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Phillip Florian Schmidt 

         
       
    Tel.:

0521-106-4261

   
    Raum:  L6-117      
    Erreichbarkeit:    
    n. V.    
    E-Mail: phillip_florian.schmidt@uni-bielefeld.de    
         
         

Kurzbiographie

Phillip Florian Schmidt, Jahrgang 1987, begann nach Abschluss seiner Berufsausbildung zum examinierten Altenpfleger im Jahr 2011 das Bachelorstudium der Gesundheitskommunikation (B. Sc.) an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, das er im Jahr 2014 erfolgreich abschloss. Im Rahmen seines Bachelorstudiums absolvierte Herr Schmidt ein Praxissemester im Bundes-ministerium für Gesundheit (Geschäftsstelle des Sach-verständigenrates). Für seine Bachelorarbeit, in der er sich mit dem Einfluss supranationaler Regulierungs-bestrebungen auf die deutsche Berufsbildungspolitik der Pflege befasste, erhielt er den Förderpreis der AOK NordWest. Das Masterstudium Public Health (M.Sc.) schloss Herr Schmidt im September 2016 mit einer Arbeit zum Thema „Das Pflegeberufsgesetz im Widerstreit der Akteure. Eine wissens-soziologische Rekonstruktion von Diskurssträngen und Deutungsmustern“ ab. Während des Studiums war Herrn Schmidt zunächst als studentische, später als wissenschaftliche Hilfskraft an der AG 1: Gesundheits-systeme, Gesundheitspolitik und Gesundheitssoziologie der Fakultät für Gesundheitswissenschaften beschäftigt.

Dissertationsprojekt

Das Dissertationsprojekt unter dem Arbeitstitel „Arbeitsmarkt-integration von Migranten und Flüchtlingen am Beispiel der Pflegeberufe“ formiert sich im Rahmen des sozioökonomischen und gesundheitspolitischen Erkenntnisinteresses des inter-disziplinären Forschungskollegs FlüGe.

Das Dissertationsprojekt fusioniert zwei rezente und zukunftsrelevante gesellschaftliche Handlungsprobleme. Zum einen die Arbeitsmarktintegration von MigrantInnen, speziell die von MigrantInnen mit Fluchtgeschichte, und zum anderen den Fachkräftemangel in den Pflegeberufen, vor allem der Altenpflege. Beide Themen, die prima facie keine oder nur wenige Berührungspunkte haben, sind aus bildungs- und gesundheitspolitischer, aber auch aus sozial- und gesundheitswissenschaftlicher Sicht hochspannende und gesellschaftsweite Herausforderungen, für die es keine Patentrezepte gibt.

Für eine gelingliche sozialräumliche und gesellschaftliche Integration von MigrantInnen, ob mit oder ohne Fluchtgeschichte, ist eine Teilhabe am Erwerbsleben eine zentrale Voraussetzung. Diese wiederrum erfordert u.a. arbeitsmarktgängige Berufsqualifikation. Nahezu die Hälfte der seit 2013 nach Deutschland (fluchtbedingt) migrierten Personen ist im ausbildungsfähigen Alter. Bisherige Fachkräfte-rekrutierungsstrategien, wie die verstärkte Ausbildung in den Pflegeberufen, entsprechende Umschulungsangebote sowie die Anwerbung ausländischen Pflegepersonals, haben keine flächendeckend spürbare Entlastung des „Pflegenotstands“ gebracht. Dem mit aufnahmefähigsten Teilarbeitsmarkt Pflege fehlen seit Jahren tausende Fachkräfte mit steigender Tendenz, vor allem in der Altenpflege.

Das Forschungskolleg FlüGe hat sich der Analyse von Herausforderungen und Chancen der globalen Fluchtmigration auf die Gesundheitsversorgung in Deutschland verschrieben. Ziel dieses explorativen Teilprojektes ist es, mit Methoden der qualitativen Sozialforschung erste bestehende Ansätze der Arbeitsmarktintegration von MigrantInnen und Flüchtlingen im Bereich der Pflegeberufe zu untersuchen. Zentral ist die Frage nach den Chancen, also Gelingesbedingungen. Unter welchen Bedingungen können Ausbildungs- und Berufsintegrations-projekte für diese Personengruppen in die Pflegeberufe nach-haltig gestaltet sein? Wie kann eine Verbindung und Bearbeitung dieser beiden Handlungsprobleme zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen gelingen? Mit dem wissenschaftlichen Ziel des Erkenntnisfortschritts in diesem Gegenstandsbereich und der praxisrelevanten Absicht, entsprechende Handlungsemp-fehlungen zu erstellen, sollen bundesweit erste Praxis-erfahrungen aus diesem Bereich gebündelt werden.

 

Themenfeld: 2.1 Sozioökonomische und gesundheitspolitische Aspekte der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen