Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
 
 
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Universität Bielefeld > Fakultät für Wirtschaftswissenschaften > Marketing > Forschung > Forschungsaktivitäten
  

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Marketingforschung in der Stadtentwicklung

Zeitraum: Feb. 1996 - Dez. 1998

Erfolgskontrolle im Stadtmarketing

Zeitraum: Jan. 1999 - Dez. 2001

Marketing für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU)

Zeitraum: März 2003 - Okt. 2004

ProSeBiCA

Zeitraum: März 2004 - Feb. 2006

DFG-Projekt ProSeBiCA - Prospektive Steuerung der Serviceangebote von wissenschaftlichen Bibliotheken mittels Conjoint-Analyse

(Einsatz der Conjoint-Analyse als Instrument der Marketingforschung zur Entwicklung und Steuerung zukünftiger Serviceangebote von wissenschaftlichen Bibliotheken)

in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Bielefeld

Im Rahmen dieses Projektes wurde ein umfassender Analyse- und Simulationsrahmen für wissenschaftliche Bibliotheken entwickelt, der auf Basis von Präferenzmessungen (mittels Conjoint-Analyse) eine fundierte Strategieplanung für die gezielte Weiterentwicklung des Dienstleistungsspektrums ermöglichte. Hierbei wurden sowohl bereits vorhandene als auch bislang noch nicht existierende, potenzielle Dienstleistungen berücksichtigt. Der Analyse- und Simulationsrahmen wurde aus einer zusammen mit der Universitätsbibliothek Bielefeld organisierten und durchgeführten empirischen Untersuchung abgeleitet und über einen entsprechenden Leitfaden einer allgemeinen Nachnutzung zugänglich gemacht. Seine Übertragbarkeit wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Cottbus überprüft. Ergänzt wurde das Projekt durch einen intensiven Informationsaustausch auf internationaler Ebene mit der Johns Hopkins University, USA.

Netzwerk "BWL in OWL"

Zeitraum: Aug. 2004 - Juli 2007

Gegenstand des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projektes Netzwerk "BWL in OWL" war die nachhaltige Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität im Bereich der betriebswirtschaftlichen Ausbildung mit dem Ziel der gemeinsamen Entwicklung und Umsetzung von Konzepten für eine stringentere Heranführung betriebswirtschaftlich interessierter Schüler/-innen an ein entsprechendes Studium. Die Kooperation zwischen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Bielefeld und zwei in der Region ansässigen Berufskollegs, dem Friedrich-List-Berufskolleg Herford sowie dem Rudolf-Rempel-Berufskolleg Bielefeld, mit einem Schwerpunkt im Bereich der Betriebswirtschaft, ermöglichte eine effiziente und effektive Maßnahmengestaltung. Das Projekt setzte sich aus drei sich inhaltlich ergänzenden Modulen zusammen.

Das erste Modul “Organisationsangebot zum Studium der BWL“ sollte den Schülern/-innen einen Einblick in den Studierendenalltag gewähren. Zum einen hielten BWL-Professoren an den beiden Schulen Vorträge zu aktuellen Themen der Betriebswirtschaft, zum anderen erhielten die Schüler/-innen die Möglichkeit, einführende BWL-Vorlesungen an der Universität zu besuchen. Diese wurden z. T. durch eigens durchgeführte Tutorien zur Vertiefung der in den Vorlesungen vermittelten Inhalte ergänzt. Um eine zielgerichtete Ergänzung des Lehrplans an den Schulen sicherzustellen, wurden die jeweiligen Themen mit den unterrichtenden Lehrern/-innen im Vorfeld abgesprochen. Darüber hinaus wurden den Schülern/-innen Schulungen zur gezielten Informationsrecherche in der Universitätsbibliothek angeboten. Im Rahmen dieser Schulungen konnten die Schüler/-innen neben einem „Bibliotheksführerschein“ auch einen Bibliotheksausweis erwerben, wodurch ihnen die Vorzüge einer Universitätsbibliothek auch bei der Vorbereitung von Klausuren und Facharbeiten an ihren jeweiligen Schulen zur Verfügung stehen.

Das zweite Modul “Lehrende im Dialog“ zielte darauf ab, den Lehrenden an den Schulen die Möglichkeit zu bieten, sich über den aktuellen Stand der betriebswirtschaftlichen Forschung zu informieren und im Teilprojekt “Treffpunkt BWL“ in einem zwanglosen Diskussions- und Gesprächsforum zu vertiefen. Die neuen Erkenntnisse können die Lehrenden dann in den täglichen Unterricht einfließen lassen und auf diese Weise die Standardlehrinhalte durch die Diskussion innovativer Ansätze abrunden.

