Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft
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Karl Peter Grotemeyer-Preis 2010 der Universitätsgesellschaft
Auszeichnung für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre

 

Preisträgerin Hoffarth, Bernd-Christian Balz und Helmut Steiner

Die Preisträgerin des Karl Peter Grotemeyer-Preises 2010, Dr. Britta Hoffarth (Mitte), mit Dr. Christian Balz (links) von der Deutschen Bank, die den Preis sponserte, und dem Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft Prof. Dr. Helmut Steiner (rechts) anlässlich der Preisverleihung am 8. Oktober 2010 im Audimax der Universität Bielefeld.

 

Der 14. Karl Peter Grotemeyer-Preis geht an die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Britta Hoffarth

In diesem Jahr hatte die Jury, der fünf Studierende, drei Professor/inn/en, ein Vertreter der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft sowie die Prorektorin für Lehre angehören, über "15 gut begründete Vorschläge", so der Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft, Prof. Dr. Helmut Steiner, zu entscheiden. Die Entscheidung fiel letztlich zugunsten der 35-jährigen Erziehungswissenschaftlerin.

Britta Hoffarth lehrt und forscht in der Arbeitsgruppe 10 der Fakultät für Erziehungswissenschaften ("Migrationspädagogik und Kulturarbeit"). Nach ihrem Studium und der anschließenden Promotion an der Fakultät für Erziehungswissenschaften arbeitete sie in den Jahren 2008 und 2009 als Lecturer in der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und kehrte danach als wissenschaftliche Mitarbeiterin an ihre alte Fakultät zurück.

Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wurde am 8. Oktober 2010 im Rahmen des Jahresempfangs der Universität Bielefeld verliehen. Die Laudatio hielten - der Tradition des Grotemeyer-Preises entsprechend - die Studierenden Ina Och und Svenja Rohde.

Ausführliche Informationen zur diesjährigen Preisträgerin.

 

Verleihung des Habilitationspreises 2009

 

Privatdozent Dr. Frank Weiler, Fakultät für Rechtswissenschaft. Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld wurde am 23. April 2010 Frank Weiler für seine Arbeit "Marktteilnehmerschutz durch Lauterkeitsrecht" der Habilitationspreis 2009 der Universitätsgesellschaft verliehen.

 

Mit Fug und Recht zur Preisverleihung
Habilitation von Frank Weiler ausgezeichnet

Bielefeld (big). Die Habilitationsschrift von Privatdozent Frank Weiler kann ein "Standardwerk" werden. Das ist die Einschätzung von Professor Wolfgang Oehler von der Fakultät für Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld . Ein Standardwerk, weil sich mit Frank Weiler ein Rechtswissenschaftler dieses Themas zum ersten Mal in dieser Art angenommen habe. Es heißt: "Marktteilnehmerschutz durch Lauterkeitsrecht". Ob Standardwerk oder nicht, preiswürdig ist es allemal. Am Freitagabend wurde dem 42-Jährigen der mit 3.000 Euro dotierte Habilitationspreis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft verliehen. Darüber habe er sich "sehr, sehr" gefreut, so Weiler. Zumal es bereits "seit 25 Jahren" keinen Juristen als Preisträger gegeben habe. Helmut Steiner wusste es genauer und sagte, dass es noch nie einen Preisträger der Fakultät für Rechtswissenschaften gegeben habe. Ein Unbekannter ist Frank Weiler der Universitätsgesellschaft nicht. Bereits 2002 bekam er den Dissertationspreis für seine Dissertation "Die beeinflusste Willenserklärung". Im Jahr zuvor promovierte er an der Fakultät für Rechtswissenschaft. Jetzt war seine Habilitationsschrift über das Lauterkeitsrecht (auch als Wettbewerbsrecht bekannt) überzeugend für die Jury. Ihr gehören an: der Vorsitzende der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, Ortwin Goldbeck, ihr Geschäftsführer Helmut Steiner und der Rektor der Uni Bielefeld , Gerhard Sagerer. Frank Weiler ist "ein Eigengewächs" der Uni Bielefeld . Er hat hier studiert und sein Referendariat am Landgericht Bielefeld absolviert. Zudem war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Rechtsvergleichung tätig. Nun mussten die Bielefelder Weiler aber ziehen lassen: Er hat eine Lehrstuhlvertretung an der Uni Mannheim übernommen.

Quelle: Neue Westfälische, 24. April 2010

 

Verleihung der Dissertationspreise 2009 der Universitätsgesellschaft

Dissertationspreisvergabe am 27. Februar 2010 im Zentrum für interdisziplinäre Forschung. Das Foto zeigt von links: Prorektor Professor Dr. Rolf König, Professor Dr. Helmut Steiner, Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft, Dr. Marc-André Frese, Ortwin Goldbeck, Vorsitzender der Universitätdsgesellschaft, Dr. Thomas Gawlowski, Dr. Klaus Wersching, Dr. Mario Hellmich, Dr. Meike Vogel, Dr. Benjamin Sommer, Dr. Christoph Schewe, Dr. Julia Zakotnik, Dr. Beate Lingnau, Dr. Marion Müller, Dr. Nina Rullkötter, Dr. Peter Schulte und Daniel Kneuper.


18 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Universität Bielefeld wurden am Freitag, dem 27. Februar 2010, mit dem Dissertationspreis 2009 ausgezeichnet. Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft (WLUG) würdigte damit die herausragenden Doktorarbeiten des vergangenen Jahres. Die Verleihung fand im Rahmen einer akademischen Feierstunde im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld statt.

Dissertationspreise: Hohes Niveau und große Themenvielfalt

Wie breit gefächert die Forschung an der Universität Bielefeld ist und wie nah viele Themen das Leben der Menschen berühren, das machte Moderator Andreas Liebold  am Freitagabend bei der Verleihung der Dissertationspreise im Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld deutlich. Auch in diesem Jahr zeichnet die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft (WLUG) 14 herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Universität Bielefeld aus. Im Gespräch mit Andreas Liebold  präsentierten die Preisträger ihre Doktorarbeiten. Und so mancher, auf den ersten Blick  schwer verständlicher Arbeitstitel entpuppte sich durch die pointierten und kenntnisreichen Fragen des Moderators als hochspannendes Thema.

Die WLUG verleiht die Dissertationspreise seit 1983. Die Dissertationen des Jahres 2009 werden mit jeweils 600 Euro honoriert, gefördert von namenhaften Unternehmen aus der Region Ostwestfalen-Lippe sowie Einzelpersonen. Der Vorsitzende Ortwin Goldbeck bedanke sich hierfür und lobte dieses Zeichen der Wissenschaftsförderung als Standort- und Zukunftssicherung. Zudem hob er die enge Verbindung zwischen Stadt und Universität Bielefeld hervor, die sich zum Beispiel in der Anwesenheit von Bürgermeister Detlef Helling und den gemeinsamen Bemühungen Bielefeld zur "Stadt der Wissenschaft" zu machen, darstelle.

Der Geschäftsführer der Westfälisch-Lippischen Universitätgesellschaft, Professor Dr. Helmut Steiner, der zum 20. Mal die Preisverleihung vornahm, betonte das durchgängig hohe Niveau der Forschungsleistungen und die enorme Themenvielfalt. So untersuchte beispielsweise Dr. Meike Vogel (Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie) in ihrer Doktorarbeit die Protestbewegung und öffentliche Berichterstattung in den 1960er Jahren. Das Textilkontor Walter Seidensticker, Bielefeld, fördert diese Arbeit. Dr. Christoph S. Schewe (Fakultät für Rechtswissenschaft) fragt in seiner Dissertation „Das Sicherheitsgefühl und die Polzei – Darf die Polizei das Sicherheitsgefühl schützen?“. Stifter des Preisgeldes ist hier Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, Lübbecke. Die Bertelsmann AG Gütersloh unterstützt die Arbeit von Dr. Beate Lingnau (Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft) zum Thema „Das sind gar keine Grün – Dydadische Kommunikation sprachentwicklungsgestörter Kinder“.

