Bem-vindo - Implementierung eines interdisziplinären Netzwerks (Bildungsverantwortungs-gemeinschaft) zur Verbesserung von Chancen von Flüchtlingskindern und deren Familien in Grundschulen.

Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts

Das Projekt Bem-vindo verfolgt das Ziel, ein interdisziplinäres Netzwerk zur Verbesserung der Integration von Flüchtlingskindern an Grundschulen zu schaffen. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts erfolgt unter der Leitung von Ullrich Bauer durch Sandra Schlupp und Marc Grimm. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation erfolgt über die Gesamtdauer (36 Monaten) des Bem-vindo Projekts. Überprüft wird die Wirksamkeit des Modellprojekts. Gerade für die Übertragung von Erfahrungen, Ergebnissen und Informationen auf andere Kommunen oder Schulen kommt der qualitativen und quantitativen Erhebung eine wichtige Funktion zu.

Generell kann das Projekt in drei Phasen unterteilt werden:

  1. Die Prozessevaluation umfasst die Prozess- und Implementierungsanalyse. Auf diese Weise werden Barrieren während der Projektimplementierung und Möglichkeiten der Zielgruppenerreichung ermittelt.
  2. Die Ergebnisevaluation zeigt indikatorengestützt auf, in wie weit die Verbesserung von Bildungs- und Integrationschancen von Flüchtlingskindern erreicht wird.
  3. Es erfolgen Feedback-Schleifen der wissenschaftlichen Begleitung, um die Wirksamkeit des Bem-vindo Projekts festzustellen. Die Daten der Prozessevaluation werden direkt über Supervisionsschleifen in die Projektdurchführung zurück gespielt. Die Supervisionsschleifen selbst führen zu einer Rückmeldung zur Praxis, die wiederum überprüft wird. Eine Überprüfung der Wirksamkeit findet so nicht nur aufgrund theoretischer Rückmeldung statt, sondern auch mit Hilfe der praktischen Umsetzung.

 

Das Projekt Bem-vindo

Bem-vindo ist ein von der Stiftung für Wohlfahrtspflege NRW gefördertes Projekt der AWO OWL. e.V. unter der Leitung von Teresa Pinheiro. Das Projekt zielt einerseits auf die Verbesserung und Evaluation der Vernetzung von Grundschulen mit bereits vorhandenen Hilfesystemen. Verbessert werden soll die Sichtbarkeit der unterschiedlichen Akteure aus den Bereichen Erziehung, dem Gesundheitswesen sowie kulturellen Angeboten der Stadt, um so eine Förderung auf individueller Ebene und die Integration im Sozialraum für Kinder mit Fluchterfahrung und deren Familien zu ermöglichen. Andererseits verbessert es durch frühzeitige Intervention auf verschiedenen Ebenen und über die Schule hinaus die Bildungs- und Integrationschancen von Kindern. Das Projekt stellt einen bedeutsamen Beitrag zum Umgang mit der globalen Fluchtbewegung dar, welche spätestens seit 2015 für Deutschland von entscheidender Bedeutung ist.

 

Downloads zum Projekt

    Artikel zur Auftaktveranstaltung [PDF]
 
 
 
 
 

Über das Projekt

 

Projektleitung und -durchführung

Teresa Vieira Pinheiro
(Dipl. Soz. und Betriebswirtin)
AWO Ostwestfalen-Lippe e.V. Abteilung Jugend und Familie

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation durch das ZPI

Prof. Dr. Ullrich Bauer
M.A. Sandra Schlupp
Dipl. Pol. Marc Grimm
Baris Ertugrul

 

Laufzeit

15.08.2016 - 14.08.2019