Universität Bielefeld

Aktuelles

Sperrige Skulptur?
Kurzführungen zur vollen Stunde in der Kunsthalle Bielefeld 

Samstag, 1. Februar 2020, 12-17 Uhr
Samstag, 8. Februar 2020, 12-17 Uhr

Studentische Perspektiven auf die Ausstellung „L’homme qui marche. Verkörperung des Sperrigen”, 12-17 Uhr, jeweils zur vollen Stunde: zehnminütige Führungen durch Studierende der „Bild- und Kunstgeschichte“, Universität Bielefeld.

Öffentliche Kurzvorträge im Bielefelder Kunstverein von Student*innen des Studiengangs „Bild- und Kunstgeschichte“ der Universität Bielefeld

19. Januar 2020, 17:00-19:00 Uhr, Bielefelder Kunstverein

Welche Vorannahmen bestimmen unseren Blick auf Kunst? Welche Grenzen sind unserem Blick gesetzt? Und was bedeutet „Freiheit“ in der kunsthistorischen Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst?
Im Rahmen eines Seminars zur Kunst der Moderne haben Student*innen des Studiengangs „Bild- und Kunstgeschichte“ eigene Perspektiven auf die ausgestellten Werke entwickelt. Auf einem Rundgang durch die Ausstellung „Die Freiheit, die wir meinen“ werden diese unterschiedlichen Blicke im Rahmen von Kurzvorträgen präsentiert.

Studierende der "Bild- und Kunstgeschichte" haben eine Ausstellung kuratiert: "Frauen_Blicke"

7. November 2019, 19.30 Uhr, in der Stapenhorststr. 73

Am Donnerstag, den 7. November eröffnete um 19.30 Uhr in der Galerie des Künstlerinnenforums bi-owl e.V. in der Stapenhorststr. 73 die Ausstellung "Frauen_Blicke. Multiples aus dem Künstlerinnenforum bi-owl“. Die Ausstellung wurde von Studierenden der „Bild- und Kunstgeschichte" im Kontext eines von Dr. Britta Hochkirchen geleiteten Praxisseminars zum Künstlerinnenarchiv bi-owl erarbeitet (gefördert durch die Universitätsgesellschaft Bielefeld).

Die Ausstellung präsentiert künstlerische Arbeiten, die sich in verschiedenen Darstellungsformen und aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Blick auf Frauen und Weiblichkeit auseinandersetzen. In der Ausstellung werden drei Gruppen von Werken präsentiert, die verschiedene ‚Blicke‘ auf das Thema ‚Frau’ ermöglichen: Die Frau und ihr Körper als Abbild, die Frau als abstraktes Symbol und die Veruneindeutigung bzw. Irritation des Blicks. Die Ausstellung konfrontiert diese unterschiedlichen Darstellungsweisen und Perspektiven, stellt sie einander gegenüber, sodass Relationen, aber auch Gegensätze sichtbar werden.“

Flyer (PDF)

Eine herzliche Eindladung zu den Pop-Up-Lectures "Operationen der Serialität"


Flyer für die Pop-Up-Lectures "Operationen der Serialität"

Workshop: Message, Messenger, or False Friend? Early Modern Print as Intermediary

28.-29. Juni 2019, München: Zentralinstitut für Kunstgeschichte und Ludwig-Maximilians-Universität

In the early modern era, woodcut and engraved prints operated on multiple levels: as individual creations, and as resources representing preexisting images, objects and spaces. The medial constitution of print fosters an often undervalued phenomenon of reinterpretation, by channeling traits of artistry and subject matter from the printed medium back into individually produced objects. The workshop engages with the intermediary quality of print and the effective “translation” of information and imagery into situated, singular artefacts. Organized in collaboration with the ERC Project: The Normativity of Sacred Images in Early Modern Europe (SACRIMA)

Supported by the Fritz Thyssen Stiftung

Program and further information

Vor dem Blick/Before the Sight (Bielefeld, 9–11 May 19)

Bielefeld, 09. – 11.05.2019
Anmeldeschluss: 01.05.2019

Vor dem Blick. Materiale, mediale und diskursive Zurichtungen des Bildersehens/Before the Sight. Material, Medial, and Discursive Arrangements of Picture Perception

09.–11.5.2019, Zentrum für interdisziplinäre Forschung/Center for Interdisciplinary Research (ZiF), Bielefeld

Der Blick auf ein Bild ist nie voraussetzungslos, sondern aufs engste mit Praktiken verbunden, die dessen Wahrnehmbarkeit konstituieren, zurichten und gegebenenfalls manipulieren. Der Sehvorgang ist zudem mit Handlungen gekoppelt, die spezifische Funktionen und Bedeutungen von Bildern aktivieren und steuern. Derartige Zurichtungen können vielfältiger Natur sein: Rahmen, benachbarte Objekte und räumliche Kontexte prägen den Blick ebenso wie institutionelle Strukturen, Konventionen und Routinen oder aber diskursive Einhegungen. All diese Zurichtungen verdanken sich bestimmten Praktiken; sie lassen sich nicht allein auf intentionale Setzungen zurückführen, sondern resultieren oftmals aus situativen Kontingenzen oder aber pragmatischen Anordnungsnotwendigkeiten. In drei Sektionen widmet sich die Tagung anhand theoretisch perspektivierter, historischer und zeitgenössischer Fallbeispiele der Differenzierung von (im-)materiellen, medialen/räumlichen und diskursiven Zurichtungen des Bildersehens. Die Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch.

