ZiF-Arbeitsgemeinschaft

Videokonferenz: Zur Konzeptualisierung interkultureller Kontakte im frühen britischen Empire

Termin: 21. Oktober 2021
Leitung: Marcus Hartner (Bielefeld, GER)

In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind Fragen interkulturellen Kontakts und transnationalen Austauschs ins Zentrum der Forschung zur frühen Neuzeit gerückt. Im Zuge der allgemeinen Erfolgsgeschichte postkolonialer Fragestellungen kam es in den Geisteswissenschaften zu einem explosiv wachsenden Interesse an wissenschaftlichen Arbeiten zu globalen Verflechtungen von Handel, Politik, Ideologie und der damit eng verwobenen (post)kolonialen Geschichte westlicher Konzepte von (nationaler) Identität, Rasse und Imperialismus. Diese Entwicklung führte einerseits zu einer Fülle neuer historischer Einsichten. Andererseits entstand in ihrem Zuge ein geradezu unübersichtliches Durcheinander konkurrierender Konzepte, Fachbegriffe und (theoretischer) Ansätze. Die umfassende Kartierung und Konsolidierung dieser konzeptuellen Vielfalt in einen handhabbareren Satz wissenschaftlicher Werkzeuge ist ein Desiderat aktueller Forschung und das Thema der beantragten Konferenz. Diese stellt sich der Aufgabe die aktuelle Forschungslandschaft und deren inhärente Spannungen auf einer methodischen und (meta)theoretischen Ebene am Beispiel des frühen britischen Empire zu diskutieren – ein Themenfeld, an dem die konzeptuellen und historiographischen Differenzen im Zentrum verschiedener Ansätze zu interkulturellem Kontakt in der frühen Neuzeit prototypisch sichtbar werden. Über den Versuch einer gemeinsamen Kartierung, Kontextualisierung und Evaluation aktueller Forschungskonzepte, Herangehensweisen und Paradigmen versteht sich die Konferenz dabei als Auftaktveranstaltung eines angestrebten Publikationsprojekts zur Herausgabe eines Handbuchs oder Companion to Early Modern Cultural Contact.

Bei Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die Veranstaltungsleitung.