Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Bestandsaufnahme
· Experimente
· Forschungsfragen
· Ausblick
· Weiterfuehrende Literatur
· Nachgefragt - Das Interview
· Die Wissenschaftlerin
· Feedback



:: Was bleibt von den Experimenten und deren Deutung im Gedächtnis?

Die Erinnerungsfähigkeit der Kinder wurde mittels teilstrukturierter Einzelinterviews erfasst, die eine Dauer von 20 bis 25 Minuten nicht überschritten, wobei die Standards der klassischen klinischen Interviews angewendet wurden:

  • Video- und Tonaufzeichnung,
  • Interviewer ist nicht identisch mit der Betreuerin der Experimente,
  • Transkription der Interviews und
  • Auswertung durch unterschiedliche unabhängige Personen nach inhaltsanalytisch erfassten Kriterien.
Die Interviews wurden etwa 6 Monate nach dem ersten Experimentiertag der Versuchsreihe durchgeführt. Es zeigte sich, dass sich die Kinder - unabhängig von sozialem Umfeld - an fast 50% der durchgeführten Experimente erinnern konnten. Solche Ergebnisse erzielt man in der Sekundarstufe I nicht mehr…

In der Tatsache, dass die Erinnerungsfähigkeit von Kindern aus unterschiedlichen sozialen Umfeldern nahezu identische Interviewergebnisse zeigt, ist durchaus auch eine bildungspolitische Brisanz erhalten. So besagt doch das Ergebnis, dass es offenbar bei Kindern ein Alter gibt, in dem unabhängig vom sozialen Umfeld oder der sprachlichen Förderung eine Heranführung an Themenfelder der unbelebten Natur gleich gut möglich ist.

Weitere Untersuchungen ergaben auch, dass verhaltensauffällige und behinderte Kinder einen überraschend leichten Zugang zu naturwissenschaftlichen Themenfeldern zeigten.

:: Wirken die Experimente im Vor- und Grundschulalter auch langfristig nach?


pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Giesela Lück