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Sommersemester 2017

 

+ 20. März 2017 - Kammerkonzert

Kammerkonzert mit dem Klarinettenensemble Duodezim

Das Klarinettenensemble Duodezim besteht aus sieben aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Bayer-Blasorchesters Leverkusen. In dieser Formation können die langjährig erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen als Orchester-Satz "in die Kammer" gebracht werden. Das Repertoire umfasst dabei ein musikalisch vielfältiges Spektrum von Bearbeitungen klassischer Orchesterwerke bis hin zur Film- und Varietemusik des 20. Jahrhunderts. Das aktuelle Programm wurde dabei unter anderem von der Aufführung der 9. Sinfonie von Antonin Dvorak durch das Bielefelder Uniorchesters im Februar 2015 inspiriert. Auf den ersten Blick erscheint die Transformation eines solchen komplexen Werkes in eine reine Klarinettenbesetzung als unmöglich. Dies gilt ebenso für die monumentale Filmmusik Miklos Roszas zu "El Cid" aus dem Jahre 1961. Tatsächlich ist es jedoch verblüffend, wie gut sich der begeisternde Charakter der Stücke in dieser Besetzung auf die Bühne bringen läßt. Der zweite Teil des Programms bietet dann einen weiteren Ausblick auf das musikalische Spektrum des Ensembles mit Bearbeitungen u.a. von Liedern aus der Dreigroschenoper, der Comedian Harmonists und Stücken von George Gershwin bis hin zur Filmmusik von Mission Impossible.

+ Vortragsreihe März/April 2017

ZiF (Zentrum für interdisziplinäre Forschung); Bielefeld

La Traviata aus dem Blickwinkel der Wissenschaft

Vortragsreihe im ZiF bettet Projekt "Oper im Audimax" in die Wissenschaft ein

Dass das Universitätsorchester Bielefeld zur Interdisziplinarität neigt, ergibt sich schon aus seiner Zusammensetzung: Studierende, Lehrende und Menschen aus der übrigen Bielefelder Bevölkerung kommen in ihm zusammen und nähern sich mit ganz unterschiedlichen Ansätzen dieser traditionellen Bielefelder Bildungseinrichtung. Dies nun auch nach außen zu tragen und zu einem Mehrwert für das breitgefächerte Publikum werden zu lassen, ist die Absicht einer Vortragsreihe im Plenarsaal des ZiF (Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Methoden 1), die am 30. März um 18 Uhr mit einer Podiumsdiskussion startet. Unter dem Titel "Zwischen gesellschaftlicher Norm und individueller Divergenz - Oper als Spiegel der Gesellschaft" diskutieren Prof. Werner Vogd von der Universität Witten/Herdecke, Lara Venghaus, Studentin der Kulturreflexion ebenda und ausgebildete Sopranistin, sowie Frau Dr. Wiebke Esdar, Universität Bielefeld den inhaltlichen Kontext der Oper "La Traviata" und seine Aktualität in der heutigen Zeit. Am 3. April um 20 Uhr wird sich Dr. Michael Hoyer mit dem musikwissenschaftlichen Aspekt beschäftigen. "Die Musik der verborgenen Vorgänge - was und wie komponiert Verdi?" ist der Vortrag des Orchesterleiters überschrieben, der Musikwissenschaft, Sprachwissenschaft, Germanistik und Philosophie studierte und seit 1980 als Dirigent des Uniorchesters tätig ist. Am 10. April, wiederum um 20 Uhr, setzt Dr. Peter Menke die Reihe mit dem Vortrag "Blumen am Wegesrand - Dumas' Kameliendame, ihre Bilder und ihre Gemeinsamkeiten und Differenzen zur Traviata" fort. Der gebürtige Herforder, der an der Uni Bielefeld studierte und inzwischen als Lehrender an der Uni Paderborn tätig ist, Beschlossen wird die Reihe von Dr. Friedrich Lindemann. Der Mediziner, der unter anderem für "German Doctors" in Nairobi und Kalkutta tätig war, spricht unter der Überschrift "Die Tuberkulose - Krankheitsbild, historische und soziale Aspekte" am 13. April über die Todesursache der Hauptfigur Violetta Valery. Musikalisch umrahmt wird diese Reihe von Mitgliedern des Opernprojektes, der Eintritt ist, wie bei allen Veranstaltungen des Universitätsorchesters Bielefeld, frei.

