ZiF-Arbeitsgemeinschaft
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The 1st International Workshop on Data Storage in Molecular Media (DSMM)

Termin: 16. – 18. November 2021 - Verschoben nach 21. – 23. März 2022
Leitung: Georges Hattab (Marburg, GER), Dominik Heider (Marburg, GER), Anke Becker (Marburg, GER)

Heute werden alle wichtigen Informationen in digitalen Bibliotheken gespeichert, z.B. auf Bändern oder vernetzten Speichersystemen (Clouds). Diese Systeme sind jedoch für die langfristige Speicherung von Informationen unzuverlässig. Mit dem Auftreten von Sonnenstürmen oder anderen elektromagnetischen Katastrophen, natürlichen oder nicht natürlichen Ursprungs, wird die Menschheit mit einem digitalen dunklen Zeitalter konfrontiert sein. Wir schlagen vor, die bestehende Speicherhierarchie durch den Einsatz von molekularen Clustern und Speichersystemen als praktikable Lösung für diese Herausforderungen zu erweitern. Um diese Aufgabe zu bewältigen, sind verschiedene Bereiche notwendig, z.B. Mathematik und Informatik für die Kodierungstheorie und effiziente Speicherung von Informationen.

Der gegenwärtige Stand der Technik befasst sich mit molekularen Clustern und Speichersystemen und basiert auf den Gebieten der Biologie und Chemie. Einerseits haben bestehende DNA-basierte Ansätze hauptsächlich kurze synthetische DNA als Informationsträger verwendet, die sich auf genetische Basen (A, C, G, T) stützen. Andererseits war die anorganische Chemie hilfreich bei der Speicherung von Informationen in chemischen Clustern durch Absorption und Emission von Licht, wobei sie sich auf eine neuartige Geometrie stützte, die durch kristallinähnliche Strukturen geschaffen wurde. Wir möchten Forschungen aus Biologie, Chemie, Mathematik und Informatik berücksichtigen sowie visuelle Analytik und verwandte Disziplinen. Ziel der molekularen Medien ist es, durch die Zusammenführung verschiedener Disziplinen eine bessere Alternative für die Datenspeicherung zu bieten; dabei besteht ein dringender Bedarf nach Standardisierung.