Abgeschlossene Forschungsprojekte

Nation-building, Citizenship und Belonging zwischen Kolonialherrschaft und Nationalstaat. Kommunale Verwaltung, "interethnische" Beziehungen und Formen indigenen Widerstands in Ecuador (1765-1857)

Kompetenznetz Lateinamerika: Ethnicity, Citizenship und Belonging
Teilprojekt A: Ethnizität, Citizenship und Belonging in der politischen Kommunikation
Marc-André Grebe
Projektleitung: Christian Büschges

Kurzbeschreibung:
Zentrales Anliegen des Forschungsvorhabens ist es, für den Zeitraum von 1765 bis 1857 die Aushandlung politischer Repräsentation und Partizipation zwischen indigenen Gruppen und Akteuren der spanischen Kolonialverwaltung bzw. des Nationalstaats in Ecuador herauszuarbeiten. Ein besonderer Schwerpunkt soll auf der kommunalen Ebene liegen, um die komplexen rechtlichen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Rahmenbedingungen politischer Teilhabe in den Blick nehmen zu können.
Anhand von ausgewählten Phasen konfliktiver Verdichtung, diskursiven Konjunkturen und Momenten der Politisierung wird für verschiedene Regionen Ecuadors -u.a. Otavalo, Pichincha, Tungurahua, Chimborazo- analysiert werden, mit welchen Strategien verschiedene Akteure Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe respektive -nach der Unabhängigkeit- Staatsbürgerschaft finden bzw. ob und auf welche Weise diese Teilhabe verweigert wurde. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Frage nach der Bedeutung ethnischer Identitäten als Ressource politischer Inklusion und Exklusion. Mit der Arbeit sollen vor der Folie der ausgehenden spanischen Kolonialherrschaft, der Unabhängigkeitsbewegung und des nation-buildings im andinen Raum der Wandel bzw. die Kontinuitäten des Nexus zwischen ethnischer Zugehörigkeit und dem Kampf um politische Teilhabe herausgearbeitet werden.
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Politische Gewalt und state formation . La Violencia in Tolima, Kolumbien 1946-1964
Teilprojekt des SFB 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte"
Lukas Rehm
Projektleitung: Christian Büschges
Kurzbeschreibung:
Das Projekt untersucht den als La Violencia bekannten Bürgerkrieg in Kolumbien zwischen 1946 und 1964 in der Provinz Tolima. Das Projekt fragt zum einen auf der Akteursebene, wie Gewalt als Mittel der politischen Exklusion und Inklusion eingesetzt wurde bzw. wie Machtstrukturen durch gewaltsames Handeln festgeschrieben oder unterminiert wurden. Das Projekt geht von der These aus, dass sich der Gewaltakt nicht nur an das Opfer, sondern - als eine Form der Kommunikation (ritualisierte und symbolische Gewalt) - auch an dritte Akteure wie Medien, das soziale Umfeld des Opfers etc. richtet. Daher untersucht das Projekt zum anderen auf einer zweiten Analyseebene die diskursiven Deutungskämpfe um den Charakter der Gewalthandlungen und ihre Legitimität. Diese entscheiden darüber, ob Akteure über Akte der Gewalt die Partizipation am Politischen erreichen. Dabei wird gefragt, wie der politische Raum durch die Gewalt selber und die Diskurse über sie verändert, ausgeweitet oder verengt wird und ob neue Machtverhältnisse in ihm etabliert werden. Auf einer dritten Untersuchungsebene nimmt das Projekt Prozesse der state formation in den Blick. Dabei untersucht es, wie der Staat auf der regionalen Ebene (gewaltsam) seinen Führungs- und Souveränitätsanspruch durchsetzte, ergo konstituiert wurde bzw. ob und wie der Staat (gewaltsam) in seinem Machtanspruch angefochten wurde.
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Diskurse, Praktiken und Instrumentalisierung von Ethnizität und Identität in Prozessen und Szenarien der gesellschaftlich-politischen Verhandlungen zwischen 1980-1995:
Die bewaffneten Bewegungen und die Nationale Verfassungsversammlung ("Asamblea Nacional Constituyente" - ANC) in Kolumbien 1991
Kompetenznetz Lateinamerika: Ethnicity, Citizenship und Belonging
Teilprojekt A: Ethnizität, Citizenship und Belonging in der politischen Kommunikation
Seit 2010
Eric Bejarano
Projektleitung: Christian Büschges