Das dritte Modul “Einblicke in die betriebswirtschaftliche Forschung“ baute auf den ersten beiden Modulen auf. Die Schüler/-innen sollten hier anhand von realen Fallbeispielen wissenschaftliche Arbeitsweisen und deren Anwendung kennen lernen. Den Schülern/-innen sollte auf diese Weise z. B. der Nutzen theoretischer Modelle, denen in der modernen betriebswirtschaftlichen Forschung ein hoher Stellenwert zukommt, nahe gebracht werden.

Höhepunkt der gemeinsamen Aktivitäten zwischen der Universität und den Berufskollegs war die alljährlich stattfindende Sommerschule. Diese richtete sich an jene Schüler/-innen, die an einer über die üblichen Lehrinhalte hinausgehenden Vertiefung ihrer Kenntnisse in Betriebswirtschaft interessiert waren und dies auch bereits durch entsprechende Leistungen unter Beweis gestellt hatten. Ziel war es, unter der Anleitung von Projektmitarbeitern an realen Fragestellungen der Betriebswirtschaft zu arbeiten. Einen Schwerpunkt der Sommerschule bildete die Durchführung eines computerbasierten Unternehmensplanspiels. Hierdurch sollte die Fähigkeit zur Teamarbeit gefördert und den Schülern/-innen vor Augen geführt werden, was es heißt, betriebliche Entscheidungen zu treffen. Darüber hinaus sollte ihnen anhand der unterschiedlichen betrieblichen Funktionen die Notwendigkeit einer zielorientierten Kommunikation zur Entscheidungsvorbereitung nahe gebracht werden.   

Standortfaktor Familienfreundlichkeit

Zeitraum: Juli 2007 - Dez. 2008

Eine Untersuchung zur Attraktivität der Region Ostwestfalen für Fach- und Führungskräfte unter dem besonderen Blickwinkel der Familienfreundlichkeit

Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Fach- und Führungskräfte und der allgemeinen demographischen Entwicklungen hat das Thema „Familienfreundlichkeit“ in den verschiedenen Regionen Deutschlands stark an Bedeutung gewonnen, und zwar sowohl unter sozialen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Gegenstand der Studie war – mit Blick auf eine weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Ostwestfalens – die Analyse und Bewertung der Familienfreundlichkeit aller Kommunen in dieser Region. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Bielefeld 2000plus durchgeführt. Externe Kooperationspartner waren die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und die Bertelsmann Stiftung.

Schülerprojekt BWL in OWL II

Zeitraum: Dez. 2007 - Nov. 2009

BWL in OWL II – „Deutung und Analyse betriebswirtschaftlicher Phänomene“ war die Weiterführung des von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Bielefeld im September 2004 gestarteten und von der Robert Bosch Stiftung in umfassender Weise geförderten Schülerprojekts BWL in OWL. Koordiniert wurde das Projekt von den Professoren Dr. Reinhold Decker und Dr. Hermann Jahnke.

Vielen Studienanfängern im Fach Betriebswirtschaftslehre ist der Inhalt des Studiums und der damit einhergehende akademische Anspruch nur sehr bedingt bewusst. Negative Folgen können wenig zufriedenstellende Studienleistungen und/oder vorzeitiger Studienabbruch sein. Die Robert Bosch Stiftung und die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften wollten diesem Problem in der Weise begegnen, dass sie interessierten Schülern der gymnasialen Oberstufe die Möglichkeit boten, sich im Rahmen von betriebswirtschaftlichen Forschungsprojekten zu aktuellen Themen ein Bild vom Studium der Betriebswirtschaftslehre zu machen. Es sollte gezeigt werden, dass eine analytische Herangehensweise an betriebswirtschaftliche Fragestellungen, wie sie traditionell an der Universität Bielefeld gelehrt wird, nicht nur äußerst interessant, sondern auch von hoher praktischer Relevanz für das Verständnis alltäglicher Phänomene sein kann.

Thema im Projektjahr 2007/08 war die Beeinflussung von Kaufentscheidungen durch das Marketing. In experimenteller Weise wurde der Frage nachgegangen, in welchem Maße Marketingaktivitäten unsere Wahrnehmung in Bezug auf Alltagsgüter wie z. B. Kleidung und Lebensmittel beeinflussen. Ein Beispiel für solche Beeinflussungen sind die Ausstrahlungseffekte von Markennamen und Preisen auf die seitens der Käufer vermutete Produktqualität. Das Projekt gliederte sich in mehrere Phasen. Nach einer allgemeinen Auftaktveranstaltung im Februar 2008 folgten zwischen März und September mehrere Vorbereitungsworkshops. Abgeschlossen wurde der einjährige Zyklus mit einer einwöchigen Sommerschule Ende September 2008 im Sauerland und einer öffentlichen Präsentation der gewonnenen Erkenntnisse im November 2008. Mit dem Rudolf-Rempel-Berufskolleg in Bielefeld, dem Friedrich-List-Berufskolleg in Herford, dem Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Minden sowie dem Einstein-Gymnasium in Rheda-Wiedenbrück und dem Städtischen Gymnasium Gütersloh beteiligten sich Schüler und Lehrer aus fünf Schulen der Region an diesem Projekt.

