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Meet an Entrepreneur – Bericht zum Vortrag von Tino J. Röse
(emotions4life)

29.11.2018

Am 29.11.2018 fand der erste Vortrag der Veranstaltungsreihe „Meet an Entrepreneur“ im Wintersemester 2018/2019 statt. Rund 100 Studierende aller Fachrichtungen folgten der Einladung des Lehrstuhls für Gründungsmanagement in Kooperation mit dem Zentrum für Unternehmensgründung an der Universität Bielefeld. Sie erhielten spannende Praxiseindrücke aus den Gründungserfahrungen von Tino J. Röse, Gründer von emotions4life.

„Emotionen, Tempo, Erfahrung, Vertrauen“ – dies sind nur ein paar Werte, unter denen Tino J. Röse seit dem Jahr 2010 sein Unternehmen emotions4life, ein mittelständisches Studio zur Erstellung von visuellem Bildmaterial, führt. Begonnen hat seine Unternehmergeschichte jedoch in einem anderen Format. 2004 entstand unter dem Namen Partybilder-OWL eine Plattform, auf der Fotos von Personen, die am Abend in der Disco von ihm und anderen Fotografen aufgenommen wurden, zu sehen sind. Nach vier erfolgreichen Jahren wurde dann der Fokus im Rahmen der Idee von emotions4life von der Eventfotografie auf die Fotografie in der Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Möbel gelegt.

Emotions4life konnte innerhalb des achtjährigen Bestehens am Markt im Vergleich zur direkten Konkurrenz eine große Umsatzsteigerung erreichen. Dies lässt sich auf das einzigartige Modell des Voll-Services zurückführen: Es werden sämtliche Kompetenzen, wie Fotografie, Film, Postproduktion, Projektmanagement, Setbau, Styling und Modelmanagement von emotions4life aus einer Hand angeboten. Durch die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens ist aus emotions4life mittlerweile eine Unternehmensgruppe geworden, die sich in die Bereiche „Werbefotografie“ und „Filmproduktion“ untergliedert. In diesem Jahr ist darüber hinaus die dritte Sparte „Digital“ hinzugekommen, die beispielsweise Anwendungen der Virtual und Augmented Reality aufgreift. Inzwischen ist emotions4life in 22 Ländern weltweit aktiv und zu bekannten Kunden zählen unter anderem Grohe, Nolte Küchen, XXXLutz und Hettich.

Für die Studierenden war es besonders spannend, wie Tino J. Röse über seine Erfahrungen als Unternehmer resümierte. Dabei betonte er vor allem die Relevanz von Kontakten und einem Netzwerk, nicht nur bestehend aus Kunden, sondern zum Beispiel auch aus Steuerberatern und Rechtsanwälten. So können Entscheidungen, wie die Rechtsformwahl, fundierter getroffen werden. Darüber hinaus gibt es für Tino J. Röse nicht den geborenen Unternehmer – vielmehr die Erfahrungen machen aus einem Gründer einen nachhaltigen Unternehmer. Er pointierte außerdem, dass Mitarbeiter das zentrale Kapital eines Unternehmens darstellen, in das investiert werden sollte. Zum Schluss gab er den Studierenden auch mit, wie wichtig ein Mentor für jeden Gründer ist. Dabei verglich er die Gründerperson mit seinem Mentor, einem ehemaligen Schweizer Fußballschiedsrichter; schließlich müssen Gründer auch häufig sehr schnell Entscheidungen treffen.

v.l.n.r.: Hauke Buermann,
Melina Schleef, Tino J. Röse