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt untersucht, wie und warum sich mehrere bewaffnete Bewegungen in Kolumbien demobilisiert und in den Verfassungsgebungs-(ANC) Prozess des Jahres 1991 integriert haben. Unter besonderer Berücksichtigung der Konstellation der Guerilla-Gruppen M-19, MAQL, PRT und EPL im Zeitraum der Jahre 1980-1995 werden deren politische und kulturelle Praktiken sowie deren symbolische Formen in Verbindung mit dem ANC-Prozess analysiert. Ferner sollen ihre Organisationsformen, die von ihnen mobilisierten Ressourcen, ihre Strategien und ihre Beziehungen zu anderen Gruppen betrachtet und gezeigt werden, wie sie sich als Bewegung erhalten konnten. Darüber hinaus wird die Rolle und Instrumentalisierung von neuen Konzepten wie "kollektiver Identität", von neuen (kulturellen oder ideologischen) Faktoren und neuen Themen (wie "Ethnizität" oder "Staatsbürgerschaft") untersucht, um ein Verständnis davon zu erlangen, wie es diese den betreffenden Gruppen erlaubt haben, ihre politische Legitimität und ihre kollektiven Aktionen zu erhalten, um sich besser im Gegensatz zu den traditionellen politischen Parteien positionieren und populäre Forderungen besser vertreten zu können - und wie sie dadurch ihre Ziele zu einem gewissen Grad erreichen konnten, während sie zugleich neue kognitive Modelle, Werte, Ideologien und/oder Politiken der Identität repräsentierten.
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Ethnisierung und De-Ethnisierung des Politischen. Medien, Akteure und Semantiken des Ethnischen im transnationalen Kommunikationsraum
Teilprojekt B13 des SFB 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte"
seit 2008
Projektleiter: Christian Büschges, Joanna Pfaff-Czarnecka, Wilfried Raussert und Sebastian Thies
Projektmitarbeiter: Jochen Kemner, Annette Rukwied, Naveen Dubey

Kurzbeschreibung:
Das interdisziplinär angelegte Projekt legt seinen Fokus auf die für die dritte Förderphase des SFB angestrebte stärkere Gewichtung der Transnationalität, der historischen Semantik und auf eine deutliche medien- und kulturhistorische Schwerpunktsetzung.
Wie das Vorgängerprojekt für den nördlichen Andenraum und Südasien gezeigt hat und wie auch durch die aktuelle Situation in der Contact Zone zwischen Mexiko und den USA (Migrationsproblematik, Ethnisierung des Mainstreams) nachdrücklich unterstrichen wird, drängen sich Ethnizitätspolitiken zeitgeschichtlich - aber auch in der diachronen Perspektive seit der frühen Neuzeit - als ein zentrales Forschungsfeld bei der Untersuchung des historischen Wandels des politischen Kommunikationsraums auf. Diese Tendenzen sind mit dem Ende des kalten Krieges beträchtlich gestärkt worden. Durch die stark polarisierende Wirkung der ethnischen Dimension sozialer Konflikte auf der einen sowie durch die Entwicklung von kulturpolitischen Akkomodations- bzw. Integrationsstrategien und Mechanismen zur Konflikteindämmung auf der anderen Seite, wirkt die Politisierung des Ethnischen auf eine nachhaltige und strukturelle Veränderung der kulturellen und politischen Macht- und Repräsentationsverhältnisse hin.
Die Semantiken des Ethnischen bestimmen zunehmend die politische Kommunikation in der sich formierenden Weltgesellschaft. Dies gilt sowohl in Hinblick auf sich ethnisch definierende Widerstandskulturen als auch auf nationale und supranationale Interventionsstrategien. Ungeachtet ihrer enorm gesteigerten Medienpräsenz ist die mediale Rahmung von Ethnizitätspolitiken noch kaum untersucht worden. Diese Lücke in der Kultur- und Sozialforschung gilt es zu beheben, wird doch das Verständnis dafür, wie die ethnischen Akteure mediale Aufmerksamkeit erlangen, mehr Aufschluss über die globale Erfolgsgeschichte der Ethnisierung des Politischen geben.
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Politiken der Ethnizität und ihre Institutionalisierung in supranationalen Aushandlungsprozessen
Teilprojekt des SFB 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte"
Jochen Kemner
Projektleitung: Christian Büschges
Kurzbeschreibung:
Im Fokus der Studie steht die Frage der Angleichung ethnischer Legitimationsfiguren im supranationalen Raum des Politischen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Ethnizität seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts zu einem wichtigen transnationalen Phänomen geworden ist, das inzwischen zahlreiche Artikulationsforen gefunden hat, unter denen die unter dem Dach der Vereinten Nationen etablierten Einrichtungen von größter Bedeutung sind. Ziel des Habilitationsprojektes ist es, die sich ausbreitende Weltkommunikation des Ethnischen in ihrer gegenseitigen Beeinflussung von weltpolitischen Veränderungen und Einwirkungen lokaler Konstellationen zu erfassen. Dazu greift die Untersuchung Ergebnisse der Regionalstudie zum südamerikanischen Andenraum (Ecuador) aus der vorherigen Projektphase des SFB-584 auf und untersucht, inwiefern und in welcher Form einerseits lokale Akteure aus dieser Region in den globalisierten Diskurs von Ethnizität einwirken und dieser Diskurs andererseits Auswirkungen zeigt auf die Aushandlungsprozesse um Rechte ethnischer Gruppen vor Ort. Der Untersuchungszeitraum reicht von den Anfängen transnationaler ethnischer Mobilisierung in den späten 1960er-Jahren bis in die Gegenwart.

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Olaf Kaltmeier zus. mit Sebastian Thies und Josef Raab (Duisburg-Essen)
E Pluribus Unum? Ethnic Identities in Transnational Integration Processes in the Americas
ZiF-Forschungsgruppe 2008/2009
Kurzbeschreibung:
This research group will explore (contemporary) constructions and uses of ethnicity in North, Central and South America against the background of intensifying transnationalism. Ethnicity will be examined in this inter-American context as a factor in positioning Self and Not-Self and as cultural capital. The goal of this project is to apply Pierre Bourdieu's model of identity politics to ethnic identities in the Americas and to refine and reshape this model in the process.
The age of globalization has spawned a renewed focus on political and cultural negotiations in what one might call with Bourdieu the field of identity politics. This development manifests itself throughout the American hemisphere: new indigenous movements have contested post-colonial forms of political representation in Ecuador and Bolivia; the debates on ecological consequences of industrialization and on intellectual property rights have put indigenous groups from the Amazonian region on international agendas; large numbers of people have been mobilized for and against immigration reform in the U.S.; and so-called "ethnic minorities" may decide the current electoral process in the United States. Academic debates on identity politics have shifted from assumptions of a "post-ethnic" age to the foregrounding of ethnically defined communities.
This renewed focus on ethnic identity demonstrates the need for a comprehensive and interdisciplinary model of analysis that incorporates the complexity of identity constructions in the context of transnational integration. The Research Group aims to contribute to a comprehensive understanding of key factors in the field of identity politics, of the changing semantics of ethnicity, as well as of the cultural practices of identity construction. How are identity-shaping strategies and discourses translated into everyday practices and how do social elites, political institutions, businesses, the media, and agents of civil society mediate between local, national, and transnational horizons of interaction?
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Olaf Kaltmeier und Friso Hecker
Projektleiter: Christian Büschges und Joanna Pfaff-Czarnecka