Quelle: uni.aktuell, veröffentlicht am 27. Februar 2010

 

Fußball und Quantenphysik
Universitätsgesellschaft verleiht Dissertationspreise

Bielefeld (sas). "Das sind gar keine Grün" lautet der Titel der Dissertation von Dr. Beate Lingnau. Nicht etwa, weil die Linguistin Probleme mit dem Deutschen hat: Sie hat sich in ihrer Promotion mit der Kommunikation von Kindern, deren Sprachentwicklung gestört ist, befasst.
Lingnau und 13 andere Nachwuchswissenschaftler sind am Freitagabend im Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität mit Dissertationspreisen - dotiert mit jeweils 600 Euro - ausgezeichnet worden. Seit 1983 vergibt die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft diese Preise für Promotionsarbeiten, die mit "summa cum laude" bewertet sind - eine der angenehmsten Aufgaben im Jahresverlauf, sagt Prof. Helmut Steiner, Geschäftsführer des Fördervereines. Gefördert wird die Preisvergabe von Unternehmen der Region - von Stockmeier Chemie über Böllhoff bis zu Bertelsmann - und auch Einzelpersonen.
Die Bandbreite der Themen ist groß: "Fußball als Paradoxon der Moderne" hat die Soziologin Marion Müller analysiert, Borderline-Persönlichkeitsstörungen hat in der Psychologie Nina Rullkötter untersucht (und dabei die funktionelle Bildgebung des Magnetresonanztomographen eingesetzt), der Mathematiker Wei Liu hat sich mit einem Problem der Stochastik befasst, und über "Decoherence in Infinite Quantum Systems" hat Mario Hellmich in der Physik promoviert. Damit dieses und andere Themen für die Gäste der Preisverleihung kein Buch mit sieben Siegeln blieb, haben die Preisträger, nachdem sie Ortwin Goldbeck als Vorsitzender der Universitätsgesellschaft beglückwünscht hatte, ihre Arbeiten einer guten Tradition folgend in einem Gespräch kurz vorgestellt.

Die diesjährigen Preisträger sind: Thomas Gawlowski (Biologie), Marc-André Frese (Chemie), Meike Vogel (Geschichtswissenschaft), Peter Schulte (Philosophie), Beate Lingnau (Linguistik), Wei Liu (Mathematik), Daniel Kneuper (Erziehungswissenschaft), Mario Hellmich (Physik), Nina Rullkötter (Psychologie), Marion Müller (Soziologie), Julia Zakotnik und Benjamin Sommer (Technische Fakultät), Christoph Schewe (Rechtswissenschaft) sowie Klaus Wersching (Wirtschaftswissenschaften).

Quelle: Westfalen-Blatt vom 27. Februar 2010

 

Für den guten Ruf der Universität Bielefeld
Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft verleiht die Dissertationspreise 2009 an 14 Doktorranden aus allen Fakultäten

VON ANSGAR MÖNTER Bielefeld. Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft (WLUG) hat wieder herausragende Nachwuchswissenschaftler der Universität Bielefeld ausgezeichnet. Die Dissertationspreise 2009 gingen an 14 Doktoranden, einem aus jeder Fakultät. Die Themen sind deswegen sehr unterschiedlich. Andreas Liebold, Moderator der Veranstaltung im Zentrum für Interdisziplinäre Forschung, stellte die einzelnen Disserationspreisträger und ihre Arbeiten vor. Überreicht wurden die Preise vom WLUG-Vorsitzenden Ortwin Goldbeck im Beisein von Angehörigen und Vertretern aus Rektorat und Fakultäten sowie der Stadt. "Alle Preisträger haben mit ihren Leistungen dazu beigetragen, den guten Ruf unserer Universität sichtbar zu machen", sagte Goldbeck. Er wünscht sich, dass die Öffentlichkeit Anteil daran nimmt. "Unsere Universität ist ein hervorragendes Aushängeschild und Werbeträger für die Region Ostwestfalen-Lippe. Wir können sowohl auf unsere Universität als auch die Hochschulstadt Bielefeld stolz sein." Goldbeck bedankte sich besonders bei den Persönlichkeiten und Unternehmen der Region für das Sponsoring der Preise und warb eindringlich für die Mitgliedschaft in der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft. "Unterstützen Sie den wissenschaftlichen Nachwuchs unserer Universität entweder durch Sponsoring oder eine Mitgliedschaft", appellierte er an die Zuhörer. "Es betrübt mich manchmal, wenn gerade Unternehmen mit nicht nachvollziehbaren Gründen eine Förderung der Bildung und der Wissenschaft ablehnen und auf den Staat verweisen oder eine Unterstützung unserer Universität kategorisch ablehnen." Wissenschaftsförderung sei Standort- und Zukunftssicherung. Ein Jahresbeitrag von "nur" 30 Euro zugunsten des wissenschaftlichen Nachwuchses der Uni müsste laut Goldbeck erschwinglich genug sein. Die WLUG verleiht die Dissertationspreise seit 1983. Die Dissertationen des Jahres 2009 werden mit jeweils 600 Euro honoriert, gefördert von Unternehmen aus der Region sowie Einzelpersonen. Die Fakultäten schlagen jeweils eine Dissertation vor, die mit "summa cum laude" bewertet wurde. Der Preis wurde bisher an mehr 400 Doktoranden vergeben. Er ist national und international sehr geschätzt und hat vielen Preisträgern im beruflichen Leben geholfen.

Quelle: Neue Westfälische vom 3. März 2010

Namen, Dissertationsthemen und Sponsoren der diesjährigen Preisträger finden Sie hier.

 

Karl Peter Grotemeyer-Preis verliehen
Auszeichnung für hervorragende Leistungen und
persönliches Engagement in der Lehre

 

Erhielten den Karl Peter Grotemeyer-Preis (v.l.): Dr. Matthias Lorenz, Juniorprofessorin Dr. Christiane Werner Pinto und Dr. Björn Rüdiger, dahinter (v.l.): Ortwin Goldbeck (Vorsitzender WLUG), Professor Dr. Helmut Steiner (Geschäftsführer WLUG), Dr. Bernd- Christian Balz (Deutsche Bank) und Rektor Professor Dr. Dieter Timmermann.

 

In festlichem Rahmen wurde am 17. Juni 2009, in der Universität Bielefeld der Karl Peter Grotemeyer-Preis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft (WLUG) und der Universität Bielefeld an drei herausragende Lehrende verliehen. Die drei Preisträger der Fächergruppen Geisteswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften wurden von Studierenden vorgeschlagen. Diese hielten auch die Laudatio.

Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft (WLUG) und die Universität Bielefeld vergaben den Karl Peter Grotemeyer-Preis für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre an Dr. Matthias Lorenz, an Juniorprofessorin Dr. Christiane Werner Pinto und an Dr. Björn Rüdiger. Die Preise sind jeweils mit 3.000 Euro dotiert. Das Vorschlagsrecht für diese Auszeichnung lag in den Händen der Studierenden. Insgesamt wurden in diesem Jahr 22 Lehrende für den Karl Peter Grotemeyer-Preis nominiert.
Die Studentinnen Maren Dubbert und Rabea Sutter hielten die Laudatio auf Dr. Christiane Werner Pinto. Sie lobten die Förderung der wissenschaftlichen Kompetenz der Studierenden durch Werner Pinto. „Alles in allem tragen insbesondere die Ermutigung zum Umsetzen eigener Ideen und die sehr angenehme Atmosphäre dazu bei, dass Lernen und Forschung großen Spaß machen.“

Markus Engelns und Tanja Morstein, Laudatoren des Literaturwissenschaftlers Matthias Lorenz, betonten, dass Lorenz des Studierenden stets auf Augenhöhe begegnet und dass er „Seminare zu Themen anbietet, von denen Studierende über das Studium hinaus einen persönlichen Gewinn haben.“ 

Dr. Björn Rüdiger wurde von Studierenden vorgeschlagen aufgrund der „außergewöhnlichen Angebote und Leistungen von Herrn Rüdiger in der Lehre und in der darüber hinausgehenden intensiven Betreuung der Studierenden“. Laudatorin Sandra Wollenkord hob besonders den Einsatz von Rüdiger für den einzelnen Studierenden hervor.

Matthias Lorenz, Jahrgang 1973, studierte Kulturwissenschaften in Leipzig und Lüneburg. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Kulturwissenschaften der Universität Lüneburg im Studiengebiet Sprache & Kommunikation (Teilbereiche Literarische Kultur und Medienkultur). 2004 promovierte er über „Judendarstellung und Auschwitzdiskurs bei Martin Walser“. Seit 2006 ist er Wissenschaftlicher Assistent für Germanistische Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik am Lehrstuhl von Professor Dr. Klaus-Michael Bogdal.

Christiane Werner Pinto, Jahrgang 1969, studierte Biologie an den Universitäten Köln und Lissabon. 2000 promovierte sie an der Universität Bielefeld und erhielt den Dissertationspreis der WLUG. 2002 bekam sie im Rahmen ihrer Wissenschaftlichen Mitarbeit einen eigenständigen Forschungs- und Lehrauftrag am Lehrstuhl für experimentelle Ökologie und Ökosystembiologie. Seit 2005 ist sie Juniorprofessorin für Ökophysiologie der Pflanzen an der Universität Bielefeld.

