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Wissenschaftliche
Weiterbildung

Diagnostik und Therapie für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche werden im Laufe ihrer Entwicklung immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Bisweilen ist es schwierig, die besonderen und manchmal auch schwierigen Herausforderungen zu bewältigen.

Treten Schwierigkeiten im Kindes- und Jugendalter auf, kann eine möglichst frühe psychotherapeutische Behandlung sinnvoll sein.

Die Behandlungen in der Ausbildungsambulanz erfolgen im Rahmen der Psychotherapeutenausbildung zum/zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/in. Die Ausbildungsambulanz beantragt die Ermächtigung, an der Krankenversorgung teilzunehmen. Eine Abrechnung der Therapieleistung ist dann wie bei niedergelassenen Psychotherapeuten möglich.

Die Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche soll aus einer Allgemeinambulanz und verschiedenen Schwerpunkten bestehen (siehe unten).

Schwerpunkt 1: Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen (Mini-KiSS, KiSS, JuSt)

Schwerpunkt 2: Schmerzstörungen bei Kinder und Jugendlichen (SiB, MigKi, MiTeen, CEDwell)

Schwerpunkt 3: ADHS im frühen Lebensalter (Mini-Attentioner), ADHS im Jugendalter (SAVE)

Unsere Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche und deren Eltern soll von der Kassenärztlichen Vereinigung zur ambulanten psychotherapeutischen Behandlung gesetzlich krankenversicherter Kinder und Jugendlicher sowie Heranwachsender (bis zum Alter von 21 Jahren) und ihrer Familien ermächtigt werden.

Im Rahmen der Psychotherapie-Ambulanz führen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Ausbildung, Diagnostik und Psychotherapien unter engmaschiger Anleitung und Supervision durch.

Wie oben ersichtlich, bieten wir für Kinder und Jugendliche unterschiedlichsten Alters, verschiedenste kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlungsverfahren an. In der Regel sind die Behandlungen genehmigungspflichtig und erfolgen im Rahmen der Psychotherapieausbildung. Die von uns eingesetzte Verhaltenstherapie ist in den meisten Fällen miltimodal aufgebaut, d.h. sie umfasst die therapeutische Arbeit mit dem Kind bzw. dem Jugendlichen, die Arbeit mit der Familie oder den Eltern und auch die Arbeit mit dem Kindergarten bzw. Schule.

Zudem wird neben der Einzeltherapie auch Gruppentherapie angeboten (siehe unten).

Einzeltherapie

 Kinder und Jugendliche, die mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, können in unserer Ambulanz eine Einzelpsychotherapie beginnen. Vor der eigentlichen Behandlung erfolgt eine Diagnostikphase (auch Probatorik genannt), die in der Regel 4-6 Termine umfasst. Sie dient neben dem Kennenlernen und Beziehungsaufbau der Prüfung, ob eine Einzelpsychotherapie sinnvoll ist. Falls dies der Fall ist, muss diese Einzeltherapie bei der Krankenkasse beantragt und genehmigt werden. Wird die Einzeltherapie genehmigt, kommt das Kind oder der Jugendliche einmal wöchentlich über einen Zeitraum von 1-2 Jahren zu Therapiestunden. Diese Psychotherapie orientiert sich an den Problemen des Kindes bzw. Jugendlichen und ist individuell auf ihn und seine Problematik zugeschnitten. Ein enger Austausch zwischen Eltern und Therapeut ist in der Regel notwendig und üblich. In der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz arbeiten wir mit einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz.

Gruppentherapie

Unabhängig von einer Einzelpsychotherapie können Kinder, Jugendliche und ihre Familien auch an Gruppenprogrammen teilnehmen.

Familien, die außerhalb einer Einzeltherapie an einem Gruppenprogramm teilnehmen, tragen die Kosten des Programms in der Regel selbst. Wir bieten folgende Gruppenprogramme in unserer Ambulanz an:

  • Im Aufmerksamkeitstraining (Mini-) Attentioner lernen Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten, wie sie diese verbessern können.
  • Das TiPe Elterntraining richtet sich an Eltern, die sich Unterstützung in ihrer Erziehungskompetenz wünschen. Das Training wird vor allem für Eltern von Kindern mit ADHS empfohlen.
  • Das Soziale Kompetenztraining richtet sich an Kinder und Jugendliche, die Schwierigkeiten mit Sozialkontakten haben.
  • Bei Schlafschwierigkeiten können sich Familien an verschiedene altersangepasste Gruppen wenden. Das Mini-KiSS richtet sich an Eltern junger Kinder (6 Monate bis 4 Jahre) mit Schlafbeschwerden, das KiSS Training ist für Kinder im Grundschulalter (5-10 Jahre) geeignet und das JuSt Training wurde eigens für Jugendliche mit Schlafbeschwerden konzipiert.

Fortlaufende Forschung und Versorgungsverbesserung

Zusätzlich erfolgen Behandlungen in der Hoschulambulanz für Forschung und Lehre (HaKiJu). Neben der Anwendung erprobter Therapieverfahren, verbessert das Team dort bestehende psychotherapeutische Angebote oder entwickelt auch neue Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Störungsbildern. Hierbei ist wichtig zu wisse, dass Psychotherapie maßgeblich aus der Forschung heraus entwickelt wird, und wiederum die Erfahrungen aus den Psychotherapien mit den Kindern und Jugendlichen wieder in neue Forschung zurück fließt. Die Behandlungen in der HaKiJu und der Ausbildungsambulanz basieren aus diese Weise immer auf dem aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnis- und Forschungsstand und entwickelt sich ständig weiter.

Bei diesem Prozess und der Umsetzung sind wir nicht alleine. Erfahrene und anerkannte Praxisbegleiter/innen (Supervisoren/innen) unterstützen regelmäßig die Therapeut/innen. Auch die Durchführung ständiger wissenschaftlicher Kontrolle dient der Qualitätssicherung und somit auch dem Wohle der Kinder und Jugendlichen sowie der Familien.

 

 

Kontakt und Informationen

Ihre Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Angelika Schlarb

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