Ethnisierung und De-Ethnisierung des Politischen. Prozesse von Inklusion und Exklusion in andinen und südasiatischen Kommunikationsräumen
Teilprojekt B13 des SFB 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte"
2004 - 2008
Kurzbeschreibung:
Am 9. November 1990 trat in Nepal eine neue Verfassung in Kraft, die den nepalischen Nationalstaat als "multiethnisch, multisprachig, demokratisch und konstitutionell" definiert. Im Juni desselben Jahres kam es in Ecuador zu einem mehrtägigen landesweiten Indianeraufstand, zu dessen Zielen die verfassungsmäßige Anerkennung der kulturellen Identität und der politischen Repräsentation der verschiedenen indigenen Gruppen des Landes gehörte. 1998 wurde schließlich die ecuadorianische Verfassung reformiert, die den Staat nunmehr als "demokratisch, plurikulturell und multiethnisch" definiert.
Die beiden Verfassungen sind Ausdruck und - zumindest formalrechtlich - vorläufiger Höhepunkt einer sich gegenwärtig in den Ländern des südamerikanischen Andenraumes und Südasiens manifestierenden Ethnisierung des Politischen. Dieser Ethnisierungsprozess zeigt sich in der von verschiedenen politischen Akteuren geforderten Anerkennung und Wahrung der Lebensformen ethnischer Minderheiten, der politischen Repräsentation von sich ethnisch identifizierenden Personengruppen und der Neudefinition dessen, wie die nationale Einheit zu denken sei.
Dieser Prozess ist nicht nur der transformativen Potentiale und der gesellschaftlichen Sprengkraft wegen von Interesse, sondern ebenfalls angesichts eines Paradoxes: In den aktuellen Unrechtsdiskursen der ethnischen Minderheiten und in den nationalen wie ethnischen Selbst-Repräsentationen ist die Tendenz stark, das Einzigartige, Gruppenspezifische und Unverwechselbare zu betonen. Die beteiligten Akteure ringen daher darum, ihre jeweils partikulare Vision der gesellschaftlichen Inklusion zu kommunizieren und sie verwenden in den öffentlichen Auseinandersetzungen eigene Symbole und Ideologeme, deren Legitimität postuliert wird. Zugleich betonen die verschiedenen Akteure jedoch im Zuge demokratischer Aushandlungen den universellen Charakter der eigenen Ansprüche.
Die Parallelen in den beiden Regionen sind unübersehbar und zugleich frappant. Das Teilprojekt untersucht daher in vergleichender Perspektive die Präsenz und Bedeutung ethnisch begründeter Semantiken (Diskurse und Symbole) im politischen Kommunikationsraum der Länder Ecuador und Nepal und fragt nach den politischen Akteuren, die diese Semantiken in die politische Kommunikation einbringen bzw. die Ethnisierung des Politischen zurückweisen. Das Teilprojekt unterscheidet dabei verschiedene historische Phasen der diskursiven Inklusion und Exklusion ethnisch bzw. nicht-ethnisch definierter Akteure und Themen.
Das Teilprojekt gliedert sich in zwei Untersuchungsebenen. Auf einer ersten, die Langzeitachse des 19. und 20. Jahrhunderts in den Blick nehmenden Ebene analysieren die Projektleiter in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen aus den jeweiligen Untersuchungsländern ausgewählte historische Momente der durch Ethnisierungs- und De-Ethnisierungsprozesse gekennzeichneten politischen Kommunikation seit den Anfängen der modernen Staatsbildung im frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Hierbei lassen sich für beide Länder drei aufeinander folgende Phasen unterscheiden, in denen je spezifische politische Integrationsmodelle öffentlich kommuniziert wurden. Auf einer zweiten, zeitgeschichtlichen Ebene wird anhand je eines Dissertationsprojektes die gegenwärtige Hochkonjunktur der Ethnisierung des Politischen untersucht und nach den Akteuren und Diskursen gefragt, die eine ethnische Identitätspolitik zurückweisen und für eine De-Ethnisierung des Politischen eintreten.
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Dr. des. Jochen Kemner
Freie Farbige in Santiago de Cuba: Eine Kollektivbiographie (1850-1886)
Promotionsprojekt 2000-2005
In den rigiden sozialen Hierarchien der Sklavereigesellschaften kam den freien Nachfahren von Sklaven eine Mittlerrolle zu. Relativ hohe Zahlen an individuellen Sklavenfreilassungen sowie natürliches Bevölkerungswachstum sorgten dafür, dass durchgehend 15-20% der Bevölkerung Kubas bis Mitte des 19. Jahrhunderts freie Mulatten und Schwarze waren.
Das Dissertationsprojekt untersucht in Form einer Mikrostudie vor allem soziale und ökonomische Aspekte der Wirklichkeit der libres de color in Kuba, in einer Epoche, die von der Desintegration des Sklavereiregimes und damit der Aufhebung der Unterscheidung von freien und unfreien Farbigen gekennzeichnet ist. Konkret geht es um die Möglichkeiten des sozialen Aufstiegs, des Zugangs zu Bildung, der beruflichen Ausdifferenzierung und der Ausübung der Mittlerfunktion zwischen weißer Bevölkerung und Sklaven. Dabei sollen auch mentalitätsgeschichtliche Fragen beantwortet werden.
Der gemeinsame rechtliche Status kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei den freien Farbigen um ein ideologisches gesellschaftliches Konstrukt handelte und nicht um eine Selbstzuschreibung als soziale Gruppe. Auf der Grundlage der Kriterien Herkunft, Hautfarbe, Geburt und Besitz lassen sich so verschiedene Einzelgruppen unterscheiden, die ein breites Spektrum repräsentieren und an deren Polen die Barrieren zu Weißen und Sklaven verschwanden.
Schließlich gilt es zu beachten, inwieweit sich diese traditionelle Sozialordnung im Zuge der kubanischen Unabhängigkeitsbewegung ab 1868 aufzulösen begann, inwieweit der gemeinsame Kampf gegen die Kolonialmacht sich auch in einem veränderten Zusammenleben von Weißen und Farbigen in den Städten niederschlugen.
Marc-André Grebe
Akten, Archive, Absolutismus? Die Entwicklung und Rolle der Archive als Herrschaftsinstrument der spanischen Krone (1516-1598)
Projekt des GK 1049 Archiv, Macht, Wissen. Organisieren, Kontrollieren, Zerstören von Wissensbeständen von der Antike bis zur Gegenwart
Das Projekt möchte vor der Folie der Absolutismus- Debatte am Beispiel des Kronarchivs in Simancas untersuchen, wie Herrschaft in der Frühen Neuzeit funktionierte. Anhand von Weisungen, Korrespondenzen, Instruktionen, politischen Testamenten, etc. soll die Organisation des Archivs, die Sicherung von Beständen, sowie die Aushandlung von politischen Kräfteverhältnissen wie auch Identität(en) auf der iberischen Halbinsel mittels des Archivs als Herrschaftsinstrument im Zuge der Herausbildung des postfeudalen Staates untersucht werden. [Link zum Graduiertenkolleg]