Im Projektjahr 2008/09 fand ein neuer Zyklus des Projekts BWL in OWL II statt. Thema war die oftmals unterstellte Rationalität unternehmerischer Entscheidungen in ökonomischen Kontexten.

Multimediale Ähnlichkeitssuche zum Matchen, Typologisieren und Segmentieren

Aufgabe einer (einfachen) Ähnlichkeitssuche ist es, in einer u.U. sehr großen Menge von Objekten diejenigen Objekte (z.B. Webseiten, Produkte, Musikstücke, Filme, Bilder) zu finden, die ein vorgegebenes Ähnlichkeitskriterium am besten erfüllen. Bekannt ist die Suche nach solchen Objekten im World Wide Web, bei der einer Suchmaschine (z.B. www.google.de oder images.google.de) Stichwörter vorgegeben werden. Daraufhin wird eine sortierte Liste passender, d.h. dem textuell vorgegebenen Begriff soweit wie möglich entsprechender, Webseiten, Bilder, Videos u.a. erstellt. Zudem können gefundene Webseiten etc. automatisiert und dem Grad ihrer Ähnlichkeit entsprechend gruppiert werden, wie z.B. bei der Suchmaschine www.clusty.com. Wesentlicher Ausgangspunkt dieser Ähnlichkeitssuche sind jeweils die in einer Datenbasis zu den Objekten erfassten textuellen Beschreibungen sowie die auf Basis dieser Beschreibungen berechnete Ähnlichkeit zweier Objekte bzw. eines Objekts und eines vorgegebenen Suchkriteriums.

Bei einer multimedialen Ähnlichkeitssuche geht es nun darum, die Ähnlichkeitssuche und -bewertung von Objekten dahingehend zu erweitern, dass zusätzlich oder alternativ auch andere verfügbare Informationen, z.B. die Webseiten, Produkte, Musikstücke, Filme oder Bilder selbst genutzt werden.

Das Projekt "Multimediale Ähnlichkeitssuche zum Matchen, Typologisieren und Segmentieren" ist ein durch das ForMaT-Programm (BMBF) gefördertes Forschungsvorhaben. Im Rahmen dieses Projekts sollen Forschungsergebnisse zu diesem Thema gemeinsam erarbeitet und einer kommerziellen Verwertung zugänglich gemacht werden. Wesentliche, in Phase 1 des Projekts bestimmte Elemente dieser Verwertungsstrategie sind

  • eine flexibel nutzbare Software zur Ähnlichkeitssuche in Multimediadaten,
  • eine (Software-)Bibliothek zur statistischen Analyse sowie
  • verschiedene Dienstleistungsangebote ("Customizing und Algorithmen-forschung").

Die kommerzielle Verwertung soll nach Abschluss der Phase 2 gemeinsam mit regionalen und überregionalen Partnern erfolgen, die in Phase 2 bereits als Industriebeirat mitwirken. Dieser Industriebeirat setzt sich aus IT-Spezialisten, Media-Asset-Unternehmen, Statistikpaketherstellern, Marktforschern, Marketingberatern, Werbe- und PR-Agenturen, Kommunikationsdienstleistern, Medienkonzernen und -hochschulen sowie weiteren Herstellern von Konsum- und Industriegütern zusammen, die zudem als Pilotkunden die kommerzielle Verwertung und Verbreitung vorbereiten helfen.

Zentrale Partner des Projekts sind neben dem Lehrstuhl für Marketing (Prof. Dr. Reinhold Decker)

Dem Lehrstuhl für Marketing obliegt im Kern die Implementierung und empirische Überprüfung von Methoden zur Segmentierung und Klassifizierung  von Konsumenten bzw. speziell Web-2.0-Nutzern auf Basis von Objektpräferenzen und Nutzerurteilen in Bezug auf multimediale Angebote. Der Fokus liegt dabei auf Methoden zur statistischen Analyse. Grundlage bildet die zweckgerichtete Verknüpfung objektiver bzw. inhaltsbeschreibender Objekt-Features mit korrespondierenden Nutzermeinungen.