Björn Rüdiger, Jahrgang 1976, studierte in Bielefeld Rechtswissenschaften und Geschichte. 2005 promovierte er an der Humboldt-Universität Berlin. Von 2007 bis 2009 war er im Examinatorium der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld beschäftigt und dort auch am Aufbau der Einrichtung beteiligt. 2007 bis 2008 absolvierte er den Masterstudiengang „Rechtsgestaltung und Prozessführung“ des Instituts für Anwalts- und Notarrecht der Universität Bielefeld. Heute ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Finanz- und Steuerrecht von Professor Dr. Johannes Hellermann. 

Der Karl Peter Grotemeyer-Preis ist nach dem langjährigen Rektor und Symbolfigur der Bielefelder Universität Karl Peter Grotemeyer benannt. Welche Wissenschaftlerin oder welcher Wissenschaftler der Universität Bielefeld begeistert durch innovative Lehre? Wer besser als die Studierenden kann das beurteilen! Ausgezeichnet mit dem "Karl Peter Grotemeyer-Preis - Für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre" werden Lehrende, die von Studenten und Studentinnen begründet vorgeschlagen und von einer Jury - zur Hälfte mit Studierenden besetzt - ausgewählt werden. Anlässlich des vierzigjährigen Jubiläums der Universität Bielefeld wurden drei und nicht - wie sonst üblich - ein Preisträger ausgezeichnet.

Stifter des Preisgeldes von je 3.000 Euro sind die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft, die Deutsche Bank sowie die Universität Bielefeld.

 

Quelle: PM 122/2009 der Pressestelle der Universität Bielefeld

 

Mitgliederversammlung 2009
Verleihung des Habilitationspreises 2008

 

Verleihung des Habilitationspreises 2008 der Universitätsgesellschaft an PD Dr. Andreas Tauch, Fakultät für Biologie, am Rande der Mitgliederversammlung am 8. Mai 2009 in der Universität Bielefeld. Das Foto zeigt von links: Den Vorsitzenden des Kuratoriums der Universitätsgesellschaft Dr. Werner Efing, den Oberbürgermeister Bielefelds Eberhard David, den Preisträger des Habilitationspreises des Jahres 2008 PD Dr. Andreas Tauch, den Rektor der Universität Bielefeld Prof. Dr. Dieter Timmermann, den Vorstandsvorsitzenden der Universitätsgesellschaft Ortwin Goldbeck, den Universitätskanzler Hans-Jürgen Simm und den Schatzmeister und Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft Prof. Dr. h.c. Helmut Steiner.


Uni-Gesellschaft verleiht Habilitationspreis

Bielefeld (sas). Sechs Vorschläge für den diesjährigen Habilitationspreis sind bei der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft eingegangen. "Alle hätten den Preis verdient", meint Geschäftsführer Prof. Helmut Steiner. Zuerkannt und Freitagabend verliehen wurde der mit 3000 Euro dotierte Preis schließlich Privatdozent Dr. Andreas Tauch.

"Er ist ein exzellenter Wissenschaftler und eine echte Koryphäe", lobte Steiner den Biologen. Der 45-Jährige arbeitet am Zentrum für Biotechnologie der Universität im Bereich der Genomanalyse und forscht an Corynebakterien (wir berichteten). "Er hat schon jetzt im Rahmen seiner Arbeit gute Beziehungen zur Industrie und praktiziert damit den Wissenstransfer, den wir für so wichtig halten", sagt Steiner. Womit er sich genau befasst, erläuterte Tauch gestern vor den Mitgliedern der Universitätsgesellschaft .

574 Mitglieder zählt der Förderverein der Universität mittlerweile. "Wir haben einige Firmen neu gewinnen können", freut sich Steiner. Allerdings, gesteht er zu, sei das derzeit ein schwieriges Geschäft, das eine gewisse Hartnäckigkeit verlange. Die Beitragseinnahmen belaufen sich derzeit auf jährlich fast 63 000 Euro. Davon finanziert die Universitätsgesellschaft Ausstellungen, Lesungen, Tagungen, Konzerte - und leistet in diesem Jahr auch Beiträge zum Universitätsjubiläum .

Neu zugewählt hat die Universitätsgesellschaft gestern mit Dr. Andreas Hettich ein weiteres Kuratoriumsmitglied.

Quelle: Westfalen-Blatt vom 9.5.2009
 

 

Verleihung der Dissertationspreise 2008 der Universitätsgesellschaft

Das Foto in der vorderen Reihe: Carmen Borggrefe, Karina Brinkrolf, Angela Neumeyer-Gromen, Heike Greschke, Nicole Wellensiek, Jan Regtmeier, Prof. Dr. Helmut Steiner, Schatzmeister der Universitätsgesellschaft, Ortwin Goldbeck, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft. Hinten: Christian Huck, Andreas Scholze, Stefan Eißler, Marc Wingens, Oliver Müller, Duck-Geun Yoo, Cornelis Menke (.v.l.n.r.)


18 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Universität Bielefeld wurden am Freitag, dem 20. Februar 2009, mit dem Dissertationspreis 2008 ausgezeichnet. Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft (WLUG) würdigte damit die herausragenden Doktorarbeiten des vergangenen Jahres, sie alle waren mit der Bestnote "summa cum laude" (hervorragende Leistung) bewertet worden. Die Verleihung fand im Rahmen einer akademischen Feierstunde im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld statt.

Preisträger Dr. Duck-Geun Yoo kam eigens aus Südkorea zur Verleihung angereist: "Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich über die Würdigung meiner Arbeit." In dieser setzte sich Yoo mit dem Bau, der Gliederung und dem Inhalt von Sprache auseinander. Das Thema seiner Dissertation lautete: "Syntax und Kontext: Satzverarbeitung in kopffinalen Sprachen" und wurde mit "summa cum laude" ausgezeichnet. "An der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft habe ich optimale Bedingungen vorgefunden und wurde sehr gut betreut", so der Preisträger.

Das Themenspektrum der Dissertationen war breit gestreut, unter den 18 Arbeiten waren alle Fakultäten der Universität vertreten. "Die Vielzahl der Preise spricht für den hohen Leistungsstand der Universität Bielefeld", erklärte Ortwin Goldbeck, Vorstandsvorsitzender der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft. Professor Dr. Helmut Steiner, Schatzmeister und Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft, ergänzte: "Die Fakultäten reichen der Universitätsgesellschaft über das Rektorat einmal im Jahr förderungswürdige Dissertationen zusammen mit einem wertenden Gutachten ein. Nach Prüfung der Voraussetzungen entscheidet die Universitätsgesellschaft über die Vergabe der Preise." Die Verleihung nahmen Goldbeck und Steiner gemeinsam vor.

Die Doktorarbeiten des Jahres 2008 wurden mit jeweils 600 Euro honoriert, gefördert von namhaften in der Region Ostwestfalen-Lippe ansässigen Unternehmen wie Bertelsmann, Seidensticker, Gerry Weber, Melitta Bentz, Miele & Cie. Daher bedankte sich Ortwin Goldbeck auch bei den Persönlichkeiten und Unternehmen der Region für das erneute und langjährige Sponsoring der Preise. Gleichzeitig rief er dazu auf, den wissenschaftlichen Nachwuchs auch künftig zu unterstützen, entweder durch Sponsoring oder Mitgliedschaft in der Universitätsgesellschaft: "Wissenschaftsförderung ist Standort- und Zukunftssicherung zugleich. Die Universität ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Region. Davon profitieren alle, die Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger."
Die Universitätsgesellschaft verleiht die Dissertationspreise seit 1983, seitdem haben über 350 Nachwuchswissenschaftler die Auszeichnung erhalten.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Martin Knabenreich, Chefredakteur von Radio Bielefeld. In kurzweiligen Interviews stellte er die Preisträger und ihre Arbeiten vor. An der Feierstunde nahm neben den Preisträgern und deren Angehörigen auch der Prorektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Transfer der Universität Bielefeld, Professor Dr. Martin Egelhaaf, sowie für die Stadt Bielefeld Bürgermeister Horst Grube teil.
Für den musikalischen Rahmen sorgte das "Liquid Jazz Trio". Im Anschluss an die akademische Feier im Plenarsaal fand ein Empfang im Foyer des ZiF statt, hier bot sich die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern.

Quelle: uni.aktuell vom 20.02.2009

Weitere Informationen ...