+21.,22. und 24. April 2017 - La Traviata

Violetta Valerie Lara Venghaus
Alfredo Germont Johann Penner
Giorgio Germont Hongyu Chen

Vokalensemble Bielefeld/Witten des Universitätsorchesters
Ballettschule des Theater Bielefeld
Das Universitätsorchester Bielefeld
Leitung: Michael Hoyer

″Im Mittelpunkt der Laienmusik steht der Ausführende, nicht der Zuhörer. Mit Laien zu musizieren heißt, Menschen, die sich von außen nähern, ins Innere der Musik einzuführen.″ - Michael Hoyer -

Ziel der Arbeit des Orchesters ist es gemäß seinem Bildungsauftrag, welchen es aus seiner Angliederung an die Universität ableitet, Laien nicht nur das Zuhören, sondern auch das Mitwirken an musikalischen Werken zu ermöglichen und so durch praktische Erfahrung einen Zugang zur abendländischen Musikkultur zu vermitteln. Ein besonderes Projekt mit diesem Ziel war die Auffführung der Zauberflöte von Mozart im Jahr 2012. Über 200 Mitwirkende, über 3000 Besucher nahmen an diesem Event teil und erlebten, wie spannend, ja, wie populär Oper sein kein, wenn sie entsprechend vermittelt wird.

Der Erfolg dieses Projektes hat die Arbeitsweise des Orchesters bestätigt, und so sollen diese Effekte mit dem nächsten Opernprojekt erneut erzielt und weiterentwickelt werden. Mit Verdis La Traviata steht ein Stfück auf dem Programm, welches die Einbindung zahlreicher Gewerke aus der Region ermöglicht und außerdem Raum für engagierte Schüler, Studierende und Bfürger der Stadt Bielefeld bietet, eine Oper von innen heraus zu erleben und mitzugestalten.

Besondere Qualität wird dieses Projekt auch durch die verschiedenen Alters- und Zielgruppen der Mitwirkenden entwickeln, im Rahmen der Gesamterarbeitung treffen Kinder und Rentner, In- und Ausländer, professionelle Musiker und Musikunkundige, soziale Randschichten, wie etwa Flfüchtlinge, und Akademiker aufeinander. Das Potenzial dieser Berführungen fruchtbar zu machen, stellt eines der Projektziele dar.

+ 22. Mai 2017 - Kammerensemble-Abend

Jussef Eisa, Klarinette
Eugenia Ottaviano, Violine
Yan Vaigot, Violoncello
Alberto Carnevale Ricci, Klavier

Alberto Carnevale Ricci ist in Pavia, Italien geboren. Er studierte Klavier am Konservatorium G. Verdi in Mailand bei Ottavio Minola und bei Alfredo Perl an der Hochschule für Musik in Detmold. Er absolvierte sei Konzertexamen mit Auszeichnung und spielte bereits Konzerte in Europa (Italien, Deutschland, Frankreich, Serbien, der Schweiz, Estland, Griechenland, Belgien und den Niederlanden) und in den USA. Durch vielseitige Kammermusiktätigkeit konnte er in unterschiedlichen Formationen Erfahrung sammeln. Zum 100. Geburtstag von Olivier Messiaen spielte er Des Canyons aux étoile ... unter der Leitung von Peter Prommel.Yan Vaigot, geboren 1985 in Französischen Grasse, erhielt seinen ersten Cellounterricht im alter von acht Jahren bei Jean Luc Vidal und gab sein erstes Konzert mit Orchester bereits im Alter von zwölf Jahren.

Yan Vaigot, geboren 1985 in Französischen Grasse, erhielt seinen ersten Cellounterricht im alter von acht Jahren bei Jean Luc Vidal und gab sein erstes Konzert mit Orchester bereits im Alter von zwölf Jahren. Als Solist und Kammermusiker tritt er mit namhaften Künstlern wie: Gerd Albrecht, Rainer Moog, Sascha Götzel, Michel Piquemal, Aki Schmitt, Rainer Honeck, Midori Seiler, Hideko Kobayashi, Jacek Klimkiewicz, Rivka Golani, Catherine Klipfel, Michael Hauber, Catherine Vickers, Evgueni Sinaiski und Young Chang Cho auf. Er konzertierte in ganz Europa, in den USA, in den Balkanländern und in Zentral - und Ostasien.

