Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Unterschwellige Reize
· Bielefelder Forschung zum Thema
· Maskierte Testreize
· Dissoziationen zwischen Handlung und Bewusstsein
· Hat die Legende doch Recht?
· Die Bedeutung der Aufmerksamkeit
· Das Unbewusste
· Experiment
· Literatur
· Die Autoren
· Feedback




Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Testreize nicht bewusst sind, wenn unsere Versuchspersonen nicht berichten können, wie sie ausgesehen haben. Es ist äußerst selten, dass eine Versuchsperson einen Testreiz spontan erkennt. In den meisten Durchgängen sehen die Versuchspersonen den Testreiz nicht und finden es deswegen merkwürdig, wenn wir sie fragen, wie er aussah.

Als Nachweis dafür, dass die Testreize nicht bewusst sind, genügt uns dies aber nicht. Wir fordern die Versuchspersonen vielmehr in jedem Durchgang auf, unsere Frage zu beantworten, selbst wenn sie dafür raten müssen. Versuchspersonen raten nämlich in vielen Experimenten recht gut, auch wenn sie das Gefühl haben, nichts gesehen zu haben. Um ihnen außerdem eine Chance zu geben, das Raten oder Erkennen des Testreizes zu lernen, führen wir einige hundert Durchgänge durch.

Nichts davon hilft ihnen: Die Versuchspersonen können nicht einmal raten, wie der Testreiz ausgesehen hat, nicht einmal, wenn sie mehrere hundert Testreize beurteilt haben und in jedem Durchgang über ihre Leistung informiert werden (2). Die Testreize sind damit nach allen Regeln der Kunst unterschwellig.




pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Dr. Ingrid Scharlau & Dr. Ulrich Ansorge