Entangled Americas

Entangled Americas

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Aktuelles

Neuigkeiten
Universität Bielefeld

Neuigkeiten

Die Fakultät für die Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld hat zum 15.05.2020 eine Stelle in Teilzeit für Wissenschaftliche Mitarbeit im Arbeitsbereich Anglistik/American Studies ausgeschrieben. Nähere Infos finden sich hier als PDF.

Am 26. und 27. Februar findet die Plataforma para el diálogo "Represión política, desaparición forzada y estrategias de resiliencia en contextos de desigualdad" in Kooperation mit der Universität Gießen und CAPAZ Colombia in Guadalajara, Mexiko statt. (Programm)


Call for Papers: Im Rahmen des Wissenslabors "Confrontando las Desigualdades en América Latina: Perspectivas sobre riquezas y poder" werden bis zu maximal 10 Forschungsstipendien für die Arbeit am Thema "Regulacion y Desregulación de la riqueza" vergeben. Der Call for Papers ist bis zum 26. März 2020 offen.
Weitere Informationen hier (PDF) und auf der Website des CALAS.


Drei DAAD-Stipendien stehen für Studierende aus den Masterprogrammen InterAmerikanische Studien, Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, British and American Studies und Soziologie, sowie aus dem BA-Programm Romanische Kulturen im Wintersemester 2020/21 für das Studium an der Universidad de Guadalajara, Mexiko zur Verfügung. (Mehr Information)


Konferenz: Hofgeismarer Lateinamerikagespräche "Krisen Klima: Umweltkonflikte aus lateinamerikanischer Perspektive", 24. - 26. Januar 2020.


Die Lectures for Future stellen sich im CampusTV der Uni Bielefeld vor!


Coming Up at the Cineclub Latino! Am 22.01.2020 um 19 Uhr im Raum C01-242 wird "Cidade de deus" (OV mit Untertiteln) gezeigt. Der Eintritt ist frei!


In memoriam Josef Raab (1960 - 2019)

The International Association of Inter-American Studies (IAS) and the Center for InterAmerican Studies (CIAS) at Bielefeld University share the sad duty to announce the passing of Josef Raab, the Founding President of the International Association of Inter-American Studies. On behalf of the IAS and the CIAS, we respectfully offer our sincere condolences to Josef's family for the passing of this charming and remarkable man.


Konferenz
UNIVERSITIES IN CRISIS OR CRISIS OF THE UNIVERSITY?: Modes of Organizing Knowledge Production and Higher Education in the 21st Century, 28. - 29. November 2019, Universität Bielefeld, X-Gebäude, Raum B2-103
mit einer Keynote von Ramón Grosfoguel

Programm

 


Geld macht weiß
Interview mit Olaf Kaltmeier, in dem die Refeudalisierung Lateinamerikas, das Maria Sybilla Merian Center for Advanced Latin American Studies, CALAS und die Bedeutung von Musik als Forschungsgegenstand thematisiert werden.