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Meet an Entrepreneur – Meet an Entrepreneur: Bericht zum Vortrag von Stefan Northoff (TeutoCell AG)

22.01.2013

Am 22. Januar 2013 fand der zweite Vortrag des Wintersemesters 2012/13 aus der Veranstaltungsreihe „Meet an Entrepreneur“ statt. Als Unternehmensgründer konnte Stefan Northoff, Mitbegründer und Vorstandsmitglied der TeutoCell AG, gewonnen werden. Herr Northoff berichtete über die spannende Phase der Gründung des akademischen Spin-offs. Organisiert wurde die im Internationalen Begegnungszentrum stattfindende Veranstaltung wieder vom Zentrum für Unternehmensgründung in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Innovations- und Technologiemanagement der Universität Bielefeld.

Die TeutoCell AG ist ein innovatives Unternehmen aus der Biotechnologie-Branche, welches im Jahr 2009 aus der Arbeitsgruppe Zellkulturtechnik der Universität Bielefeld ausgegründet wurde und mittlerweise neun Vollzeit-Angestellte beschäftigt. Die drei Standbeine der TeutoCell AG umfassen die Erstellung von Zellkulturmedien, die Analytik sowie diverse Serviceleistungen.

Schon während seiner Diplomarbeit beschäftigte sich Stefan Northoff mit der Entwicklung und Optimierung von Zellkulturmedien respektive -prozessen und führte diese Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter nach Beendigung seines Studiums fort. Gemeinsam mit Prof. Dr. Noll wurde im Jahr 2009 die Idee geboren, diese Ergebnisse zu kommerzialisieren. Zwei weitere Personen brachten zusätzliches, ergänzendes Know-how ein und komplettierten somit das vierköpfige Gründerteam: Dr. Heino Büntemeyer, Experte für Analytik, sowie Peter Weigelt, Steuerberater. Die rein privatfinanzierte Gründung erfolgte noch im selben Jahr in Form der Aktiengesellschaft. „Dies ist sicher eine Besonderheit“, so Northoff, „aber im Nachhinein betrachtet die richte Entscheidung.“ Die gewählte Rechtsform bot und bietet für den gewählten Geschäftsbereich viele Vorteile und Freiheiten, wobei die Vergabe von Aktienoptionen an die MitarbeiterInnen als Motivationsanreiz nur einer davon ist.

Herr Northoff gab den ZuhöhrerInnen – überwiegend MitarbeiterInnen und AbsolventInnen der Universität Bielefeld – einen sehr persönlichen Einblick in die Gründungsgeschichte. So wurden beispielsweise die Besprechungspunkte der Gründungssitzung gezeigt, verschiedene Anfangsschwierigkeit dargelegt, auf die verschiedenen benötigten Kompetenzen eingegangen (die im Gründerteam reichlich vorhanden waren sowie durch einen erfahrenen Aufsichtsratsvorsitzenden ergänzt wurden) oder die Notwendigkeit eines Netzwerks diskutiert. „In der Gründungsphase und auch danach ist es wichtig, networking zu betreiben“, so Northoff. Nicht zuletzt durch den wissenschaftlichen Hintergrund sowie die Nähe zur Universität Bielefeld war es möglich, bestehende Kontakte zu nutzen und diese durch Konferenzen weiter auszubauen. Insgesamt schaut die TeutoCell seit ihrer Gründung auf viele Kooperationen und Forschungsprojekte zurück. Diese erschlossen auch langfristige Einnahmen und ermöglichten dadurch, das eigenfinanzierte Wachstum voranzutreiben.

Als Tipp gab Stefan Northoff den Gründungsinteressierten noch mit auf den Weg „Trauen Sie sich ruhig und probieren Sie Ihre Ideen aus!“ und schloss mit dem kölschen Grundgesetz: „§1 Et es wie et es, §2 Et kütt wie et kütt, §3 Et hät noch immer jot jejange…“

v.l.n.r.: J.-Prof. Dr. Markus Günther, Stefan Northoff,
Prof. Dr. Christian Stummer

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