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Die Suszeptibilität von Jugendlichen für Antisemitismus im Gangsta Rap und Möglichkeiten der Prävention

Die Hiphop-Kultur ist derzeit die größte und wichtigste Jugendkultur. Im Gangsta-Rap lässt sich seit längerer Zeit beobachten, dass ein hypermaskuliner Körperkult, autoritäre Machtfantasien sowie Heroisierungs- und Martialitätsvorstellungen zentrale Motive der Selbstinszenierung der meist männlichen Künstler bilden. Diese vermitteln in ihren Liedern, Musikvideos und Stellungnahmen in sozialen Netzwerken seit einigen Jahren sexistische und antifeministische Rollenbilder, autoritäre Moral- und Gesellschaftsvorstellungen sowie verschwörungsideologische und antisemitische Interpretationen globaler Herrschaftsverhältnisse. Während in der Forschung weitgehend Einigkeit herrscht, dass die Texte der Künstler unbestreitbar Ideologien der Ungleichheit transportieren, liegen aktuell keine belastbaren Daten über die Wirkung und den Einfluss der Ideologien auf die Wahrnehmung und das Denken von Jugendlichen vor.

Das Forschungsprojekt wird hier erste Daten liefern und den Wirkungszusammenhang des Konsums von Gangsta-Rap und der Empfänglichkeit von Antisemitismus und Ideologien der Ungleichheit mit quantitativen und qualitativen Methoden untersuchen. Darüber hinaus werden auf Grundlage der Ergebnisse Empfehlungen für den Umgang mit Gangsta-Rap im Kontext schulischer sowie außerschulischer Bildung gemacht.

 

Über das Projekt

 

Projektbeteiligte der Universität Bielefeld

Dr. Marc Grimm (Projektleitung)
Jakob Baier (Projektmitarbeiter)
Baris Ertugrul (Projektmitarbeiter)
Vanessa Walter (Wissenschaftliche Hilfskraft)

Projektbeginn

01.05.2020

Gefördert durch

Die Antisemitismusbeauftragte von NRW, Frau Leutheusser-Schnarrenberger

Staatskanzlei NRW



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