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Bericht zur Exkursion zum Airbuswerk nach Finkenwerder

31.07.2012

Am 31. Juli 2012 besuchten interessierte Bachelor und Master-Studierende des Innovations- und Technologiemanagements im Rahmen einer Exkursion das Airbus Werk Finkenwerder. Das südlich der Elbe und vor den Toren der Stadt Hamburg liegende Werksgelände, auf dem 17.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, erstreckt sich über circa 300 Hektar. An dem norddeutschen Standort wird die Struktur- und Endmontage der A320 Familie sowie die Fertigung von Teilen des A380 und dessen Innenausstattung vorgenommen. Durch die Exkursion des Sommersemesters 2012 konnte den Studierenden ein Eindruck in die Entwicklung und Produktion von Flugzeugen bei Airbus vermittelt werden.

Airbus BelugaNach der gemeinsamen Anreise aus Bielefeld mit eigenem Bus startete die Besichtigung am Periport, wo die Studierenden vom ehemaligen Airbusmitarbeiter und Tourguide Nigel Roche empfangen wurden. Herr Roche konnte auf Grund seines Hintergrundwissens – er arbeitete die meiste Zeit seiner 40-jährigen Tätigkeit als Konstruktionsleiter bei Airbus – auf seine sehr persönliche Art interessante Details zum Flugzeugbau bei Airbus geben. Darüber hinaus stand er den Studierenden für Fragen während der ganzen Tour zur Verfügung.

Nach einer kurzen multimedialen Vorstellung des Unternehmens sowie der unterschiedlichen von Airbus hergestellten Passagier- und Frachtflugzeuge wurde zunächst die Strukturmontage der A320 Familie besichtigt. In diesem Produktionsschritt werden die just in time aus den Schwesterwerken in Bremen und Varel angelieferten Aluminiumbleche in vielen kleinen Arbeitsschritten zu einem Rohbau zusammengefügt. Wie der Rohbau mit der Technik sowie weiteren Bauteilen veredelt und durch die Hallen geschleust wird, konnten die Studierenden direkt an den entsprechenden Bauplätzen erleben.

Airbus - Beluga beim EntladenAnschließend wurde die Endmontage der A320 Flugzeugfamilie besichtigt. Die einzelnen Bestandteile des Flugzeuges stammen dabei aus verschiedenen europäischen Standorten. So stammt etwa das Cockpit sowie der vordere Kabinenteil aus dem Airbuswerk in Toulouse, die Tragflächen aus England, das Höhenruder aus Spanien und der hintere Teil aus der zuvor besichtigten Strukturmontage in Finkenwerder. Die Endmontage verlässt das fertige Flugzeug inklusive der airlinespezifischen Lackierung, die je nach Kapazität direkt in Finkenwerder oder an einem anderen Airbus Standort durchgeführt wird.
Besonders beeindruckend war die abschließende Besichtigung der Produktionshallen des derzeit größten Passagierflugzeuges der Welt: Dem Airbus A380. Neben der Fertigung von einzelnen Strukturabschnitten konnten die Dimensionen des fertigen Flugzeuges in jener Halle bestaunt werden, in dem die je nach Kunden stark variierende Innenausstattung eingebaut wird.

Durch die von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften finanziell unterstützten Exkursion konnten die Studierenden einen einmaligen Blick hinter die Kulissen des Flugzeugbaus bei Airbus gewinnen: von den Herausforderungen im Umgang mit neuen Materialien über die in ganz Europa verstreute Produktion der einzelnen Komponenten bis hin zur Endmontage und dem auslieferfertigen Flugzeug.

Airbus - Exkursion - Gruppenfoto 

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