie Rudolf August Oetker.

Der Eintragung ins Vereinsregister am 26. Januar 1966 folgte die offizielle Konstituierung der "Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft - Verein der Freunde und Förderer e.V.“ am 29. Januar 1966 im Bankhaus Lampe. Mehr als 70 prominente Personen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft aus ganz Ostwestfalen-Lippe und mehrere Mitglieder des Gründungsausschusses der Universität sowie Vertreter der im Standortwettbewerb unterlegenen Städte Herford, Paderborn und Detmold waren anwesend, worin die Presse einen Beleg dafür sah, "daß heute der gesamte ostwestfälisch-lippische Raum in Einmütigkeit hinter den Plänen des Landes Nordrhein-Westfalen stehe.“
Impressionen von der Gründungsversammlung I:
Vor der Gründungsversammlung am 29. Januar 1966: Der Bonner Universitätskanzler Eberhard Freiherr von Medem und Rudolf August Oetker (links).
Im Gespräch: Rudolf August Oetker, Helmut Schelsky, Ministerialdirigent Scheidemann vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und  Eberhard Freiherr von Medem (rechts).

Erneut wurde Oetker zum Vorsitzenden gewählt, der Bielefelder Oberbürgermeister Herbert Hinnendahl zu seinem Stellvertreter und ein Mitarbeiter der Fa. August Oetker, Dr. Werner Glahe, zum Geschäftsführer. Den Vorstand ergänzten der Regierungspräsident Ernst Graumann, der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses des Bundestages, der SPD-Abgeordnete Ulrich Lohmar, der Vorsitzende der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld Heinz zur Nieden, der Herforder Oberbürgermeister und CDU-Bundestagsabgeordnete Kurt Schober sowie Helmut Schelsky und der Bonner Universitätskanzler Eberhard Freiherr von Medem in ihrer erwarteten Funktion als Rektor und Kanzler der neuen Universität. In seiner Rede vor der Gründungsversammlung betonte Oetker, dass die zu gründende Universität von allen Städten und Gemeinden des ostwestfälisch-lippischen Raumes und allen Teilen der Bevölkerung, unabhängig von Konfessionen, Berufsständen, politischer und weltanschaulicher Richtung getragen werden müsse.
Der Vorstand der Universitätsgesellschaft (gewählt auf der Versammlung am 29. Januar 1966)

Vorsitzender: Rudolf August Oetker, Bielefeld, geb. 1916; Leiter der Fa. Dr. August Oetker
Stellv. Vorsitzender: Herbert Hinnendahl, Bielefeld; geb. 1914; Oberbürgermeister Bielefelds
Weitere Mitglieder des Vorstandes:
Ernst Graumann
, Detmold; geb. 1913; Regierungspräsident in Detmold
Dr. Ulrich Lohmar, Bielefeld; geb. 1928; Mitglied des Bundestages (SPD)und Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wissenschaft, Kulturpolitik und Publizistik
Eberhard Freiherr von Medem, Bonn; geb. 1913; Kanzler der Universität Bonn; zuständig für den Verwaltungsaufbau der ostwestfälischen Universität [in seiner erwarteten Funktion als Kanzler]
Dr. Heinz zur Nieden, Bielefeld; geb. 1907; Vorsitzender des Vorstandes der Anker-Werke Bielefeld; Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld
Prof. Dr. Helmut Schelsky, Münster; geb. 1912; stellvertretender Vorsitzender des Gründungs-auschusses der ostwestfälischen Universität [in seiner erwarteten Funktion als Rektor]
Dr. Kurt Schober, Herford; geb. 1917; Oberbürgermeister Herfords; Mitglied des Bundestages (CDU)

Impressionen von der Gründungsversammlung II: Rudolf-August Oetker, Bielefelds Oberstadtdirektor Heinz-Robert Kuhn, Bielefelds Bürgermeister Johann Dietrich Broelemann und Dr. de la Trobe (links).
Stoßen auf die Universitätsgesellschaft an: Regierungspräsident Ernst Graumann, Heinrich Drake, Rudolf August Oetker und Ewald Kipper (rechts).
Alle Fotos: Universitätsarchiv Bielefeld/G. Rudolf


Protokoll der Gründungsversammlung der Universitätsgesellschaft am 29. Januar 1966 im Bankhaus Lampe, Bielefeld.
Die ebenfalls am 29. Januar 1966 verabschiedete Satzung enthält als Vereinszweck lediglich – und darin unterscheidet sich die Satzung von 1966 kaum von der heutigen Satzung der Gesellschaft – die Ziele, die westfälisch-lippische Universität zu fördern und die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Praxis zu vertiefen. Die Gesellschaft sah sich – und sieht sich auch heute noch – als Gesprächspartner der Universität aus der Praxis, der Fragen und Wünsche aus der Praxis an die Universität weiterleitet und Anstoß zur Durchführung konkreter Projekte gibt.
"Warmes Buffet" anlässlich der Grünungsversammlung (links).
Bericht der "Freien Presse" vom 31. Januar 1966 über die Gründungsversammlung (rechts).