Zentrum für interdisziplinäre Forschung
 
 

ZiF-Kooperationsgruppentagung

Practices of Comparisons

Termin: 25. - 26. September 2015

Leitung: Angelika Epple (Bielefeld, GER), David Gary Shaw (Middletown, USA)

Warum sind wir von Vergleichen so fasziniert? Die Verbreitung öffentlicher Vergleiche - und die der Fachorganisationen, welche Vergleichsdaten liefern - mögen darauf hindeuten, dass Vergleiche zu einem immer wichtigeren Instrument geworden sind, um die Welt zu ordnen. Das vermeintlich moderne Verfahren hat jedoch eine lange Geschichte.
Für gewöhnlich werden Vergleiche als eine "dreistellige Operation" definiert (Luhmann): Unter Bezugnahme auf ein tertium comparationis bringen Vergleiche zwei Einheiten in eine spezifische Relation. Bei näherem Betrachten zeigt sich allerdings, dass Vergleiche weder ohne die Akteure, welche Vergleiche durchführen, noch ohne den historischen Kontext, innerhalb dessen Akteure vergleichen, verstanden werden können. In diesem Workshop soll untersucht werden, wie die sozialen Praktiken das Vergleichen ermöglichen und wie sich die Vergleichspraktiken im Laufe der Zeit verändern. Nach dem sogenannten "practice turn in contemporary theory" (Schatzki et al. 2001) ist es nun Zeit, die lange Geschichte des doing comparisons zu erforschen.



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