 

Junioprofessor Dr. Ullrich Bauer erhält den Karl Peter Grotemeyer-Preis 2008

Vergabe des Karl Peter Grotemeyer-Preises (v.l.): Ortwin Goldbeck (Vorsitzender der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft), Laudatorin Fatma Fettah, Rektor Professor Dr. Dieter Timmermann, Juniorprofessor Dr. Ullrich Bauer, Professor Dr. Helmut Steiner (Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft) sowie Dr. Bernd-Christian Balz (Deutsche Bank Bielefeld).

 

Am Freitag, dem 5. Dezember 2008, wurde im Rahmen des festlichen Essens anlässlich der großen Absolventenverabschiedung der Universität Bielefeld der mit 3.000 Euro dotierte Karl Peter Grotemeyer-Preis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre an Juniorprofessor Dr. Ullrich Bauer, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, verliehen.

Zu einer ausführlicheren Darstellung ...

  

Mitgliederversammlung 2008
Verleihung des Habilitationspreises 2007


 

Universitäts- und Universitätsgesellschaftsspitze mit dem Habilitationspreisträger am Rand der Mitgliederversammlung am 25. April 2008 in der Universität Bielefeld (von links): Universitätskanzler Hans-Jürgen Simm, der Vorstandsvorsitzende der Universitätsgesellschaft Ortwin Goldbeck, der Preisträger des Habilitationspreises des Jahres 2007, PD Dr. Gernot Horstmann (Abteilung Psychologie der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft), der Schatzmeister und Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft Prof. Dr. h.c. Helmut Steiner sowie der Rektor der Universität Prof. Dr. Dieter Timmermann.


Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft steht nach den Aussagen ihres Geschäftsführers Prof. Dr. Helmut Steiner auch in diesem Jahr auf soliden Füßen. 583 Mitglieder, eine erneute Steigerung gegenüber dem Vorjahr, bringen mehr als 60.000 Euro an Beiträgen auf. Insgesamt verfüge die Universitätsgesellschaft über ein Vermögen von einer halben Million Euro, aus dem - so Ortwin Goldbeck, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft, vor der Mitgliederversammlung am 25. April 2008 - Veranstaltungen, Vorträge, Seminare, Veröffentlichungen und Ausstellungen finanziert sowie Auslandsaufenthalte deutscher Studierender und in Not geratene ausländische Studierende unterstützt würden. Insbesondere würden damit aber junge Wissenschaftler durch die ausgelobten Preise - Dissertations- und Habilitationspreise, Karl Peter Grotemeyer-Preis - gefördert.  Goldbeck betonte erfreut, dass die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft bundesweit zu den "Top Ten" der Fördervereine für Universitäten zähle.

Einer der Höhepunkte der Mitgliederversammlung war die Verleihung des Habilitationspreises 2007 der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft  an den Psychologen PD Dr. Gernot Horstmann für seine Habilitationsschrift "Handlungsunterbrechung und Aufmerksamkeitsfokussierung bei erwarteten und unerwarteten Ereignissen."

Gernot Horstmann, dessen Forschungsinteressen in den Bereichen "Reaktionen auf unerwartete Ereignisse (Überraschung)", "unwillkürliche räumliche Orientierung der Aufmerksamkeit", "Starten und Stoppen von Handlungen" sowie "mimischer Ausdruck" liegen, gehört laut Gutachten zu den produktivsten deutschen Emotionspsychologen. In der Laudatio auf den Preisträger, der nach eigenen Worten überrascht war, den Preis zu erhalten,  heißt es: "Horstmann ist ein innovativer, international anerkannter Forscher von hoher Produktivität und ein engagierter, beliebter Lehrender." Der Preisträger, 1967 in Bielefeld geboren, studierte an der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft der Universität Bielefeld Psychologie und erhielt für seine Doktorarbeit, die er mit summa cum laude absolvierte, im Jahr 2001 den Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft. Zur Zeit arbeitet der Vater von drei Kindern als wissenschaftlicher Assistent an der Universität, wo er eine Lehrstuhlvertretung in Allgemeiner Psychologie inne hat.
 

 

Ehrenbürger der Universität Bielefeld Helmut Steiner feierte 80. Geburtstag

Am 9. Februar 2008 feierte Honorarprofessor Dr. h.c. Helmut Steiner seinen 80. Geburtstag. Seit Jahrzehnten engagiert er sich in zahlreichen Ehrenämtern für die Universität Bielefeld. So war er bereits von 1969 bis 1979 stellvertretender Vorsitzender des Studentenwerks Bielefeld. Eine wichtige Rolle spielt er in der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, deren erfolgreicher Geschäftsführer er seit 1991 ist. Zuletzt übernahm er 2006 den Aufsichtsratsvorsitz der IIT GmbH, die sich für den Transfer von Forschungsergebnissen in die außerwissenschaftliche Praxis einsetzt. 2005 wurde er zum Ehrenbürger der Universität ernannt.

Rektor Prof. Dr. Dieter Timmermann ist über die Aktivitäten des rüstigen Jubilars sehr erfreut: "Helmut Steiner ist ein Phänomen. Es gibt niemand, der eine derartige Vielzahl von Ehrenämtern zum Wohl der Universität Bielefeld ausgeübt hat und immer noch ausübt. Ganz herzliche Glückwünsche und Dank für die jahrzehntelange Arbeit!"

 

  

Karl Peter Grotemeyer-Preis 2007



Preisträgerin und Laudatoren. Die Studierenden Jean-Pierre Palmier und Laura Sulzbacher sowie PD Dr. Susanne Kaul (m.) nach der Preisverleihung und einer überzeugenden und unterhaltsamen Laudatio auf die neue Preisträgerin am Rande des 7. Jahresempfangs der Universität Bielefeld am 26. Oktober 2007.


 

Den mit 3.000 Euro dotierten Karl Peter Grotemeyer-Preis für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre verlieh die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft in diesem Jahr an die Privatdozentin Dr. Susanne Kaul (Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft). Susanne Kaul, 1974 geboren, wurde bereits im Jahr 2002 mit dem Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft ausgezeichnet und schloss vor wenigen Wochen ihre Habilitation ab.
 

Zur ausführlichen Würdigung der Preisträgerin.

  

Die Universität Bielefeld verliert eine Symbolfigur

Prof. Dr. Karl Peter Grotemeyer, langjähriger Rektor der Universität und Ehrenmitglied der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, gestorben


 


Die Universität Bielefeld und die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft trauern um Prof. Dr. Karl Peter Grotemeyer, der am 30. Juli 2007 wenige Wochen vor Vollendung seines 80. Geburtstages verstorben ist. Unmittelbar nach der Gründung der Universität trat Grotemeyer 1969 (zunächst kommissarisch) sein Amt an und übte es - einmalig in der deutschen Hochschullandschaft - nach fünfmaliger Wiederwahl, beliebt und bewundert zugleich, bis zur Emeritierung im Jahr 1992 aus. Seiner unermüdlichen Arbeit ist es im hohen Maße zu verdanken, dass die Universität Bielefeld schnell zu einer auch international beachteten Stätte von Forschung und Lehre wurde.
 

Die Nachricht von Grotemeyers Tod löste in der Universität große Bestürzung aus. Rektor Prof. Dr. Dieter Timmermann sagte in einer ersten Reaktion: "Die Trauer über diesen unersetzlichen Verlust ist tief. Unser Mitgefühl gilt jetzt vor allem seiner Frau und seinen Kindern. Wer Karl Peter Grotemeyer kannte, war von seinen außerordentlichen Fähigkeiten als Wissenschaftler, Hochschullehrer und Wissenschaftsmanager, von seiner unermüdlichen Energie und Tatkraft und zugleich von seiner Menschlichkeit und Offenheit für jedermann beeindruckt. Seine Verdienste um die Universität, aber auch um die Wissenschaftslandschaft insgesamt, lassen sich mit wenigen Worten nicht angemessen würdigen. Unsere Trauer um ihn verbindet sich mit dem Gefühl tiefer Dankbarkeit."
 

Karl Peter Grotemeyer, 1927 in Osnabrück geboren, studierte nach dem Besuch der Mindener Bessel-Oberschule, nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft ab 1947 in Göttingen Mathematik, Physik und Astronomie und promovierte bereits 1951. Der Habilitation 1954 in Freiburg folgte eine vierjährige Assistententätigkeit an der TU Berlin, bevor Grotemeyer 1958 Professor und Direktor des Mathematischen Instituts der FU Berlin wurde. Dort hatte er sich bereits einen Namen als begeisterter und begeisternder Hochschullehrer gemacht, ehe er 1969 einen Ruf an die neu gegründete Universität Bielefeld annahm, deren Wissenschaftlichem Beirat er seit 1965 angehört hatte.
 

