Intelligente Systeme (M. Sc.)

Ziel ist die vertiefte Vermittlung der im Bachelorstudiengang erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Entwicklung und Realisierung kognitiver, informationsverarbeitender Systeme unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Darüber hinaus werden die Studierenden verstärkt zu selbstständiger Arbeit nach den wissenschaftlichen Grundsätzen der Kognitiven Informatik angeleitet.

Seit dem WS 2015/16 gibt es ein sogenanntes "Double degree" Programm mit der Universität Bologna. Bis zu fünf Studierende pro Hochschule und Semester können in den Austausch gehen. Die Studierenden besuchen die Partneruniversität jeweils in ihrem dritten Semester und haben dann die Option, ein weiteres Semester anzuhängen, um ihre Masterarbeit dort zu schreiben. Am Ende erhalten sie den Masterabschluss in "Intelligent Systems" der Universität Bielefeld und den Masterabschluss in "Computer Science" der Universität Bologna.

Modulübersicht

Einschreibung ab WiSe 2016/2017

Modulübersicht Intelligente Systeme Von den Modulen der beiden Wahlpflichtbereiche "Grundlagen Ergänzung" und "Interdisziplinäre und kognitionswissenschaftliche Grundlagen" sind jeweils mindestens 10 LP benotet zu erbringen.

Double Degree Programm  (Einschreibung ab WiSe 2015/2016)

Modulübersicht Intelligente Systeme [Double Degree] Wenn Sie sich für das Double Degree Programm interessieren, kontaktieren Sie bitte Prof. Dr. Philipp Cimiano für eine Studienberatung.

Begründung und Ausbildungsziele

Ziel des Masterstudiengangs Intelligente Systeme ist die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, durch welche Studierende dazu befähigt werden, komplexe kognitive Systeme analysieren, konzipieren und entwickeln zu können. Solche kognitiven Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Umwelt wahrnehmen und entsprechend intelligent auf diese reagieren können. Ein weiteres wesentliches Merkmal intelligenter kognitiver Systeme ist ihre Fähigkeit zu lernen und sich dadurch an sich ändernde und komplexe Umgebungen, Aufgaben und Anwender anpassen zu können. Solche Systeme sind besonders relevant in den Bereichen Robotik, virtuelle Agenten, Multimedia- und Web-Informationssysteme. Dabei werden die Studierenden verstärkt zu selbstständiger Arbeit nach den wissenschafltichen Grundsätzen der Kognitiven Informatik angeleitet. Der Masterstudiengang setzt neben der Wissensvermittlung explizit auch auf die Vermittlung praktischer, berufsqualifizierender Kenntnisse und Fertigkeiten.

Es besteht in der Industrie, Dienstleistungen und Forschung im Bereich der Intelligenten Systeme ein hoher Bedarf an Informatikerinnen und Informatikern mit einer interdisziplinären Ausbildung, wie sie in Bielefeld stattfindet. Überall dort wo Roboter, Intelligente Assistenten, virtuelle Agenten (sog. Avatare) oder intelligente Informationssysteme entwickelt werden, werden Informatikerinnen und Informatiker mit einem Hintergrund im Bereich Intelligente Systeme dringend gebraucht. Mögliche Berufsfelder sind daher beispielsweise in den Entwicklungsabteilungen des Maschinenbaus, in Produktionsanlagen, in der Automobil- und Medienindustrie sowie in der Entwicklung von autonom agierenden Sytemen (Roboter, Avatare, Dialogsysteme, intelligente Assistenten) oder Computerspielen sowie in der wissenschaftlichen Forschung zu finden.

Studienaufbau
Um den Studierenden eine möglichst individuelle Spezialisierung zu ermöglichen, können in den ersten drei Semestern geeignete Module aus den Bereichen Grundlagen Ergänzung, Vertiefung Intelligente Systeme und interdisziplinäre und kognitionswissenschaftliche Grundlagen gewählt werden. Im 2. Semester sollte das Modul Grundlagenprojekt Intelligente Systeme durchlaufen werden. Im Rahmen dieses Moduls sind zwei Projekte jeweils mit einem Umfang von 5 LP zu absolvieren, die als praktische Arbeit überwiegend selbständig durchgeführt werden. Mindestens ein Projekt ist dabei als Gruppenprojekt von mehr als zwei Studierenden zu bearbeiten. Die Aufgabenstellung beider Projekte soll dabei jeweils auf Lehrveranstaltungen des 1. Semesters oder des Bachelorstudiums aufbauen. Im Projektmodul des 3. Semesters wird die projektorientierte Arbeitsweise vertieft. Die Studierenden erwerben im Rahmen dieses Projektes praktische Kompetenzen und Fähigkeiten für die Entwicklung intelligenter kognitiver Systeme und sie üben und stärken ihre Fähigkeiten im Bereich der eigenständigen Planung und Durchführung von Projekten. Darüber hinaus lernen die Studierenden in der Masterarbeit sich selbständig in eine wissenschaftliche Problemstellung einzuarbeiten und eine entsprechende Lösung zu entwickeln.

Dieser Studiengang hat einen englischsprachigen Zweig, in dem Lehrveranstaltungen für nichtdeutschsprachige Studierende garantiert werden. Eine Liste der englischsprachigen Module findet sich unter Service. Englischkenntnisse werden in der Regel durch einen Sprachtest (TOEFL (iBT) mit mind. 87 Punkten oder telc English mit mind. Stufe B2) nachgewiesen. Die Fakultät übernimmt keine Kosten für Deutschkurse für internationale Studierende.

Bewerbung

Bewerbungen sind jeweils nur zum Wintersemester möglich. Bewerbungen sind in dem Zeitraum vom 1. Juni bis 15. Juli eines jeden Jahres online beim Studierendensekretariat der Universität möglich.
Beim online-Antrag sind zusätzlich folgende Unterlagen in deutscher oder englischer Sprache entweder als PDF- oder als JPG-File hochzuladen:

  • Zeugnisse bzw. vorläufige Bescheinigungen über erbrachte Studienleistungen (Voraussetzungen: mindestens 40 Leistungspunkte (gemäß ETCS) im Bereich der Grundlagen der Informatik und mindestens 30 weitere Leistungspunkte in Fächern, die für Intelligente Systeme relevant sind)
  • eine Bescheinigung über absolvierte Lehrveranstaltungen bzw. Module des erfolgreich abgeschlossenen Studiums
  • Lebenslauf
Die genauen Zugangsvoraussetzungen sind auch unter Nr. 2 der Fächerspezifischen Bestimmungen zu finden.

Besonderheiten gelten für Bewerberinnen und Bewerber mit ausländischem Bildungsnachweis.

Ebenso gelten Besonderheiten für beruflich Qualifizierte.

Anerkennung und Einstufung

Die Anerkennung von Leistungen und die Einstufung in ein höheres Fachsemester erfolgt nach einem einheitlichen Verfahren für alle Studiengänge.

Bitte beachten Sie, dass eine Einstufung NICHT einer Zulassung zu einem Studiengang entspricht. Hinweise zur Bewerbung für ein höheres Fachsemester finden Sie auf den Seiten des Studierendensekretariats.