The perception of pictures is never unconditioned, but rather closely connected with practices that constitute, adjust, and manipulate its perceptibility. The process of seeing is also linked to actions that activate and control specific functions and meanings of images. Such arrangements can be of manifold nature: frames, neighboring objects, and spatial contexts shape the view as well as institutional structures, conventions, routines or discursive enclosures. All these adjustments are due to certain practices; they cannot be traced back to intentional decisions alone, but often owe their existence to situational contingencies or the pragmatic necessity of arrangement. In three sections, the conference is dedicated to the differentiation of (im-)material, medial/ spatial, and discursive approaches to the viewing of images on the basis of theoretical considerations, as well as historical and contemporary case studies. The conference will be held in English and German.

Organisatoren/Organizers: Robert Eberhardt, Johannes Grave, Joris Corin Heyder, and Britta Hochkirchen SFB 1288 Praktiken des Vergleichens. Die Welt ordnen und verändern. Teilprojekt C01: Bild-Vergleiche. Formen, Funktionen und Grenzen des Vergleichens von Bildern/SFB 1288 Practices of comparing. Ordering and changing the world, Subproject C01: Comparative viewing: Forms, functions, and limits of comparing pictures

Programm und weitere Informationen

Der de/codierte Körper. Theorien und Praktiken des Physiognomischen

15. Februar 2019 | Zentrum für interdisziplinäre Forschung

Nahezu von Anfang ihres Bestehens an steht die Physiognomik wie kaum eine andere Denktradition zwischen den sich später ausdifferenzierenden Natur- und Geisteswissenschaften, etwa mit der Hippokratischen Medizin einerseits und Theophrasts Sammlung literarischer Charaktere andererseits. Sie lässt sich als eine Lektüre eines Fremden, Verborgenen verstehen, das über sinnlich wahrnehmbare Zeichen objektiviert oder decodiert werden soll. Ziel der Physiognomik war es oft, ein geheimes Individuelles im Gegensatz zu einem Systematischen und Normativen zu erkennen, sei es hinsichtlich menschlicher Emotionen oder eines spezifischen Lebensraums. Physiognomisch wird erschlossen, was sich nicht ohne weiteres auf einen Begriff bringen lässt. Gerade in der Vormoderne nutzen daher etablierte wie aufkommende Wissenschaften, darunter die Anthropologie, Botanik und Psychologie, in der Moderne vermehrt auch die Geschichtswissenschaft und die Bildwissenschaft, um nur einige zu nennen, physiognomische Methoden einschließlich ihrer Rückkopplungen in der Kritik. In den Bildkünsten des 19. Jahrhunderts wird das Individuum mit seiner Mimik und seinem Habitus im Zeichen der Unverwechselbarkeit wie auch als Produkt sozialer Zwänge entdeckt und in dieser Ambivalenz von Natur und Gesellschaft problematisiert. Zugleich wird Unverwechselbarkeit des Individuellen in der Folge einer biopolitisch grundierten Verwissenschaftlichung zum Mittel der Identifizierung und Klassifizierung. Nachdem die Erforschung der Physiognomik in den 1980er-Jahren an Auftrieb gewonnen hat (Gombrich 1977; Mattenklott 1982; Blankenburg 1988; Käuser 1989; Braungart 1995; Campe/Schneider 1996; Schmölders 1994 & 1997), hat sich das Forschungsfeld im Anschluss relativ stark in den verschiedenen Disziplinen differenziert (Mraz/Schögl 1999; Breitenfellner 1999; Bühler 2004; Pabst 2007). Zu dieser Differenzierung gehört etwa auch die Aufmerksamkeit für den medizinischen Blick der Physiognomik (Foucault; Didi-Huberman 1997), für die wissenschaftsgeschichtlichen Bedingungen (Christians 2000), für das institutionelle Wissen (Bohde 2012), und schließlich für Probleme der Kulturgeschichtsschreibung (Gray 2004), etwa auch hinsichtlich der kulturellen Funktion von Gesicht und Gesichtlichkeit (Beilenhoff 2006; Weigel 2013). Tatsächlich ist der Blick auf den menschlichen Körper und seine Darstellung in Kunst und Medien seit einiger Zeit signifikanten Veränderungen unterworfen. In jüngeren Debatten hat sich die Aufmerksamkeit von der eher soziologisch-ästhetischen Frage, wie Körper und Körperdarstellung durch soziale Faktoren determiniert sind, verschoben zu der stärker technisch orientierten Frage nach den Praktiken, in denen Körper in Interaktion mit jeweiligen Umwelten stehen (z.B. bereits Deleuze/Guattari 1992). Damit rücken dynamische Verhältnisse in den Blick, die nicht in einer Semiotik bestimmter Zeichen (z.B. des Habitus) aufgehen und sich vielmehr in Prozessen (etwa der Synchronisierung, Vernetzung, Überlappung) niederschlagen, zum Beispiel dem Zusammenspiel von menschlichem Körper und materiellen Akteuren (Latour 2001, Rheinberger 1992). Anders als in sozialen Dispositiven mit ihren beschreibbaren Strukturen geht es dabei um bewegliche Wirkungsgefüge, die gerade in dieser Beweglichkeit zu fassen sind. Der Workshop der Der de/codierte Körper. Theorien und Praktiken des Physiognomischen geht diesen Fragen nach. Er ist zugleich die erste Tagung des im vergangenen Jahr gegründeten International Network for the History of Physiognomy, das es sich zum Ziel setzt, die Forschungen zur Geschichte des Physiognomischen interdisziplinär zusammenzuführen. Das Netzwerk geht von der Gegenwartsdiagnose aus, dass im digitalen Zeitalter mit seiner un/kontrollierten Zirkulation und Vernetzung körperlicher Zeichen die Rede vom Physiognomischen einschließlich ihrer historischen Logik und Semantik von großer Aktualität ist.

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