Prof. Dr. Jürgen Mansel

Wir trauern um einen liebenswerten Kollegen, exzellenten Jugendforscher und langjährigen Vorstandssprecher des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung.
 
Er wird uns fehlen.
 
Seiner Familie gilt unser tiefstes Mitgefühl.
 
Für den Vorstand und die Mitglieder des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung
Marius Harring, Melanie Kuhn, Uwe Sander, Isabell Diehm und Sabine Andresen




 

Einladung zum öffentlichen Vortrag von Ulrike Deppe (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
zum Thema

Familie, Peers und Bildungsbiografie
– Interdependenzen zwischen schulischer, außerschulischer Bildung und der Reproduktion von Bildungsungleichheit

 Im Rahmen des Vortrags wird der Zusammenhang von Familie, Peergroup und Schule bezüglich der Mechanismen der Reproduktion von Bildungsungleichheit aus einer Akteursperspektive untersucht. Die bisherige Forschungsliteratur zeigt, dass zumindest in Deutschland Bildung und soziale Herkunft einen Nexus darstellen, der alle anderen möglichen Einflüsse hinten anstellt. Es mangelt den bisherigen, vorrangig quantitativen Analysen, die sich hauptsächlich auf die Beschreibung des Ausmaßes und der Veränderungen der Bildungsungleichheit konzentrieren, an theoretischen und empirischen Erklärungen für das Zustandekommen und die Dauerhaftigkeit von Bildungsungleichheiten. Erst in den letzten Jahren rückten insbesondere die Gleichaltrigengruppe und die Familie stärker in das Blickfeld der Bildungsforschung. Die Peergroup gilt inzwischen nicht mehr nur als Risikofaktor für individuelle Bildungsprozesse, sondern wird in ersten Ansätzen auch als Bildungskontext in einschlägige Analysen einbezogen. Ebenso wird die Familie nicht mehr nur als Rahmen- und Ressourceninstanz für schulische Bildungsprozesse, sondern auch als wichtiger Bildungsort und als eine Instanz betrachtet, die Zugänge zu bildungsmäßigen Gelegenheitsstrukturen im außerschulischen Bereich eröffnet oder verschließt. An dieser Stelle setzt der Vortrag an, der vorrangig den komplexen Forschungsstand im Schnittfeld zwischen bildungsungleichheitsbezogener Biografie-, Familien- und Peerforschung zum Gegenstand haben wird, in das die bisherigen Ergebnisse einer qualitativen Querschnitt- und Längsschnittstudie anhand einiger Beispiele eingeordnet werden.

Zeit: Di, 24.01.2012, 18 Uhr c.t.

Ort: Hörsaal 5, Universität Bielefeld  

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Einladung zum öffentlichen Vortrag von Dr. Alexandra Klein (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
zum Thema

Sexuelle Verwahrlosung
– ein sozialpädagogisches Trauerspiel

 Die gegenwärtige Wiederentdeckung der klassischen sozialpä-dagogischen Kategorie der „sexuellen Verwahrlosung“ steht im Zentrum des Vortrags. In der Kontextualisierung des aktuellen Diskurses um „sexuelle Verwahrlosung“ mit der Debatte um die „neue Unterschicht“ werden die empirische und analytische Tragfähigkeit dieser beiden Diskurse einer kritischen Prüfung unterzogen und alternative Perspektiven diskutiert.

Zeit: Di, 16.11.2010, 18 Uhr c.t.

Ort: Hörsaal 10, Universität Bielefeld  

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Einladung zum öffentlichen Vortrag von Prof. Dr. Carsten Rohlfs (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
zum Thema

Kindheit in Einzelfällen
– Befunde einer qualitativen Sekundäranalyse von Fallstudien zu den Freizeitwelten von Grundschulkindern

 Jan sammelt Spinnen, Julia liebt die Natur und malt mit Wasserfarben mit Vorliebe Bäche, Bäume und Blumen, Jasmin zeichnet Fernsehsendungen auf Video auf, um keine zu verpassen, und Luke Skywalker durchschreitet täglich nach der Schule exakt für 15 Minuten den elterlichen Garten um nachzudenken – über Dinge, die niemand wissen darf. Han Solo lebt in einer Welt des „Sternen-Kriegs“, Sarah in einer Welt des Sports, Merles Spielzeug passt problemlos in einen Schuhkarton, Laura wäre lieber ein Junge, das Pflegekind Berry leidet unter Verlustängsten, Jasmins beste Freundin ist ihre Mutter, Matthias’ Leben wird geprägt durch eine tödliche Erbkrankheit, und Ben schläft mit seinem Bruder in einem gemeinsamen Bett. Die Aufzählung ließe sich problemlos fortführen und sie zeigt eines sehr deutlich: Kindheit heute ist voller Vielfalt, voller Widersprüchlichkeit, voller Unvorhersehbarkeit.

