Das „Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung“ ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Forschungseinrichtung und versteht sich als selbstorganisiertes Arbeits-, Diskussions- und Publikationsforum.
Es bündelt und koordiniert vielfältige theoretische und empirische Forschungsaktivitäten.
Die Mitglieder des Zentrums gehören verschiedenen Fakultäten und Forschungseinrichtungen an der Universität Bielefeld und anderen Universitäten an. Insgesamt vereinigt das Zentrum zur Zeit ca. 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Statusgruppen.
Das Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung ist aus dem seit 1985 existierenden Bielefelder „Forschungsschwerpunkt Jugendforschung“ der Fakultät für Erziehungswissenschaft hervorgegangen und wurde formal am 01. September 1990 gegründet.
Unter Federführung der Fakultät für Erziehungswissenschaft ist das Zentrum nach der Idee universitärer Institute aufgebaut. Es sichert der gemeinsamen Arbeit eine organisatorische Kontinuität.
Turnusmäßig wird ein fünfköpfiger Vorstand mit zwei SprecherInnen gewählt, die nach außen hin als Ansprechpartner fungieren. Geblieben ist jedoch die ursprüngliche und effektive Arbeitsform einer kollegialen und gleichberechtigten Zusammenarbeit aller Mitglieder. In den ersten Jahren setzte sich das Zentrum ausschließlich aus Professorinnen und Professoren, Hochschul- und Privatdozentinnen und -dozenten, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Doktorandinnen und Doktoranden, wissenschaftlichen und studentischen Hilfskräften der Universität Bielefeld zusammen. Mittlerweile sind eine ganze Reihe der Mitglieder des Zentrums (insbesondere über Berufungen) an verschiedenen Universitäten im deutschen Sprachraum tätig. Für diesen Personenkreis waren die Aktivitäten im Zentrum nicht selten das „Sprungbrett“ zu anderen Wirkungsstätten. Die wissenschaftlichen Aktivitäten der Zentrumsmitglieder konzentrieren sich auf die Grundlagenforschung, beschränken sich jedoch keineswegs auf die wissenschaftliche Analyse. Auch Empfehlungen und Konsequenzen für den sozialpolitischen Bereich und die pädagogisch-praktische Arbeit, angewandte Forschung und wissenschaftliche Serviceleistungen für praktisch arbeitende Einrichtungen (z.B. die Evaluation von Maßnahmen) sind zunehmend Bestandteil des Engagements der im Zentrum vereinigten Forscherinnen und Forscher.