Als Wissenschaftler trat Grotemeyer mit zahlreichen Buchveröffentlichungen und Zeitschriftenbeiträgen hervor. Für mehrere Jahrzehnte war er Vorstandsmitglied der Deutschen Mathematikervereinigung, die ihn 1996 zum Ehrenmitglied ernannte. Darüber hinaus ist sein Name untrennbar mit dem renommierten Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach verbunden. An der Universität Bielefeld galt sein besonderes Engagement der Verbesserung des Mathematikunterrichts an Hochschule und Schule. Auch während seiner Amtszeit als Rektor ließ er es sich nicht nehmen, Vorlesungen zu halten und Generationen von Studierenden zu prüfen. Seine Popularität als Hochschullehrer nahm die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft 1997 zum Anlass, einen Preis für hervorragende Leistungen und besonderes Engagement in der Lehre nach Karl Peter Grotemeyer zu benennen.
 

Die Führung und Lenkung einer mit weitreichenden Reformansprüchen gegründeten Hochschule unter zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war eine Leistung, die bei Mit- und Widerstreitern Respekt und Anerkennung hervorrief. Nach innen war seine Amtsführung durch Konsens und Fairness geprägt, nach außen bewies Grotemeyer Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit zugunsten "seiner" Hochschule. Über die Universität hinaus engagierte er sich zudem als Mitglied des Wissenschaftsrates (1968-1972), Vizepräsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz (1971-1973), Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz (1990-1992) und Mitglied des Rundfunkrates des WDR. Er wirkte im Auftrag verschiedener Landesregierungen sowie der Bundesregierung in hochrangigen Kommissionen und Ausschüssen mit. Ab 1991 unterstützte er als Mitglied des Gründungssenats und stellvertretender Gründungsrektor den Aufbau der TU Cottbus. Bis zuletzt waren sein Rat und seine Erfahrung in zahlreichen hochschulbezogenen Kommissionen gefragt.
 

1992 wurde Grotemeyer die Ehrensenatorwürde der Universität Bielefeld verliehen. Die Stadt Bielefeld bedankte sich bei ihm, der viel für das gegenseitige Verständnis von Stadt und Universität tat, mit Ehrenring und Ehrenbürgerwürde. Die Universitätsgesellschaft ernannte ihn wegen seiner überaus großen Verdienste in der Zusammenarbeit zwischen Universität und Universitätsgesellschaft zu ihrem Ehrenmitglied.

 

Mitgliederversammlung 2007
Verleihung des Habilitationspreises 2006


 

Auszeichnende und Ausgezeichnete am Rand der Mitgliederversammlung am 27. April 2007 in der Universität Bielefeld (von links): Der Vorstandsvorsitzende Ortwin Goldbeck, der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Werner Efing, der Schatzmeister und Geschäftsführer Prof. Dr. h.c. Helmut Steiner, der Rektor der Universität Bielefeld Prof. Dr. Dieter Timmermann sowie der aktuelle Preisträger des von der Universitätsgesellschaft gestifteten Karl Peter Grotemeyer-Preises für gute Lehre, Prof. Dr. Thomas Koop (Fakultät für Chemie), der in der Vortragsreihe "Wissenschaft zum Anfassen" vor der Mitgliederversammlung über "Kaltes Wasser: kein 'kalter Kaffee'. Von Eiswolken und Gefrierschutzmolekülen" berichtete, sowie der Preisträger des Habilitationspreises der Universitätsgesellschaft des Jahres 2006, PD Dr. Philip Tinnefeld (Fakultät für Physik).


Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 27. April 2007 ihren Vorstand neu gewählt. Neu in den Vorstand kamen auf Vorschlag des Kuratoriums Hartmut Ostrowski (Bertelsmann) und die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger. Vorsitzender bleibt Ortwin Goldbeck, stellvertretender Vorsitzender der Bielefelder Oberbürgermeister Eberhard David und Helmut Steiner hat weiterhin das Amt des Geschäftsführers und Schatzmeisters inne. Dem Vorstand gehören darüber hinaus der Bielefelder Rechtsanwalt Walter Maaß, Wolf Dietrich Meier-Scheuven (Boge Kompressoren Bielefeld), der Vorstandsvorsitzende der Bielefelder Stadtsparkasse Hans Georg Vogt sowie der Bielefelder Bundestagsabgeordnete Dr. Rainer Wend an.

Auf Vorschlag des Vorstandes wurden Martin Knabenreich (Radio Bielefeld), Peter Süßmilch (DaimlerChrysler Bielefeld) sowie Jürgen Wannhoff (Sparkasse Detmold) neu in das Kuratorium der Universitätsgesellschaft gewählt, dessen Vorsitzender weiterhin Dr. Werner Efing, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes der Metallindustrie Bielefeld, bleibt.
 

Vor der Wahl hatte der Vorsitzende Ortwin Goldbeck seines ersten Vorgängers im Amt, des am 16. Januar 2007 verstorbenen Ehrenmitglieds der Universitätsgesellschaft Rudolf August Oetker gedacht, der wesentlich dazu beigetragen habe, dass die Universität nach Bielefeld gekommen sei. Rudolf August Oetker war Vorsitzender von 1965-1975 und Schatzmeister von 1976 bis 1986.
 

Ebenfalls im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der mit 3.000 Euro dotierte Habilitationspreis 2006 der Universitätsgesellschaft an den Physiker PD Dr. Philip Tinnefeld für seine Arbeit "Neue Mikroskopiemethoden zur direkten Beobachtung der Wechselwirkungen einzelner Moleküle" verliehen.
 

 

 

 

Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis - Ostwestfälische Wirtschaft engagiert sich in neu strukturiertem Institut für Innovationstransfer (IIT) an der Universität Bielefeld

 

Konstituierende Sitzung des Beirats des IIT am 8. Februar 2007.

Das "Institut für Innovationstransfer" (IIT) an der Universität Bielefeld wird seit dem 8. Februar 2007 durch einen neu konstituierten Beirat beraten. Ziel des Beirats ist es, als Mittler zwischen Universität und Wirtschaft tätig zu sein. Das Gremium soll Anregungen für konkrete gemeinsame Projekte von Wissenschaftlern der Universität Bielefeld und Unternehmen insbesondere der Region geben, die im Rahmen der IIT GmbH umgesetzt werden können. Der Beirat besteht aus 15 namhaften Vertretern aus Unternehmen, Verbänden und aus der Universität Bielefeld.

Dem Beirat gehören Prof. Dr. Dario Anselmetti (Universität Bielefeld), Dr. Wolfgang Böllhoff (Böllhoff GmbH & Co KG), Dr. Werner Efing (Unternehmerverband der Metallindustrie), Jan Hendrik Goldbeck (Goldbeck GmbH), Jürgen Heinrich (OWL Marketing GmbH), Rainer Lührs (Dr. August Oetker KG), Thomas Niehoff (Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld), Prof. Dr. Thomas Noll (Universität Bielefeld), Holger Piening (Piening Personal-Service GmbH), Dr. Michael Pütz (Harting KGaA), Dr. Werner Schroer (Gauselmann AG), Gerd Seidensticker (Seidensticker GmbH), Rolf Struppek (Boge Kompressoren GmbH), Prof. Dr. Dieter Timmermann (Universität Bielefeld) und Markus Zeyen (Unternehmensgruppe Melitta KG) an. Sie wurden vom Aufsichtsrat der IIT GmbH für vorerst drei Jahre gewählt.

Seit dem 1. Januar 2006 ist die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft Mehrheitseigner am "Institut für Innovationstransfer an der Universität Bielefeld GmbH" (IIT). Die IIT-Gesellschaft - 1995 gegründet - versteht sich als bereichsübergreifender Promotor der in der Universität vertretenen wissenschaftlichen Arbeitsgebiete und Kompetenzen sowie als Vermittler und Anbieter entsprechender Beratungsleistungen. Dieses Vorhaben korrespondiert eng mit dem Ziel der Industrie- und Handelskammer, die technologische Innovativität der Unternehmen zu fördern und die Praxisnähe von Forschung und Lehre zu stärken. Seit Januar 2007 hat das IIT einen siebenköpfigen Aufsichtsrat, der unter anderem die Geschäftsführung bestellt und die Mitglieder des neuen Beirats wählt. Dem Aufsichtsrat gehören für die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft Prof. h.c. Helmut Steiner und Alfred Hellmann an, die Gesellschaft zur Förderung des Forschungs- und Technologietransfers in der Universität Bielefeld e. V. (GFT) vertreten Prof. Dr. Alfred Pühler und Prof. Dr. Ulrich Heinzmann, die Vertreter der Universität Bielefeld sind Hans-Jürgen Simm und Prof. Dr. Martin Egelhaaf und den Beirat vertritt Gerd Seidensticker.

