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Sommersemester 2016

 

+ 03. April 2016 - Brake.kulturell

Sinfoniekonzert zum Jubiläum des Vereins Bake.kulturell

Schubert: Unvollendete
Brahms: Sinfonie Nr. 2

Konzertbeginn: 17:00 Uhr

+ 18. April 2016 - Klavierabend

WARUM WAR LENIN BEREIT, BEETHOVENS APPASSIONATA JEDEN TAG ZU HÖREN?

Klavierabend mit Dr. Alexander Jakobidze-Gitman
20:00 Uhr c.t., Audimax, Eintritt frei

Portrait Dr. Alexander Jakobidze-Gitman

Alexander Jakobidze-Gitman (geboren 1981 in Moskau) hat ein Klavierstudium am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium (Diplom mit Auszeichnung) und das Postgraduate-Studium an der Royal Academy of Music London absolviert. Anschließend studierte er Kultur- und Kunstwissenschaften, 2008 bekam er seinen M.A. an der Russischen Staatsuniversität für Geisteswissenschaften. 2009 promovierte er am Russischen Staatlichen Filminstitut, wo er danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Seine Konzerttätigkeit führte ihn nach Georgien, Großbritannien, Deutschland, Lettland, Polen, Russland, Spanien, Zypern sowie in die Schweiz, die USA und die Niederlande. 2012 kam er als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdiensts zur Universität Witten/Herdecke; hier arbeitet er seit April 2013 am Lehrstuhl für Phänomenologie der Musik.
Außer seiner Forschungs-, Lehr- und Veranstaltungstätigkeit macht er regelmäßig an der UW/H thematische öffentliche Vorträge, in denen er Klavierspiel mit kulturgeschichtlichen Kommentaren verbindet. Außerdem ist er aus der Filmwissenschaft nicht ganz ausgetreten: Seine Dissertation hat er als Buch umgeschrieben und bei dem prominenten russischen Verlag ?New Literary Observer? veröffentlicht.

WARUM WAR LENIN BEREIT, BEETHOVENS APPASSIONATA JEDEN TAG ZU HÖREN?
Die Appassionata gilt unter Beethovens Klaviermusik als ein Gipfel seiner zweiten, sogenannten ?heroischen? Schaffensperiode, als der Nachhall der französischen Revolution und der rebellische Geist überhaupt in seiner Musik besonders auffällig zutage trat. Und der eigentümliche Formenbau, den Beethoven pflegte und in diesem Werk bis ins Extreme brachte, wird häufig von den Musiktheoretikern als ein musikalisches Äquivalent der philosophischen Dialektik beschrieben.
Von Lenin, dem Revolutionsführer, der auch ein dialektischer Denker war, ist der Satz überliefert: ?Ich kenne nichts Besseres als die Appassionata, ich könnte sie jeden Tag hören. Eine erstaunliche, nicht mehr menschliche Musik.? Diesem Liebesbekenntnis fügte jedoch der Diktator sofort eine Entsagung hinzu: ?Doch kann ich die Musik nicht oft hören, sie greift die Nerven an, man möchte liebevolle Dummheiten sagen und den Menschen die Köpfe streicheln... Aber heutzutage darf man niemandem den Kopf streicheln, man muss die Köpfe einschlagen, mitleidlos einschlagen.?
Dr. Jakobidze-Gitman stellt also zwei Revolutionäre vor: Der eine, Beethoven nämlich, ist ein Revolutionär in der Musik, der mit den Formen der überkommenen Musikmodelle von Haydn bricht. Lenin dagegen ist ein politischer Revolutionär, der mit dem zaristischen System in Russland bricht ? jeder auf seine Weise brutal und endgültig.

+ 27. April 2016 - Gut Eckendorf

Das Konzert findet im Rahmen des Gesellschaftsabends der BDP-Jahrestagung auf dem Gelände von W. von Borries-Eckendorf GmbH &. Co. KG in der Hovedisser Str. 92, 33818 Leopoldshöhe statt.

Schubert: Unvollendete 1. Satz
Verdi: Arie der Violetta aus dem 1. Akt der Traviata
Beethoven: Europahymne

Konzertbeginn: 19:30 Uhr

+ 09. Mai 2016 - La Magia Del Flauto

Blockflötenmusik von der Renaissance bis zur Moderne mit Kathrin Härtel
20:00 Uhr c.t., Audimax, Eintritt frei

Programm

Bach Partita für Flöte solo (in c-moll statt original in a-moll)
"Black Intention" von Maki Ishii, für 3 Blockflöten, einen Gong und einen Blockflötenspieler.