Der Vortrag referiert die Befunde einer qualitativen Sekundäranalyse von Fallstudien zu den Freizeitwelten von Grundschulkindern aus der Siegener Longitudinalstudie „Lernbiografien im schulischen und außerschulischen Kontext“. Im Mittelpunkt stehen hier einzelne Kindheiten, einzelne Kinder und ihr subjektives Erleben, ihre subjektiven Bedeutungen, die sie den Medien, den Räumen, der Zeit und ihren sozialen Beziehungen zumessen. Durch die Analyse einzelner Fälle entsteht somit ein Blick auf Kindheit heute, die sich nicht mit viel zitierten Schlagwörtern wie etwa „Medienkindheit“, „Fernsehkindheit“, „Konsumkindheit“, „Scheidungskindheit“ oder „Stadtkindheit“ einfangen und in eindimensionale Kategorien zwängen lässt.

Zeit: Di, 20.07.2010, 16 Uhr c.t.

Ort: Hörsaal 15, Universität Bielefeld  

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Einladung zum öffentlichen Vortrag von Jun.Prof. Dr. Nicolle Pfaff (Universität Göttingen)
zum Thema

Von der Politikverdrossenheit zu neuen Protestformen
– Politikbezogene Jugendforschung vor dem Neubeginn?

 Der Vortrag systematisiert zunächst in einem ersten Teil aktuelle Befunde zum Verhältnis von Jugend und Politik sowie zur politischen Situation in Deutschland mit einzelnen Ausblicken in andere europäische Länder. Im Anschluss daran wird in einem zweiten Teil versucht, aktuelle jugendspezifische Protestformen in einem ersten Zugriff für die sozialwissenschaftliche Analyse zu ordnen und Perspektiven zu deren Erforschung aufzuzeigen.

Zeit: Di, 26.01.2010, 16 Uhr c.t.

Ort: Hörsaal 2, Universität Bielefeld  

 

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25 Jahre Jugendforschung

Herbsttagung vom 16. bis 18.09.2009

am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld

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Internationale Bielefelder Fachtagung
vom 02.-04. April 2009 - Im Jugendgästehaus Bielefeld

Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung der Universität Bielefeld
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Children and the Good Life
New Challenges for Research on Children

 

 

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Einladung zum Vortrag von

Dr. Marc Calmbach (Sinus-Institut)

zum Thema:
Wie ticken Jugendliche? Die Sinus-Jugend-Studie U-27“

Die Sinus-Jugendstudie gibt erstmals mit der Forschungsmethode der "Sinus-Milieus" differenzierte Einblicke in die Lebenswelt junger Menschen (9 bis 27 Jahre), über ihre Wertevorstellungen und Lebensstile, ihre Einstellung zu Gemeinschaft, Engagement, Kommunikation, aber auch Religion und Kirche.

Zeit: 20.01.2009  16 Uhr c.t.

Ort: H2 Universität Bielefeld

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Einladung zur Abschiedsvorlesung von

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann

 Sozialisation -- Bildung -- Gesundheit

  Politische Effekte wissenschaftlicher Forschung

 

Anschließende Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Sabine Andresen (Kinder- und Jugendforschung)
Prof. Dr. Martin Diewald (Sozialforschung)
Prof. Dr. Hans Günter Rolff (Schul- und Bildungsforschung)
Prof. Dr. Johannes Siegrist (Gesundheitsforschung)

Moderation
Prof. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann

Grußworte von Dekanin und Rektor

Mittwoch, 21. Januar 2009, 18.00 Uhr, H1
Ab 20.15 Empfang im Restaurant Bültmannshof

 

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Internationale Bielefelder Fachtagung
vom 09. - 11. Oktober 2008
Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung der Universität Bielefeld
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Kindheit und Jugend in muslimischen Lebenswelten:
Deutsche und internationale Perspektiven
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Kinder in Deutschland 2007

1. World Vision Kinderstudie

Die Studie "Kinder in Deutschland 2007" basiert auf den neuesten Ergebnissen einer repräsentativen Befragung durch die renommierten Kinder- und Jugendforscher Klaus Hurrelmann und Sabine Andresen in Zusammenarbeit mit TNS Infratest Sozialforschung




Motivstrukturen von jugendlichen Globalisierungskritikern – eine quantitativ-statistische Typologie

 

 

Aktuelles Forschungsprojekt

des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung
in Kooperation mit der Universität Rostock:


Das Forschungsprojekt hat die quantitativ-statistische Erfassung der Motivstrukturen von jugendlichen Globalisierungskritikern zum Ziel. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass bisher kaum empirische Ergebnisse zu dieser Thematik vorliegen. Um das Ziel zu erreichen, sollen ca. 3000 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren befragt werden, die an globalisierungskritischen Protesten gegen den G-8 Gipfel in Heiligendamm bei Rostock im Juni 2007 teilnehmen. Mittels clusteranalytischer Auswertungsverfahren soll eine Typologie der Motivstrukturen der jugendlichen Demonstranten erstellt werden. Das Forschungsprojekt wird in Kooperation mit dem Institut für Soziologie der Universität Rostock durchgeführt.

Projektleiter: Prof. Dr. Uwe Sander

Projektteilnehmer:
Dr. Renate Möller, Dipl. Päd. Arne Schäfer, Dirk Villányi, M.A., Dipl. Päd. Matthias Witte,

Das Forschungsprojekt wird finanziert und gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Link: "Spiegel" Artikel über das aktuelle Forschungsprojekt