"Im Namen der Universität Bielefeld danke ich den im Beirat der IIT GmbH engagierten Vertretern aus Unternehmen und Verbänden", so Rektor Prof. Dr. Dieter Timmermann. "Wir erhoffen uns vom Beirat richtungsweisende und praxisnahe Empfehlungen, um die Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region deutlich zu intensivieren. Mit dem neuen Mehrheitseigner, der neuen Struktur und dem kompetent besetzten Beirat ist das IIT ein entscheidender Baustein, um das exzellente Forschungs-Know-how in der Universität Bielefeld auch für die regionale Wirtschaft nutzbar zu machen."

"Die Wissenschaftler der Universität Bielefeld können zu einer dauerhaften Erhöhung der Innovationsfähigkeit der Region beitragen", betont Prof. Dr. h.c. Helmut Steiner, Vorsitzender des Aufsichtsrat der IIT GmbH und Geschäftsführer der Westfälisch-Lippischen Universitätsge-sellschaft. "Innerhalb des IIT können Transferprojekte entwickelt und abgewickelt werden - zeitnah und effektiv. Das IIT steht Unternehmen und Wissenschaftlern als erster Ansprechpartner und professioneller Begleiter bei Projekten zur Verfügung. Der Beirat wird als Bindeglied fungieren und wichtige Impulse geben."

"Viele kleine und mittelständische Unternehmen können aufgrund fehlender Ressourcen keine umfangreiche und innovative Forschung und Entwicklung betreiben", hebt Gerd Seidensticker, Sprecher des neuen Beirats des IIT, hervor. "Zu viele Geschäftsführungen wissen leider nicht, dass sie diese Lücke unter Umständen durch Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität Bielefeld entscheidend schließen können. Hier möchte der Beirat ansetzen und den regionalen Unternehmen die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen sowie Wissenschaftler auf praxisrelevante Fragestellungen hinweisen - im Interesse des Wirtschaftsstandorts Ostwestfalen-Lippe. Dafür ist die IIT eine ideale Plattform."

  


Zum Tode von Rudolf August Oetker

Die Geschichte der Westfälisch-Lippischen
Universitätsgesellschaft ist untrennbar mit dem Namen
ihres ersten Vorsitzenden und Ehrenmitglieds verbunden

Als der nordrhein-westfälische Kultusminister Prof. Dr. Paul Mikat im Januar 1964 in München über Pläne der Landesregierung berichtete, eine weitere Landesuniversität im ostwestfälischen Raum zu errichten, war die Antwort Rudolf August Oetkers auf die Frage des Bielefelder Westfalen-Blattes, ob man eine Fördergesellschaft gründen solle, eindeutig: "Selbstverständlich bin ich dafür. Sie müsste möglichst schnell gegründet werden." Rudolf August Oetker setzte sich in der Folgezeit als eine der treibenden Kräfte mit besonderem persönlichem Engagement für die Gründung einer Fördergesellschaft und die Errichtung der Universität in Bielefeld ein.

Ab Mitte 1965 fungierte Oetker als Vorsitzender eines Arbeitsausschusses zur Bildung der "Gesellschaft der Freunde und Förderer einer Universität in Ostwestfalen", im Dezember 1965 wählte ihn der Gründungsausschuss der "Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft – Verein der Freunde und Förderer" zum Vorsitzenden und schließlich bestätigte die Gründungsversammlung der Gesellschaft am 29. Januar 1966 die Wahl des Bielefelder Unternehmers in diesem Amt.

Vor der Gründungsversammlung am 29. Januar 1966: Der Bonner Universitätskanzler
Eberhard Freiherr von Medem und Rudolf August Oetker in der Lampe-Bank in Bielefeld.

 

Als Vorsitzender der Universitätsgesellschaft bemühte sich Rudolf August Oetker bereits vor der endgültigen Standortentscheidung darum, die Unterstützung breiter Kreise für eine Universität im Bielefelder Raum zu gewinnen. Gegenüber der Landesregierung trat die Universitätsgesellschaft öffentlich und mit Nachdruck für eine solche Universität ein. Darüber hinaus galt die Universitätsgesellschaft als regionaler Ansatzpunkt und wichtigster Ansprechpartner innerhalb der Region für die mit der Universitätsplanung beauftragten Personen. Rasch entschlossen stellte Rudolf August Oetker Räumlichkeiten in seinem Unternehmen für Arbeitsbesprechungen der Planer im kleinen Kreise zur Verfügung. Gleiches gilt für Sitzungen der Universitätsgesellschaft. In der Folgezeit waren immer wieder Mitglieder des Gründungsausschusses wie auch Professoren und Studierende der Universität Gäste Oetkers. Die Großzügigkeit Oetkers erfuhr die junge Universität u.a. bei der Unterbringung ausländischer Gäste im Gästehaus der Fa. Oetker oder der Überlassung von Laborräumen für die im Aufbau befindliche Fakultät für Chemie.

Die Aufbauphase der Universität Bielefeld hatte der Leiter eines mittlerweile zu einem Weltkonzern aufgestiegenen Backmittelunternehmens von 1966 bis 1975 als Vorsitzender bzw. von 1976 bis 1986 als Schatzmeister der Universitätsgesellschaft unterstützend und fördernd begleitet.

Rudolf August Oetker hat sich in besonderem Maße um die Universität Bielefeld verdient gemacht. Oetkers besonderes Engagement der Mobilisierung galt der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kräfte der Region für die Universitätsgründung unter Nutzung seiner Kontakte und Einflussmöglichkeiten. Ein persönliches Anliegen war ihm, zum Gelingen der Ziele der jungen Universität, insbesondere die Schließung der Kluft zwischen traditioneller Universitätsbildung und Praxis sowie die Fortbildung praktisch tätiger Akademiker, beizutragen. Die Förderung der Universität durch die Universitätsgesellschaft in der Aufbauphase richtete sich insbesondere auf Bereiche, die besonders öffentlichkeitswirksam und für die Identitätsbildung innerhalb und außerhalb der Universität wichtig waren – zu erwähnen sind die Konzertreihe, die Universitätsvorträge und Universitätsbälle. Darüber hinaus ging es um zahlreiche größere und kleinere Unternehmungen, für die Haushaltsmittel der Universität nicht zur Verfügung standen. Schließlich sei erwähnt, dass Rudolf August Oetker in seinem Hause dafür sorgte, dass die Geschäfte der Universitätsgesellschaft dort erledigt werden konnten, und die Gesellschaft so nur sehr geringe Verwaltungskosten zu tragen hatte.
Bei seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der Universitätsgesellschaft ernannte diese ihn zum ihrem ersten Ehrenmitglied.

Rudolf August Oetker starb am 16. Januar 2007 im Alter von 90 Jahren.

Die Geschichte der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft wird immer mit dem Namen Rudolf August Oetker verbunden bleiben.

  

Ehrenvolle Ernennung

Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Universität Bielefeld an den Geschäftsführer der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, Prof. Dr. Helmut Steiner

 

Rektor Prof. Dr. Dieter Timmermann (links) überreicht Helmut Steiner die Ehrenbürgerurkunde.

Nachdem der Senat der Universität Bielefeld Honorarprofessor Dr. h.c. Helmut Steiner bereits in seiner Sitzung am 21. Dezember 2005 zum Ehrenbürger der Universität Bielefeld ernannt hatte, überreichte Rektor Timmermann nun im Rahmen des 7. Jahresempfangs der Universität Bielefeld am 27. Oktober 2006 dem Geschäftsführer und Schatzmeister der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft  die Ehrenbürgerurkunde. Die ehrenvolle Ernennung erfolgte auf Anregung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, mit der ihn eine fast 25-jährige stetige Lehrtätigkeit verbindet. Hervorgehoben wurde auch seine Tätigkeit als erfolgreicher Geschäftsführer der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft seit 1991. Darüber hinaus verbinden Steiner zahlreiche Ehrenämter und internationale Lehraktivitäten mit der Universität.

Timmermann hob in seiner Laudatio das nimmermüde Engagement des mittlerweile 78jährigen Geehrten hervor, das ihn seit Gründung der Universität ausgezeichnet habe. Neben seiner herausragenden ehrenamtlichen Lehrtätigkeit hob der Rektor insbesondere Steiners Tätigkeiten für das Studentenwerk, die Universitätsgesellschaft, das Absolventennetzwerk oder den Verein der Freunde und Förderer des Zentrums für interdisziplinäre Forschung hervor. Immer wenn es darum gegangen sei, etwas Neues auf die Beine zu stellen, sei er für seine Alma Mater aktiv geworden.

