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KJP-Ausbildung für Psychologen

Psychologen, die eine Approbation als Psychotherapeut anstreben, müssen sich entscheiden zwischen der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten, bei der sie ausschließlich mit Erwachsenen arbeiten, und der Ausbildung als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, bei der sie lernen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 21 Jahren zu behandeln. Aber was genau spricht eigentlich für die KJP-Ausbildung?

Die psychotherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist sehr abwechslungsreich und vielfältig. Therapeuten arbeiten innerhalb einer großen Altersspannbreite: vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen; dabei müssen sie sich immer wieder aufs Neue auf die spezifischen Bedürfnisse und den Entwicklungsstand ihrer Patienten einstellen. Wissenschaftlich fundierte Techniken werden dabei – je nach Alter – mit spielerischen Methoden kombiniert, wobei häufig auch die eigene Kreativität gefragt ist. Hinzu kommt, dass in der Regel nicht nur mit dem Kind oder Jugendlichen gearbeitet wird, sondern auch wichtige Bezugspersonen wie Eltern und Lehrer in den Therapieprozess miteinbezogen werden, was die Arbeit spannend und vielseitig gestaltet.

An vielen Universitäten wird im Psychologiestudium kein umfangreiches Wissen über Diagnostik und Therapie psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen vermittelt, sodass sich die Inhalte von Studium und Ausbildung wenig überschneiden, sondern vielmehr ergänzen und aufeinander aufbauen. Nach Abschluss der Ausbildung besteht für Psychologen außerdem die Möglichkeit, mit geringerem Aufwand eine zweite Approbation als Psychologischer Psychotherapeut zu erwerben.

Die Spezialisierung auf die psychotherapeutische Behandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bietet somit ein spannendes und abwechslungsreiches Berufsfeld mit sehr guten Jobaussichten.