Solistin

Portrait Kathrin Härtel
Die Blockflötistin Kathrin Härtel (geboren 1990 in Bielefeld) hat im Sommer 2014 ihr Blockflötenstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt in der Klasse von Prof. Michael Schneider, Gritli Kohler-Nyvall und Martin Hublow mit dem Bachelor of Music abgeschlossen und studiert zurzeit im Master-Studiengang Blockflöte an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Karel van Steenhoven.
Seit ihrem achten Lebensjahr erhielt sie Unterricht auf der Blockflöte. Fasziniert von der Vielfalt, die dieses Instrument bietet, beschloss sie schon früh, die Musik zu ihrem Beruf zu machen. Dazu trugen auch Erfolge bei Wettbewerben wie Jugend musiziert und ein Stipendium der Sparkassenstiftung für Kunst und Kultur des Kreises Minden-Lübbecke bei. Im Jahr 2013 ermöglichte ihr ein Stipendium der Richard-Wagner- Stipendienstiftung den Besuch der Bayreuther Festspiele. Im selben Jahr beteiligte sie sich am CD-Projekt der HfMDK Frankfurt.? Kathrin Härtel ist Mitbegründerin des Ensembles Flaute Attiorbato, welches sich dem Repertoire für Blockflöte und Lauteninstrumente widmet. Musikalische Anregungen erhielt sie unter anderem von den renommierten Blockflötisten Han Tol, Agnes Dorwarth, Michael Form und Dorothee Oberländer. ?Zahlreiche Konzerte als Solistin und im Ensemble führten Kathrin Härtel bereits ins In- und Ausland.? Um ihre Begeisterung für die Blockflöte weiterzugeben, liegt ihr aber auch das Unterrichten sehr am Herzen, weshalb sie bereits seit Mai 2011 an der Freien Musikschule Bad Soden Menschen unterschiedlicher Altersgruppen das Spielen auf der Blockflöte nahebringt.

+ 06. Juni 2016 - Facetten der Liebe

Duette und Arien aus Mozart-Opern mit Miriam Ludewig und Volker Perret
20:00 Uhr c.t., Audimax, Eintritt frei

Volker Perret Im Herbst 2015 schrieb die NW Bielefeld zum Konzert der Sängergemeinschaft Jöllenbeck: Der Höhepunkt des Abends war das Duett La ci darem la mano aus Don Giovanni von Miriam Ludewig und Volker Perret. Solche Höhepunkte sollen dem treuen Publikum des Universitätsorchesters nicht vorenthalten werden, und so zaubern die Mezzosopranistin Miriam Ludewig und der Bariton Volker Perret nun ein romantisches Programm auf die Bühne des Audimax. Von Michael Hoyer am Klavier begleitet, erklingen bekannte Arien und Duette aus Mozarts drei großen italienischen Opern sowie aus der Zauberflöte.

+ 04. Juli 2016 - Sinfoniekonzert

Giuseppe Verdi: Auszüge aus der Oper La Traviata
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 Jupiter

20:00 Uhr c.t., Audimax, Eintritt frei

Lara Venghaus, Sopran
Johann Penner, Tenor
Vokalensemble des UOB
Universitätsorchester Bielefeld
Leitung: Dr. Michael Hoyer

Uniorchester
In Vorbereitung auf das Großprojekt La Traviata, welches 2017 in der Universität zu erleben sein wird, präsentiert das Universitätsorchester erste Ausschnitte aus der bereits aufgenommenen Probenarbeit. Mit Lara Venghaus und Johann Penner steht ein bewährtes Duo als zentrales Liebespaar zur Verfügung, das schon in der Zauberflöte das Publikum zu rühren vermochte. Mit Verdis Kompositionsstil und den sich daraus ergebenden Anforderungen an das Orchester korrespondiert Mozarts Sinfonike, deren Intoleranz gegen alles Überflüssige vielleicht von keinem so entscheidend nachgelebt wurde wie von dem asketischen Genußmenschen aus den ländlichen Gefilden der Provinz Parma. Der Dirigent Bernhard Paumgartner sprach mit Bezug auf Mozarts Jupiter-Sinfonie in schöner Antithetik vom ?spielenden Bezwingen der Materie zu edler Geistesform, glücklich den Aspekt der leichten Hand mit jenem der Kompromißlosigkeit verbindend.