Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Forschungs- methoden
· Forschungsfragen
· Wirtschaftliche Situation nach der Trennung
· Umgang mit wirtschaftlichen Folgen
· Risikogruppen
· Risikofaktoren
· Politische Schlussfolgerungen
· Literatur und Links
· Das Projektteam


Überschrift
Wichtige Maßnahmen zur Vermeidung von Risikolagen sind die Beschäftigungsförderung im Allgemeinen, die u.a. die Leistungsfähigkeit der Unterhaltspflichtigen verbessert, und die Förderung der Erwerbstätigkeit von Frauen im Besonderen. Die Untersuchungsergebnisse zeigen auch sehr deutlich, dass mangelnde Möglichkeiten der Kinderbetreuung Frauen nach einer Trennung daran hindern, einer Erwerbstätigkeit im gewünschten Maße nachzugehen. Insofern ist ein Ausbau der Betreuungsangebote für unter dreijährige und für schulpflichtige Kinder, also für die Altersgruppen, für die die Bundesrepublik im internationalen Vergleich noch Nachholbedarf hat, ein Schritt in die richtige Richtung.

Es ist aber auch zu fragen, ob die vielfältigen Regelungen des bundesdeutschen Steuer- und Sozialsystems zur Förderung des traditionellen Modells der Versorgerehe im Falle einer vorzeitigen Auflösung der Ehe nicht zu einer Falle für die ”versorgten” Personen, also in der Regel Frauen und Kinder, führen. Eine langfristige Umstellung auf das Modell der Individualbesteuerung (mit Ausgleich für die Familienlasten), wie es in vielen anderen europäischen Staaten existiert, würde beispielsweise die Anreize für Frauen erhöhen, bereits während der Ehe einer eigenständigen Erwerbstätigkeit nachzugehen, und darüber hinaus auch die Ungerechtigkeiten umgehen, die viele Personen nach dem Steuerklassenwechsel infolge einer Trennung empfinden.



pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß, Dipl.-Soz. Barbara Borgloh, Dipl.-Soz. Miriam Güllner