ZiF-Arbeitsgemeinschaft
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Partizipation als Voraussetzung für eine humane Erkenntnistheorie? Interdisziplinäre und internationale Perspektiven

Termin: 27. – 28. August 2021
Leitung: Oliver Böhm-Kasper (Bielefeld, GER), Saana Jukola (Bielefeld, GER), Anna Kirova (Edmonton, CAN)

Im postfaktischen Zeitalter befinden sich etablierte Wege der Wahrheitsfindung in der Krise. Im Kontext der Verfestigung nationaler Grenzen, der Zwangsmigration, der Klimakrise und des Artensterbens sowie der globalen Zunahme rechter Orientierungen erleben wir die Suche nach der Bedeutung von Menschheitsordnungen als eine rasant wachsende Herausforderung. Das positivistische Forschungsparadigma, das in den Sozial- und Geisteswissenschaften dominiert, konfrontiert Forscher*innen und Praktiker*innen disziplinübergreifend mit Einschränkungen, wenn es darum geht, Tendenzen der Entmenschlichung nicht nur als Forschungsgegenstand zu adressieren, sondern auch als hervorgerufen durch Theorie, Methodik und Messansätze zu verstehen. Praktiker*innen und Minderheitengemeinschaften als Wissensproduzent*innen werden hierbei zudem oft ignoriert. Dieser Workshop bringt Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Erziehungswissenschaft, Philosophie und Gesundheitswissenschaften zusammen, um mit dem Konzept des Paradigmenwechsels von Thomas Kuhn (1962) einen solchen – ausgehend von der skizzierten Bedeutungskrise – zu diskutieren und ggf. zu provozieren. Versteht man professionelles Handeln als Feld aus Praktiken, ergibt sich folgende Leitfrage: Wie kann professionelles Handeln zu einem Ort der Co-Konstruktion werden, um Epistemologie zu humanisieren?

Tagungsprogramm
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Organisatorische Fragen beantwortet Trixi Valentin im Tagungsbüro. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Veranstaltungsleitung.


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