


Felix Mendelssohn-Bartholdy, Oratorium Paulus
Der Paulus gilt als eines der bedeutendsten Oratorien der Romantik. Die Uraufführung fand mit großem Erfolg 1836 in Düsseldorf statt. Robert Schumann sprach anlässlich der Wiener Uraufführung davon, dass „eine fortlaufende Kette von Schönheiten“ im Auditorium „wie ein Feuerwerk zündete“.
Den Text stellte Felix Mendelssohn im wesentlichen selbst aus Bibelstellen zusammen.
Das großangelegte über zweistündige Werk gliedert sich in zwei Teile mit 22 bzw. 23 Abschnitten. Jeder Teil baut inhaltlich auf drei dramatischen Elementen aus der Apostelgeschichte auf: Verfolgung und Steinigung des Stephanus – Erscheinung Christi vor Saulus und darauffolgende Blindheit – Wiedergewinnung des Sehvermögens und Bekehrung zum Apostel Paulus – Paulus' und Barnabas' Missionsarbeit unter den Juden und Heiden sowie Paulus Abreise von Ephesus nach Jerusalem.
Am Beginn des Oratoriums steht eine Instrumentalouverture in der der Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ erklingt, mit dem gleichsam das Motto des gesamten Werkes darstellt wird: die geistige Erweckung des Saulus zum Paulus, der Hoffnungsstrahl der Botschaft Christi hinein in das Dunkel.
Musikalisch stellt Mendelssohn seinen Paulus in die Tradition der alttestamentlichen Oratorien Händels sowie der Passionen Bachs. Rezitative, Arien und chorische Sätze werden oft miteinander verknüpft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vielgestaltigkeit der zahlreichen Chorsätze. Das Orchester ist groß besetzt.
| Solisten: | Katherina Müller, Sopran Dshamilja Kaiser, Alt Georg Poplutz, Tenor Tobias Berndt, Bass (Paulus) Michael Adair, Bass II |
| Chor: | Universitätschor Bielefeld |
| Orchester: | Bielefelder Philharmoniker |
| Leitung: | Dorothea Schenk |
| Eintritt: | € 20,–/16,–/12,– (Schüler/Studenten: Ermäßigung um € 2,50) |
| Karten: | Vorverkauf ab 3. September 2012
Tourist-Information im Neuen Rathaus (Tel. 05 21 / 51 69 98) |