ZiF-Arbeitsgemeinschaft
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Dystopisches/Utopisches Theater in Großbritannien nach 2000 und seine politischen Räume


Termin: 11. - 13. März 2021, Videokonferenz
Leitung: Merle Tönnies (Paderborn, GER), Eckart Voigts (Braunschweig, GER)

Dieser Workshop zielt auf einen umfassenden Überblick über britische Theaterstücke des 21. Jahrhunderts ab, die charakteristische dystopische und/oder utopische Elemente verwenden. Diese bisher in der Forschung eher übersehenen Werke funktionalisieren die spezifischen räumlichen Bedingungen des Theaters und kreieren neue Wirkmechanismen, die sich deutlich vom etablierten Genre der Dystopie abheben, das seit langem utopische Szenarien dominiert. Sie reagieren dabei sowohl auf die zunehmende literarische und kulturelle Valenz dystopischer Formate als auch auf den fortschreitenden Zerfall des politischen Diskurses in Großbritannien spätestens seit Mitte der 1990er Jahre. Damit erscheint das britische dystopische Theater als ein Weg, zu den genuin politischen Fragen von Machtstrukturen, Ungleichheit und Ausgrenzung zurückzukehren, die heute oft hinter einer rhetorischen Nebelwand verborgen bleiben.

Der Workshop verbindet Dramenforschung und Theaterwissenschaften mit Cultural Studies, Architektur und Politikwissenschaften/Soziologie, um diese Entwicklung von 2000 an nachzuzeichnen und verschiedene Kategorien von Theaterstücken voneinander abzugrenzen. Dystopie wird dabei stets in Relation zu utopischem Denken gesehen, und der Gebrauch von fiktionalem Raum und Bühnenräumen bildet einen wichtigen Schwerpunkt.

Tagungsprogramm
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