Helmut Steiner betonte in seiner kurzen Ansprache, dass im Gegenzug die Universität auch ihn bereichert habe, wofür er allen Rektoren und Kanzler der Universität danke. Seine Ehrenämter übe er im Übrigen mit großer Freude aus.

Nach den Vorstandsvorsitzenden Herbert Hinnendahl, Ernst Graumann und Gerd Seidensticker, dem Kuaratoriumsvorsitzenden Walter Stich sowie dem Kuratoriumsmitglied Karen Leffers ist Helmut Steiner bereits das sechste prominente Mitglied der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, dem diese besondere Ehre zuteil wird.

Insgesamt hat die Universität bisher acht Personen zu Ehrenbürgern ernannt

Kurz-Laudatio von Rektor Dieter Timmermann zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde

 

  

Verleihung des Habilitationspreises 2005 -
Impressionen von der Festveranstaltung
"40 Jahre Freunde und Förderer der Universität Bielefeld"

Am 31. März 2006 fand in den Räumen der Sparkassenzentrale in Bielefeld die diesjährige Mitgliederversammlung der Universitätsgesellschaft statt. Mittlerweile traditionell wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung der Habilitationspreis der Gesellschaft für das Jahr 2005 an den Historiker Privatdozent Dr. Jörg Requate für seine zeitgeschichtliche Arbeit zum Thema "Demokratisierung der Justiz? Rechtsdenken und Reformbestrebungen in der Bundesrepublik Deutschland von den 1950er bis 1980er Jahren" überreicht.
Aus Anlass des 40jährigen Bestehens der Universitätsgesellschaft folgte auf die Mitgliederversammlung eine gelungene Festveranstaltung mit ca. 300 Gästen.

Habilitationspreis für den Bielefelder Zeitgeschichtler Requate

 

 

Der Vorsitzende der Universitätsgesellschaft, Ortwin Goldbeck, der Preistrager des Habilitationspreises 2005, PD Dr. Jörg Requate, und der Geschäftsführer und Schatzmeister der Universitätsgesellschaft, Prof. Dr. Helmut Steiner, nach der Verleihung des Preises. (v.l.).

Der 44jährige Historiker Privatdozent Dr. Jörg Requate ist mittlerweile der 25. Preisträger des mit 3000 Euro dotierten Habiltationspreis der Universitätsgesellschaft. In seiner kurzen Würdigung des Preisträgers lobte der Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft, Prof. Dr. Helmut Steiner, Requate als aufmerksamen, hilfsbereiten und anspruchsvollen Lehrenden und exzellenten Wissenschaftler.

In seiner Habilitation untersuchte Requate Anpassungstendenzen der Justiz an eine liberaler und demokratischer werdende bundesrepublikanische Gesellschaft. Einer ersten notwendigen Demokratisierungsphase in der unmittelbaren Nachkriegszeit sei in den späten 1960er Jahren eine weitere Phase gefolgt, in der Forderungen nach einer Veränderung der als konservativ und staatstragend angesehenen Richterschaft hin zu einem "politischen Richter" lautgeworden seien. Diese Forderung sei aber bereits in den 1970er Jahren zugunsten einer parteipolitisch neutralen Jusitiz fallengelassen worden. Heute sei die Justiz, so Requate, allerdings eindeutig pluralistischer als dies in den 1960er Jahren der Fall gewesen sei, was bei Urteilen, die im Namen des Volkes gesprochen würden, nur von Vorteil sein könne.

Requate, 1962 in Bielefeld geboren, studierte nach seinem Abitur am Ratsgymnasium in Bielefeld und Freiburg Geschichte, Französisch und Philosophie und promovierte 1994 bei Jürgen Kocka in Berlin. Der dreifache Familienvater ist Oberassistent an der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie. Schwerpunkt seiner Lehre und Forschung sind die Geschichte der Bundesrepublik - und hier insbesondere die 1960er Jahre und die Justiz in diesem Jahrzehnt - sowie die Medien als "vierte Gewalt", die Geschichte der Geschichtsschreibung und die Französische Revolution.

Festveranstaltung 40 Jahre Universitätsgesellschaft

 

Die musikalische Umrahmung durch die Leptophonics war Teil des gelungenen Abends in der Sparkassenzentrale.

Der Verleihung des Habilitationsreises folgte eine etwas andere Feierstunde anlässlich des 40jährigen Bestehens der Universitätsgesellschaft, die Ende Januar 1966 gegründet wurde, und damit fast drei Jahre älter ist als die Universität Bielefeld, die sie fördert. Nicht nur dass in der Sparkassenzentrale und nicht in der Universität gefeiert wurde, war ein Novum. Bewusst wurde auch auf lange feierliche Reden verzichtet.

Der Bielefelder Oberbürgermeister Eberhard David im Gespräch mit Tine Charton.

In einer lockeren Gesprächsrunde, die von der Tine Charton vom WDR moderiert wurde, unterhielten sich Oberbürgermeister Eberhard David als Vertreter der Stadt Bielefeld, Rektor Prof. Dr. Dieter Timmermann für die Universität, der ehemalige Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft Gerd Seidensticker als Vertreter der Wirtschaft, der ehamlige Rektor der Universität Prof. Dr. Karl Peter Grotemeyer als Zeitzeuge, Prof. Dr. Matthias Raith, der mehrfach von der Universitätsgesellschaft ausgezeichnet worden war, sowie Jan Busse, der von der Universitätsgesellschaft ein Stipendium für einen Auslandsaufenthalt in Ramallah erhalten hatte, wurden die Verdienste der Gesellschaft gewürdigt. Mehr als 300 Gäste erlebten eine gelungene Jubiläumsfeier der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, so dass die Hoffnung des Vorsitzenden Ortwin Goldbeck, über die 575 heutigen Mitglieder viele neue Mitglieder zu gewinnen, vielleicht bald in Erfüllung gehen wird.

 

Feierten das 40jährige Jubiläum der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft zusammen mit 300 weiteren Gästen: Der ehemalige Rektor der Bielefelder Universität, Prof. Dr. Karl Peter Grotemeyer, der aktuelle Rektor Prof. Dr. Dieter Timmermann, der Bielefelder Oberbürgermeister Eberhard David, der Preisträger des Habilitationspreises 2005, Privatdozent Dr. Jörg Requate, Prof. Dr. Matthias Raith, Preisträger des Dissertationspreises 1992, des Karl Peter Grotemeyer-Preises 1997 und des Habiliationspreises der Universitätsgesellschaft 1998, der Geschäftsführer und Schatzmeister der Universitätsgesellschaft, Prof. Dr. Helmut Steiner, der Vorsitzende Ortwin Goldbeck sowie als Gastgeber der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hans-Georg Vogt. (v.l.).

 

Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft weiter auf Kurs

Habilitationspreis 2004 geht an Dr. Hubert Brückl

 

Universitätskanzler Hans-Jürgen Simm, der Schatzmeister der Universitätsgesellschaft Prof. Dr. Helmut Steiner, der Preisträger des Habilitationspreises des Jahres 2004 PD Dr. Hubert Brückl, der Vorsitzende der Universitätsgesellschaft Ortwin Goldbeck und der Rektor der Universität Bielefeld Prof. Dr. Dieter Timmermann (v.l.).

(BUZ) Erstmals hat die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft am 15. April 2005 ihren Habilitationspreis nicht zusammen mit den Dissertationspreisen, sondern im Rahmen der Mitgliederversammlung vergeben. Diesjähriger Preisträger ist der Physiker Dr. Hubert Brückl, der sich mit einer Arbeit zum Thema "Physical properties and new developments of magnetic tunnel junctions" habilitiert hatte. Nicht ohne Stolz wies der Vorsitzende der Universitätsgesellschaft Ortwin Goldbeck darauf hin, dass (soweit bekannt) an keiner anderen deutschen Hochschule Preise für Dissertationen, Habilitationen und für gute Lehre durch eine Universitätsgesellschaft vergeben werden. Im Lauf der Jahre hätten sich die Preisgelder dabei zu der stattlichen Summe von 250 000 Euro summiert.