Jussef Eisa studierte Klarinette an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. H.-D. Klaus und Prof. Thomas Lindhorst. Erweiternde Erfahrungen machte er in internationalen Meister- und Kammermusikkursen bei namhaften Professoren und Musikern, u.a. bei Prof. Francois Benda, Prof. Nobert Kaiser, Matthias Glander, Eberhardt Feltz und Pierre Boulez. Von 2010-2012 war er Akademist an der Bayerischen Staatsoper, wo er anschließend ein Jahr lang als stellvertretender Solo-Klarinettist engagiert war. Die gleiche Position hatte er anschließend an der Staatsoper unter den Linden Berlin inne, wo er als Solo Klarinettist in einer Japan Tournee mit dem Bruckner Zyklus teilnahm. Regelmäßige internationale Auftritte mit dem West-Eastern Divan Orchestra unter Leitung von Daniel Barenboim brachten ihn 2012 als Solist bei den BBC Proms mit ´Dialogue de l?ombre double´ von Pierre Boulez auf die Bühne. Als Gast arbeitet er regelmäßig mit namhaften Orchestern, wie dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Kammerphilharmonie Bremen, dem HR Sinfonieorchester und arbeitete mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Kirill Petrenko und Daniel Barenboim.

Eugenia Ottaviano, in Terni (Italien) geboren, begann mit sieben Jahren bei Judith Hamsa Violine zu spielen bevor sie Schülerin von Fulvio Liviabella, Orchestra della Scala in Mailand wurde. Es folgte ein Studium an der berühmten ″Walter Stauffer Akademie″ in Cremona bei Prof. Salvatore Accardo (Diplom 2001 mit Auszeichnung). 2001 setzte sie ihre Ausbildung an der Kölner Musikhochschule bei Charles André Linale und Keiko Wataya fort, wo sie 2005 ihr Diplom mit Bestnote erwarb. Kammermusik studierte sie bei Prof. Emile Cantor. Im Jahr 2013 schloss Eugenia ein Aufbaustudium bei Prof. Ida Bieler an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf wiederum mit Bestnote ab. Als Primaria des von ihr gegründeten Streichquartetts Alinde, studierte Eugenia bei Prof. Eberhardt Feltz an der Hochschule für Musik ?Hanns Eisler″ in Berlin. Im 2015-2016 setzte das Quartett seine Studien bei Prof. Günter Pichler an der Escuela Superior de Mùsica Reina Sofia in Madrid fort. Mit ihrem Alinde Quartett ist Eugenia Ottaviano Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, u. a. des International Chamber Music Competition ″Salieri Zinetti″ 2015 in Verona, des ?Schmolz und Bickenbach″ Wettbewerbs 2010 in Düsseldorf und des Internationalen Kammermusikwettbewerbs in Pinerolo 2013. Außerhalb des Alinde Quartetts spielt sie im Trio Ottaviano mit Alessio Pianelli und Marco Scilironi, als Duo mit Klavier (u. a. mit James Maddox und Alberto Carnevale Ricci) oder in anderen Besetzungen mit renommierten Künstlern wie Ida Bieler, Oren Shevlin, Patrick Messina, Valentino Zucchiatti, Tom Owen, Jürgen Kussmaul und Alexander Hülshoff. Eugenia konzertiert regelmäßig als Kammermusikerin und Solistin im europäischem Raum. Eugenia spielt eine Violine von François-Louis Piqué aus dem Jahre 1790.

+ 12. Juni 2017 - Violinabend
Julia Parusch, Violine
Kristina Heide, Viola

Wenn Julia Parusch mit der Geige um die Welt reist, so tut sie dies nicht allein. Im Gepäck hat sie coole Duos für Geige und Bratsche, Orginalkompositionen sowie Arrangements bekannter Melodien. Am Steuer sitzt neben der dem Publikum des Orchesters wohlbekannten Violinistin aus Paderborn die Bratschistin Kristina Heide. Die beiden jungen Musikerinnen, die schon oft gemeinsam das Podium teilten, versprechen ihren Zuhörern ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm.

+ 09./10. Juli 2017 - Sinfoniekonzert

Nikolas Prevezianos, Violoncello
Das Universitätsorchester Bielefeld
Leitung: Michael Hoyer

Nikolaos Spyridon Prevezianos wurde 1992 in Athen geboren. Er studierte zunächst in seinem Heimatland bei Marina Kislitsina, bevor er 2010 an die Hochschule für Musik in Detmold wechselte. In der Klasse von Xenia Jankovic legte er im Juli 2014 sein Examen ab. Während dieser Zeit nahm er an zahlreichen Meisterkursen namhafter Solisten teil, darunte Kirill Rodin, Klaus Kanngieser, Conradin Brotbek, Frans Helmersson and Jerome Perno. Nikolaos ist außerdem Preisträger bedeutender Wettbewerbe in Griechenland, Spanien und Russland. Sowohl mit dem Orchestra of Patras als auch mit der ″Orchester Gesellschaft Detmold″ war er als Solist auf der Bühne zu erleben. Heute ist er Mitglied des Athener Staatsorchesters. Mit dem Universitätsorchester verbindet ihn eine lange Zusammenarbeit, insbesondere natürlich mit dem Cello-Register.