ZiF Research Group

Balancing Religious Accommodation and Human Rights in Constitutional Frameworks


May - November 2014

Convenors: Mirjam Künkler (Princeton, USA), Hanna Lerner (Tel Aviv, ISR) and Shylashri Shankar (New Delhi, IND)
Abschlusskonferenz
Poster

Inclusiveness, Representation, and Religious Accommodation in Constitutions and Constitutionalism


Termin: 15 - 17 July 2015
Leitung: Mirjam Künkler (Princeton, USA), Hanna Lerner (Tel Aviv, ISR), Shylashri Shankar (New Delhi, IND)

Zahlreiche Staaten ringen zurzeit darum, welche Stellung sie verschiedenen Religionen im öffentlichen Raum einräumen sollen. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzungen finden sich in den unterschiedlichen Staatsverfassungen. Wie wirkt es sich aus, wenn religiöse Autoritäten an einer Verfassung mitarbeiten? Was bedeutet dies für Menschenrechte sowie den Schutz von Frauen und Minderheiten? Mit diesen Fragen befassen sich 25 Forscherinnen und Forscher aus elf Ländern auf der Abschlussveranstaltung der ZiF-Forschungsgruppe "Religion und Menschenrechte in Staatsverfassungen", die von Mai bis November 2014 am ZiF gearbeitet hat.
"In der Fachliteratur wird die Entstehung einer Verfassung meistens unabhängig von ihrer Umsetzung behandelt. Das wollen wir ändern, in vergleichender wie in begrifflicher Hinsicht", so Professorin Mirjam Künkler (Princeton, USA), die die Tagung zusammen mit den Professorinnen Hanna Lerner (Tel Aviv, Israel) und Shylashri Shankar (New Delhi, Indien) leitet. Dabei geht es vor allem darum, ob eine Verfassung eine bestimmte Religion bevorzugt oder aber für ein friedliches Nebeneinander sorgt. Bei der Tagung diskutieren die Forscherinnen und Forscher außerdem, welche Auseinandersetzungen es geben kann und von welchen Bedingungen der Erfolg säkularer, also nicht kirchlicher Verfassungen abhängt. Die Teilnehmer unter anderem aus Kenia, Spanien, Thailand, Tunesien und Island werfen einen interkulturellen Blick auf die Rolle von Erbstücken einer kolonialen Verfassung, den Einfluss anderer Staaten, das Wahlrecht oder die Beziehungen zwischen religiösen Mehr- und Minderheiten.
Die Tagung beginnt mit einem öffentlichen Vortag des Rechtswissenschaftlers, Menschenrechtsaktivisten und ehemaligen Libanesischen Präsidentschaftskandidaten Chibli Mallat (Utah, USA) über Verfassungen in mehrheitlich muslimischen Ländern.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Murat Akan (Bebek, TUR), Asli Bali (Los Angeles, USA), Markus Böckenförde (Duisburg, GER), Nathan Jude Brown (Washington, USA), Zachary S. Elkins (Austin, USA), David M. Engel (Buffalo, USA), Mark Farha (Doha, QAT), Aaron N. Glasserman (New York, USA), Moamen Gouda (Seoul, KOR), Matthias König (Göttingen, GER), Hélène Landemore (New Haven, USA), Tomas Larsson (Cambridge, GBR), David Law (St. Louis, USA), John Madeley (London, GBR), Mara Malagodi (London, GBR), Chibli Mallat (Beirut, LIB), David Mednicoff (Amherst, USA), Thomas Jeffrey Miley (Cambridge, GBR), Matthew Nelson (London, GBR), Shirin Saeidi (Duisburg, GER), Benjamin Schonthal (Dunedin, NZL), Patricia Springborg (Berlin, GER), Tine Stein (Kiel, GER), Heidemarie Winkel (Bielefeld, GER)
Conference Programme
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Organisatorische Fragen beantwortet Marina Hoffmann im Tagungsbüro. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Veranstaltungsleitung.


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