Auch sonst zog Goldbeck eine außerordentlich positive Bilanz der Arbeit der Freunde und Förderer der Universität Bielefeld. Erneut habe es wieder ein breites Spektrum bei der Unterstützung von Aktivitäten der Universität gegeben. Bei der Vergabe von Stipendien für Auslandsaufenthalte von Bielefelder Studenten sei die Universitätsgesellschaft der größte Förderer in der Region. Auch die Hilfe für in Not geratene ausländische Studierende sei ein bedeutender Posten. Ein traditionell wichtiges Feld ist die Unterstützung der Kulturarbeit an der Universität, vor allem von Chor und Orchester, und nicht zuletzt der Hochschulsport profitiert von der Universitätsgesellschaft. Diese agiert auch auf der Schnittstelle von Universität und regionaler Wirtschaft, etwa beim OWL-Management-Kolloquium oder bei Bielefeld 2000plus. Goldbeck wies besonders darauf hin, dass man über Spenden kurz davor stehe, Gesellschafteranteile an der Institut für Innovationstransfer an der Universität Bielefeld GmbH zu übernehmen. Dabei habe es eine große Unterstützung durch die IHK gegeben: "Daraus ergibt sich ein erhebliches Kooperationspotenzial für Forschung und Entwicklung!"

Geschäftsführer Professor Helmut Steiner wies auf eine positive Mitgliederbilanz im vergangenen Jahr hin: Es gab 27 Neueintritte , aber nur 10 Austritte, so dass die Universitätsgesellschaft nun 568 Mitglieder hat. Goldbeck und Steiner bedauerten allerdings eine Tendenz bei Unternehmen, ihre Mitgliedschaft zu kündigen. Für seine unermüdliche Arbeit in der Geschäftsführung dankte Goldbeck Steiner einmal mehr ausdrücklich. Rektor Prof. Dr. Dieter Timmermann gab einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse an der Universität seit der letzten Mitgliederversammlung. Er zog eine durchaus erfreuliche Bilanz der Universitätsentwicklung in nicht nur finanziell außerordentlich schwierigen Zeiten und dankte der Universitätsgesellschaft erneut für ihr großes Engagement. Als neue Kuratoriumsmitglieder wählte die Mitgliederversammlung Dr. Reinhard Zinkann für den verstorbenen Rudolf Miele und Dr. Peter Jünger für den ausscheidenden Otto Clüsener.

Nach der Vergabe des Habilitationspreises gab Hubert Brückl unter dem Titel "Magnetische Chips" einen Überblick über sein Forschungsgebiet, das sich um neuartige Formen der magnetischen Speicherung von Daten dreht, ein Verfahren, das auf die Anfänge der Computertechnik zurück verweist. Brückl, der inzwischen in Wien arbeitet, versäumte es nicht, seinen Diplomanden und Doktoranden für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit bei diesen Forschungen zu danken.

(Quelle: Bielefelder Universitätszeitung 22/2005 (18. Juli 2005), S. 49

 

Dr. Lothar Gruss gestorben
Langjähriges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Universitätsgesellschaft
und Direktor der Hauptfiliale Bielefeld der Deutschen Bank
 

Dr. Lothar Gruss zusammen mit dem damaligen Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft, Rudolf August Oetker (r.), auf der 8. Mitgliederversammlung im Dezember 1972.

Dr. Lothar Gruss, ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, ist am 28. August 2004 im Alter von 78 gestorben. Gruss, im sauerländischen Olpe geboren, war nach seinem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und der anschließenden Promotion bereits 1970 als Direktor des Hauptfilialbezirks der Deutschen Bank nach Bielefeld gekommen. Diese Position hatte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1989 inne. Als Fachmann von hohem Rang in westfälischen Wirtschaftskreisen geschätzt, hatte Lothar Gruss eine Vielzahl von Ehrenämtern inne. Seit November 1984 war Dr. Lothar Gruss Vorstandsmitglied der Universitätsgesellschaft, zunächst als Geschäftsführer und anschließend als Geschaftsführer und Schatzmeister, bis ihn Prof. Dr. Helmut Steiner im April 1991 in diesem Amt ablöste. Auch hier, wie in den anderen Bereichen seiner Tätigkeit, prägten mustergültiges Engagement und hohe menschliche Qualifikation das Bild des Verstorbenen.

 

Kurt Schober gestorben
Langjähriges Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied der Universitätsgesellschaft
 

Am 12. Juli 2003 verstarb im Alter von 85 Jahren der ehemalige Herforder Bürgermeister Dr. Kurt Schober. Mitte der 60er Jahre bemühte sich Schober noch als Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Herford und Bundestagsabgeordneter darum, die ostwestfälische Universität in seine Heimatstadt zu holen. Nachdem 1966 die Standortentscheidung für Bielefeld und gegen Herford gefallen war, engagierte sich Schober trotzdem umgehend in der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft. Von Anfang an gehörte er dem Vorstand der Gesellschaft an und blieb dies bis Mitte der 80er Jahre. Die Universitätsgesellschaft honorierte sein Engagement mit der Ehrenmitgliedschaft, die sie neben Kurt Schober bisher nur fünf weiteren Personen verlieh.
 

 

 

Prof. Dr. h.c. Helmut Steiner
vollendete sein 75. Lebensjahr

Am 9. Februar 2003 feierte der langjährige Geschäftsführer der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft seinen 75. Geburtstag

Helmut Steiner im Jahr der Wahl zum Geschäftsführer und Schatzmeister der Universitätsgesellschaft, 1991.

 

Sparkassendirektor i. R. Helmut Steiner, Honorarprofessor der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Bielefeld und Ehrendoktor der Moskauer Akademie für Volkswirtschaft ist seit April 1991 Geschäftsführer und Schatzmeister der Universitätsgesellschaft. In dieser Eigenschaft führt Helmut Steiner von seinem Arbeitsplatz in der Wilhelmstraße aus unermüdlich und ehrenamtlich die Geschäfte unserer Gesellschaft. Dass die Universitätsgesellschaft ein immens wichtiges Bindeglied zwischen Hochschule und Region, zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wurde, ist untrennbar mit seinem Namen verbunden. Seinen Aktivitäten ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Universitätsgesellschaft in den letzten Jahren weiter gewachsen ist und ihre für die Universität bestimmten Fördersummen deutlich angestiegen sind.

An der Universität Bielefeld hat er seit 1979 als Lehrbeauftragter und seit 1994 als Honorarprofessor über 47 Semester Lehrveranstaltungen an der Universität Bielefeld abgehalten. Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften verabschiedete Steiner mit einem Kolloquium zum Thema "Wirtschaft und Hochschule".

Steiners zahlreiche Aktivitäten im Zusammenhang mit der Universität sind allerdings weitaus vielfältiger und gehen bis in deren Gründungszeit zurück. Von 1969 bis 1979 war er stellvertretender Vorsitzender des Studentenwerks Bielefeld. Darüber hinaus engagiert er sich in zahlreichen weiteren mit der Universität verbundenen Organisationen. Steiner ist Gründungsmitglied und Schatzmeister des Absolventen-Netzwerkes, Vorsitzender des "Vereins der Freunde und Förderer des Zentrums für interdisziplinäre Forschung" und Vorstandsmitglied des "Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur an der Universität Bielefeld" sowie Kuratoriumsmitglied von AIESEC Bielefeld, einer internationalen Vereinigung von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften.

Helmut Steiners Lehrtätigkeit beschränkt sich nicht auf die Universität. Bereits von 1970 bis 1972 hatte er einen Lehrauftrag "Wirtschaftswissenschaften (Geld-, Bank- und Börsenwesen)" an der damaligen Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe, Abteilung Bielefeld inne. Er war Lehrbeauftragter der Kirchlichen Hochschule Bethel und engagierte sich nach der Wende insbesondere als Gastdozent an Hochschulen in Polen, Russland, der Mongolei und Usbekistan.

Für sein geradezu unüberschaubares gesellschaftliches Engagement in zahlreichen Ehrenämtern erhielt Steiner 1999 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Darüber hinaus ist er Träger der Goldenen Ehrennadel der Industrie- und Handelskammer zu Bielefeld und anderer Auszeichungen.

Im Anschluss an das wissenschaftliche Kolloquium veranstaltete die Universitätsgesellschaft einen Empfang zu Ehren des Jubilars, zu dem sich auch Altbundespräsident Richard von Weizsäcker und Gemahlin eingefunden hatten. Steiner ist nämlich auch stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister der Marianne von Weizsäcker-Stiftung, die sich für die Integration ehemaliger Drogenabhängiger einsetzt.

Im Jahr 2001 erhielt Helmut Steiner die Ehrendoktorwürde der Moskauer Akademie für Volkswirtschaft (hier zusammen mit Rektor Prof. Dr. Gert Rickheit).