Universität Bielefeld

Arbeitsbereich Zeitgeschichte

Die Zeitgeschichte ist in Lehre und Forschung nicht mehr nur mit Fragen des 20. Jahrhunderts, sondern auch des 21. Jahrhunderts befasst. Sie setzt sich mit Problemzusammenhängen auseinander, die das Hier und Heute häufig unmittelbar betreffen. Der Arbeitsbereich knüpft kritisch an die vielfältigen Impulse der Bielefelder Geschichtswissenschaft an und setzt zugleich eigene Akzente. Von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart liegt ein besonderer Fokus auf den mit den beiden deutschen Diktaturen verbundenen Gewalterfahrungen des 20. Jahrhunderts sowie auf der Demokratisierungsgeschichte Deutschlands bis ins frühe 21. Jahrhundert im europäischen bzw. globalen Kontext. In der Forschung liegen Akzente auf der Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus und seinen Folgen, auf der politischen Kulturgeschichte des geteilten und vereinigten Deutschlands sowie auf dem Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis.
Die Professur für Zeitgeschichte steht für eine forschungsnahe, kooperative und kompetenzorientierte Lehre, die Studierenden ein fundiertes Überblickswissen über die Epoche vermittelt und sie zur theoretisch reflektierten Vertiefung individuell zu gestaltender Schwerpunkte befähigt und ermutigt. Damit wird einerseits fachwissenschaftliche Exzellenz in Lehre und (Nachwuchs-) Forschung angestrebt. Andererseits soll deutlich werden, dass der Zeitgeschichte als Problemgeschichte der jüngeren Vergangenheit herausgehobene gesellschaftliche Bedeutung zukommt. Gegenwartsbezogene Fragen, die regelmäßig an sie herangetragen bzw. von ihr berührt werden, heben sie in den Rang einer Orientierungswissenschaft. Mit diesem Potential in Lehre, Forschung und Öffentlichkeit ebenso verantwortlich wie selbstbewusst umzugehen, ist ein zentraler Anspruch des Arbeitsbereichs.

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