Interviews & Features    

 
· Einführung in das Thema
· Sukzession auf Binnendünen
· Wozu eigentlich "Störung"?
· Die Regnitzer Sandachse
· Konkurrenz um den besten Platz im Sand
· Forschungs- ergebnisse
· Die Arbeitsgruppe
· Literatur und Links zum Thema
· Feedback



Die genaue Abfolge der Besiedlung offener Sandflächen im Bereich von Binnendünen ist bislang nicht restlos geklärt. Während über den Beginn der Sukzession weitgehend Einigkeit herrscht, findet man vor allem zu den späteren Stadien sehr unterschiedliche und oft auch voneinander abweichende Aussagen in der Literatur.

In einem Sukzessionsschema wird der momentanen Kenntnisstand zusammengefasst: Auf dem offenen Sand können sich zunächst nur wenige Arten ansiedeln. Aus der Gruppe der Höheren Pflanzen sind dies vor allem das Silbergras, das Habichtskraut sowie einige einjährige Arten. Parallel dazu bedeckt sich die offene Sandfläche zunehmend mit einer Kruste aus Algen und Cyanobakterien, die den Sand stabilisieren und festigen. Sobald der Sand festliegt, können sich sowohl Höhere Pflanzen wie Schwingel, Drahtschmiele und Straussgras als auch Moose ansiedeln.

Foto Silbergras
Silbergras

Foto Habichtskraut
Habichtskraut

Würden nun die kleinräumigen Störungen ausbleiben, würde sich dieses Mosaik an Vegetationsstrukturen schnell zur Heide oder zum Eichenbirkenwald weiterentwickeln. Durch erhöhten Nährstoffeintrag besteht auch die Gefahr der Ruderalisierung, d.h. es treten vor allem krautige, höherwüchsige Pflanzen auf, die an ein hohes Nährstoff-angebot angepasst sind.

:: Welche Rolle spielen Störungen für den Erhalt von Sandökosystemen?

pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Dr. Tom Steinlein