Zentrum für interdisziplinäre Forschung
 
 

ZiF-Kooperationsgruppentagung

Klimamodellierung. Vorhersagen, Verstehen und Computersimulation

Termin: 8 - 9 June 2015

Leitung: Philippe Blanchard (Bielefeld, GER), Martin Carrier (Bielefeld, GER), Johannes Lenhard (Bielefeld, GER)

Was kann das Ziel der Klimamodellierung sein? Gibt es ein Modell, das auf der Grundlage des besten wissenschaftlichen Verständnisses zu den besten Vorhersagen führt? Die differenzierte und auf freundliche und offene Weise auch kontroverse Diskussion zeigt, dass ein solches Modell eine Schimäre ist. Will man Systeme simulieren, die so komplex sind wie das Klima, so muss man Prioritäten setzen. Modelle, die auf verständliche Weise wesentliche Dynamiken erfassen, müssen stark vereinfachen. Dagegen werden Modelle, die möglichst gut viele der bekannten Beobachtungen (re)produzieren, zu einem Flickenteppich von Modulen und Teilmodellen, deren Gesamtdynamik kaum noch nachvollziehbar ist.
Wie also sollte die Klimamodellierung vorgehen? Sollte sie mehrere Wege zugleich beschreiten, sozusagen Vorhersagekraft und grundlegendes Verständnis in verschiedenen Modelllinien verfolgen? In den Diskussionen wurde greifbar, dass die begriffliche Fassung dessen, was 'Verstehen' heißt, insbesondere im Kontext der Simulationsmodellierung, nicht nur eine drängende Frage der Klimawissenschaft ist. Sie ist auch eine ebenso philosophische wie politische Frage.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Andreas Dress (Bielefeld, GER), Matthias Heymann (Aarhus, DEN), Reto Knutti (Zürich, SUI), Thorsten Mauritsen (Hamburg, GER), Juan Pedro Mellado (Hamburg, GER), Ulrike Niemeier (Hamburg, GER), Wendy Parker (Durham, GBR), Michael Röckner (Bielefeld, GER), Hauke Schmidt (Hamburg, GER), Axel Seifert (Offenbach, GER), David Stainforth (London, GBR), Björn Stevens (Hamburg, GER), Jin-Song von Storch (Hamburg, GER)




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